HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL

20/072a LAG Köln zum Aus­stel­lungs­da­tum ei­nes qual­fi­zier­ten Ar­beits­zeug­nis­ses

Das auf dem Zeug­nis an­ge­ge­be­ne Aus­fer­ti­gungs­da­tum muss mit dem Aus­tritts­da­tum über­ein­stim­men: Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Be­schluss vom 27.03.2020, 7 Ta 200/19
Zeugnis mit Stempel, Datum und Unterschrift

10.06.2020. Nach Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses steht dem Ar­beit­neh­mer das Recht auf ein Ar­beits­zeug­nis zu. Im Rah­men ei­nes ge­richt­li­chen Ver­gleichs kommt es häu­fi­ger vor, dass sich Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­ge­ber auf ein be­stimm­tes Ar­beits­zeug­nis ei­ni­gen. In der Re­gel ist der Ar­beit­neh­mer dann be­rech­tigt, ein Zeug­nis­ent­wurf vor­zu­le­gen, von dem der Ar­beit­neh­mer nur aus ei­nem wich­ti­gen Grund ab­wei­chen darf.

Strei­ten sich Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­ge­ber nach der Be­en­di­gung, bei­spiels­wei­se in ei­nem Kün­di­gungs­schutz­pro­zess oder über den In­halt des Zeug­nis­ses, kann sich die­ser Streit über ei­ni­ge Zeit zie­hen, so­dass das Zeug­nis tat­säch­lich erst we­sent­lich spä­ter als am Be­en­di­gungs­zeit­punkt aus­ge­stellt wird.

Frag­lich ist dann, ob der Ar­beit­ge­ber das Aus­tritts­da­tum oder das Da­tum der tat­säch­li­chen Zeug­nis­aus­stel­lung auf dem Zeug­nis als Aus­fer­ti­gungs­da­tum an­ge­ben muss.

In der Re­gel muss das Zeug­nis­da­tum dem Tag der recht­li­chen Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses ent­spre­chen, so das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln. An­dern­falls könn­te ein zu­künf­ti­ger Ar­beit­ge­ber er­ken­nen, dass even­tu­ell über das Zeug­nis zu­erst ein Rechts­streit ge­führt wur­de.

Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Be­schluss vom 27.03.2020, 7 Ta 200/19

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 12|2020 LAG Köln: Das auf dem Zeug­nis an­ge­ge­be­ne Aus­fer­ti­gungs­da­tum muss mit dem Aus­tritts­da­tum über­ein­stim­men.

Letzte Überarbeitung: 23. Juli 2021

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern:

Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

HENSCHE Rechtsanwälte, Fachanwälte für Arbeitsrecht
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln
Telefon: 0221 - 70 90 718
Telefax: 0221 - 70 90 731
E-Mail: koeln@hensche.de

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Für Personaler, betriebliche Arbeitnehmervertretungen und andere Arbeitsrechtsprofis: "Update Arbeitsrecht" bringt Sie regelmäßig auf den neusten Stand der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung. Informationen zu den Abo-Bedingungen und ein kostenloses Ansichtsexemplar finden Sie hier:

Alle vierzehn Tage alles Wichtige
verständlich / aktuell / praxisnah

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2021:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de