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ARBEITSRECHT AKTUELL // 21/009

Neue Co­ro­na-Ar­beits­schutz­ver­ord­nung

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ar­beit und So­zia­les passt die Ar­beits­schutz­vor­ga­ben an die ak­tu­el­le Co­ro­na-La­ge an
Homeoffice, flexibles Arbeiten

21.01.2021. Bun­des­mi­nis­ter für Ar­beit und So­zia­les Hu­ber­tus Heil (SPD) hat am Mitt­woch (20.01.2021) den Ent­wurf zur neu­en Co­ro­na-Ar­beits­schutz­ver­ord­nung vor­ge­stellt. Die­se soll die Ver­brei­tung des Co­ro­na­vi­rus wei­ter ein­däm­men und den Schutz der Be­schäf­tig­ten för­dern.

Ar­beit­ge­ber sind nun ver­pflich­tet, den Be­schäf­tig­ten Ho­me-Of­fice an­zu­bie­ten, wenn kei­ne zwin­gen­den be­triebs­be­ding­ten Grün­de ent­ge­gen­ste­hen. Die Be­schäf­tig­ten müs­sen das An­ge­bot je­doch nicht an­neh­men, das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ar­beit (BMAS) emp­fiehlt dies je­doch, so­weit Ho­me-Of­fice mög­lich ist. Ein sub­jek­ti­ves Kla­ge­recht der Be­schäf­tig­ten sieht das BMAS aber nicht vor.

Im Be­trieb sol­len der Kon­takt zwi­schen den Be­schäf­tig­ten stark ein­ge­schränkt wer­den und zu­sätz­li­che Hy­gie­ne­maß­nah­men ein­ge­führt wer­den.

Von nun an ist der Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet, me­di­zi­ni­sche Ge­sichts­mas­ken, FFP2-Mas­ken oder ver­gleich­ba­ren Mund-Na­sen-Schutz be­reit­zu­stel­len. Ein­fa­che Mund-Na­sen-Be­de­ckun­gen wie selbst­ge­näh­te Mas­ken rei­chen künf­tig nicht mehr aus. Dies be­grün­det das BMAS da­mit, dass die Schutz­wir­kung bei sol­chen Mas­ken stark va­ri­iert und die­se kei­nem ge­setz­li­chen Stan­dard un­ter­lie­gen.

Zu­sam­men­künf­te von Be­schäf­tig­ten sol­len auf das be­triebs­not­wen­di­ge Mi­ni­mum be­grenzt wer­den und so­weit wie mög­lich durch di­gi­ta­le Al­ter­na­ti­ven er­setzt wer­den. Zu­dem soll der Ar­beit­ge­ber ge­eig­ne­te Un­ter­neh­mun­gen wie Lüf­tungs­maß­nah­men oder Ab­tren­nun­gen zwi­schen den Per­so­nen vor­neh­men. Au­ßer­dem sol­len die Be­schäf­tig­ten in mög­lichst klei­ne Ar­beits­grup­pen ein­ge­teilt wer­den, um die Kon­tak­te zu be­schrän­ken.

Nut­zen meh­re­re Per­so­nen den­sel­ben Raum, muss je­der Per­son 10 m² zur Ver­fü­gung ste­hen. Da­bei ori­en­tier­te sich das BMAS an den An­ga­ben für Ver­kaufs­flä­chen pro Per­son im Groß- und Ein­zel­han­del. Ist dies nicht mög­lich, muss der Ar­beit­ge­ber al­ter­na­ti­ve Maß­nah­men zum Schutz der Be­schäf­tig­ten tref­fen.

Die neu­en Re­geln gel­ten bis zum 15. März 2021 und tre­ten fünf Ta­ge nach der Ver­kün­dung in Kraft. Ver­stö­ße kön­nen mit Buß­gel­dern von bis zu 30.000 EUR ge­ahn­det wer­den.

Wei­ter­hin gel­ten die al­ten Maß­nah­men, die ei­nen Min­dest­ab­stand von 1,5 m zwi­schen al­len Per­so­nen bzw. das Tra­gen ei­nes Mund-Na­sen-Schutz so­weit der Ab­stand nicht mög­lich ist, vor­schreibt. Zu­dem muss der Ar­beit­ge­ber Flüs­sigs­ei­fe und Hand­tuch­spen­der be­reit­stel­len und die Räu­me re­gel­mä­ßig lüf­ten.

Hin­weis: In­zwi­schen wur­de die Co­ro­na-Ar­beits­schutz­ver­ord­nung ver­kün­det: SARS-CoV-2-Ar­beits­schutz­ver­ord­nung vom 21.01.2021

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 7. Juni 2021

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