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ARBEITSRECHT AKTUELL

20/111a Aus­kunfts­pflicht über Ver­mitt­lungs­vor­schlä­ge der Ar­beits­agen­tur

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25.11.2020. Ver­wei­gert der Ar­beit­ge­ber, den Ar­beit­neh­mer zu be­schäf­ti­gen, be­fin­det er sich im An­nah­me­ver­zug. Dies be­deu­tet, dass der Ar­beit­neh­mer auch oh­ne zu ar­bei­ten ei­nen An­spruch auf Ver­gü­tung ge­mäß § 615 Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB) hat.

Je­doch muss sich der Ar­beit­neh­mer auf den Ver­zugs­lohn an­rech­nen las­sen, was er durch an­der­wei­ti­ge Ar­beit ver­dient oder ver­dient ha­ben könn­te, hät­te er dies nicht bös­wil­lig un­ter­las­sen (§ 615 Satz 2 BGB).

Das heißt, dass der Ar­beit­ge­ber dem Ar­beit­neh­mer ent­ge­gen­hal­ten kann, dass die­ser es bös­wil­lig un­ter­las­sen hat, ei­ne an­de­re zu­mut­ba­re Be­schäf­ti­gung an­zu­neh­men. Da je­doch der Ar­beit­ge­ber in der Re­gel nicht wis­sen kann, wel­che Job­an­ge­bo­te der Ar­beit­neh­mer er­hielt, hat der Ar­beit­ge­ber ei­nen Aus­kunfts­an­spruch über die­se, so das Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 27.05.2020, 5 AZR 387/19.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 24|2020 BAG: An­spruch des Ar­beit­ge­bers auf Aus­kunft über Job­an­ge­bo­te der Ar­beits­ver­wal­tung.

Letzte Überarbeitung: 14. Dezember 2021

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