HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 21/001

Hö­he­re Hartz-IV Re­gel­sät­ze zum Jah­res­be­ginn

Zum Jah­res­an­fang sind die staat­li­chen Leis­tun­gen zur Grund­si­che­rung und So­zi­al­hil­fe ge­stie­gen
Hartz IV, Arbeitslosengeld II, ALG II

04.01.2020. Zum 01. Ja­nu­ar des neu­en Jah­res sind die Re­gel­sät­ze bei der Grund­si­che­rung und So­zi­al­hil­fe an­ge­stie­gen. Ei­nen ent­spre­chen­den Ge­set­zes­ent­wurf ha­ben Bun­des­tag und Bun­des­rat be­schlos­sen.

Für den Ge­set­zes­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung stimm­ten CDU/CSU, SPD und FPD, da­ge­gen AfD, die Lin­ken und Bündnis90/Die Grü­nen. Zu­vor wur­de der Ent­wurf vom Aus­schuss für Ar­beit und So­zia­les ab­ge­än­dert.

Grund­la­ge für die neu­en Re­gel­sät­ze war ein neue Ein­kom­mens- und Ver­brau­cher­stich­pro­be. Zu­dem wur­den auch die Ent­wick­lung der Net­to­löh­ne und -ge­häl­ter so­wie die Preis­ent­wick­lung der re­gel­be­darfs­re­le­van­ten Gü­ter und Dienst­leis­tun­gen (wie zum Bei­spiel Le­bens­mit­tel und Be­klei­dung).

Da­bei stei­gen die Sät­ze in al­len Re­gel­stu­fen, be­son­ders pro­fi­tie­ren Ju­gend­li­che, die nun mo­nat­lich 45 EUR mehr be­kom­men. So­mit gel­ten fol­gen­de Re­gel­sät­ze:

Be­rech­tig­te Per­son Er­hö­hung Hö­he

Re­gel-
be­darfs-
stu­fe

Al­lein­ste­hen­de / Al­lein­er­zie­hen­de   +14 € 446 € 1
Paa­re je Part­ner / Be­darfs­ge­mein­schaf­ten +12 € 401 € 2
Voll­jäh­ri­ge in Ein­rich­tun­gen (nach SGB XII) +12 € 357 € 3
nicht-er­werbs­tä­ti­ge Er­wach­se­ne un­ter 25
Jah­re im Haus­halt der El­tern
+12 € 357 € 3
Ju­gend­li­che von 14 bis 17 Jah­ren +45 € 373 € 4
Kin­der von 6 bis 13 Jah­ren +1 € 309 € 5
Kin­der von 0 bis 5 Jah­ren +33 € 283 € 6

 

Die An­trä­ge der Frak­tio­nen der AfD, Die Lin­ken und Bündnis90/Die Grü­nen wur­den da­ge­gen ab­ge­lehnt. Die AfD for­der­te ei­ne Er­hö­hung des Ta­schen­gelds für Heim­be­woh­ner von der­zeit 116,64 EUR auf 160,56 EUR. Dies sol­le den Heim­be­woh­nern ein "Min­dest­maß an Au­to­no­mie und Teil­ha­be am ge­sell­schaft­li­chen Le­ben er­mög­li­chen".

Lin­ke und Grü­ne kri­ti­sier­ten das Re­gel­be­darfs­er­mitt­lungs­ver­fah­ren. Nach Rech­nung der Lin­ken lie­ge der Re­gel­be­darf bei Er­wach­se­nen bei 658 EUR. Da­für be­ruft sich die Frak­ti­on auf Fach­leu­te, Ge­werk­schaf­ten und Ver­bän­de. Die Grü­nen spre­chen sich für ei­ne grund­sätz­li­che Re­for­ma­ti­on des Re­gel­be­darfs­er­mitt­lungs­ver­fah­ren aus.

Ein Ge­set­zes­ent­wurf der FPD wur­de zur Än­de­rung des Er­mitt­lungs­ver­fah­rens wur­de an den So­zi­al­aus­schuss zur wei­te­ren Be­ra­tung über­wie­sen.

Zu­dem wur­den auch die Geld­leis­tun­gen für Asyl­be­wer­ber nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz zum neu­en Jahr an­ge­passt, ein al­lein­ste­hen­der Er­wach­se­ner er­hält nun 364 EUR im Mo­nat.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. Januar 2021

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern:

Dr. Martin Hensche
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht

HENSCHE Rechtsanwälte, Fachanwälte für Arbeitsrecht
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-Mail: berlin@hensche.de

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Für Personaler, betriebliche Arbeitnehmervertretungen und andere Arbeitsrechtsprofis: "Update Arbeitsrecht" bringt Sie regelmäßig auf den neusten Stand der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung. Informationen zu den Abo-Bedingungen und ein kostenloses Ansichtsexemplar finden Sie hier:

Alle vierzehn Tage alles Wichtige
verständlich / aktuell / praxisnah

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2021:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de