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ARBEITSRECHT AKTUELL // 21/021

AGB-Aus­schluss­klau­seln und An­sprü­che aus vor­sätz­li­cher Schä­di­gung

Aus­schluss­klau­seln müs­sen An­sprü­che we­gen Vor­satz­haf­tung aus­neh­men: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 26.11.2020, 8 AZR 58/20
Hunderteuroscheine

05.05.2021. Ei­ni­ge Ar­beits­ver­trä­ge ent­hal­ten so­ge­nann­te Aus­schluss­klau­seln, de­nen zu­fol­ge An­sprü­che in­ner­halb ei­ner be­stimm­ten Frist gel­tend ge­macht wer­den müs­sen und an­sons­ten ver­fal­len. Sol­che Aus­schluss­klau­seln wer­den in der Re­gel ein­sei­tig vom Ar­beit­ge­ber ge­stellt und sind so­mit All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen (AGB) im Sin­ne der §§ 305 ff. Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB).

Da­her wer­den Aus­schluss­klau­seln oft streng von den Ge­rich­ten auf ih­re Wirk­sam­keit über­prüft. So dür­fen sie bei­spiels­wei­se kei­ne An­sprü­che auf Min­dest­lohn (§ 3 Min­dest­l­ohn­ge­setz) oder we­gen vor­sätz­li­cher Schä­di­gung aus­schlie­ßen.

Klam­mert die Aus­schluss­klau­sel An­sprü­che aus Vor­satz­haf­tung je­doch nicht ex­pli­zit aus, liegt ein Ver­stoß ge­gen § 202 BGB vor, so­dass die Klau­sel ins­ge­samt ge­mäß § 134 BGB un­wirk­sam ist. Ei­ne gel­tungs­er­hal­ten­de Re­duk­ti­on, die die An­wen­dung der Klau­sel auf sons­ti­ge An­sprü­che be­grenzt und in­so­weit fort­gel­ten lässt, lehnt das Bun­des­ar­beits­ge­richt neu­er­dings in ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung ab: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 26.11.2020, 8 AZR 58/20.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 09|2021 BAG: Ver­trag­li­che Aus­schluss­klau­seln müs­sen An­sprü­che we­gen Vor­satz­haf­tung aus­neh­men.

Letzte Überarbeitung: 28. September 2021

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