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ARBEITSRECHT AKTUELL // 22/039

Wirk­sam­keit ei­ner ta­rif­ver­trag­li­chen Aus­schluss­frist

BGB-Be­stim­mun­gen gel­ten nicht bei ei­ner ta­rif­ver­trag­li­chen Aus­schluss­frist: LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 10.08.2022, 10 Sa 94/21
Sanduhr mit rotem Sand

21.09.2022. Ent­hält ein Ar­beits­ver­trag ei­ne so­ge­nann­te Aus­schluss­klau­sel, wo­nach An­sprü­che in­ner­halb ei­ner be­stimm­ten Frist gel­tend ge­macht wer­den müs­sen und an­sons­ten ver­fal­len, han­delt es sich in der Re­gel um All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen (AGB) im Sin­ne der §§ 305 ff. Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB). Die­se Aus­schluss­klau­seln wer­den von den Ge­rich­ten oft streng auf ih­re Wirk­sam­keit hin über­prüft, weil sie z.B. vor­sätz­li­che Schä­den nicht aus­schlie­ßen dür­fen. Auch darf bei der Haf­tung für vor­sätz­li­che Schä­den nach § 202 BGB die Ver­jäh­rung nicht im Vor­aus durch Rechts­ge­schäft er­leich­tert wer­den. 

Die­ser ho­he Maß­stab gilt je­doch nicht für Aus­schluss­fris­ten, die für ein Ar­beits­ver­hält­nis auf der Grund­la­ge ei­nes Ta­rif­ver­tra­ges gel­ten. In die­sen Fäl­len sind die Vor­schrif­ten des BGB über die Kon­trol­le von Ver­trags­klau­seln nicht an­wend­bar. Dies hat nun auch das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg in ei­nem Ur­teil vom 10.08.2022, 10 Sa 94/21, be­stä­tigt.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 19|2022 vom 21.09.2022 LAG Ba­den-Würt­tem­berg: Aus­le­gung ta­rif­ver­trag­li­cher Aus­schluss­fris­ten
 

Letzte Überarbeitung: 23. September 2022

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