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ARBEITSRECHT AKTUELL // 22/012

Auf­he­bungs­ver­trag wirk­sam trotz An­dro­hung ei­ner frist­lo­sen Kün­di­gung

Die Dro­hung mit ei­ner frist­lo­sen Kün­di­gung kann bei gra­vie­ren­den Vor­fäl­len rech­tens sein: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 24.02.2022, 6 AZR 333/21
Kündigung, Büroangestellte

11.03.2022. Ei­ne Ver­kaufs­an­ge­stell­te senk­te mehr­fach un­be­fugt Ein­kaufs­prei­se in der EDV, wor­auf­hin der Ar­beit­ge­ber sie zur Re­de stell­te und ihr ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag zur so­for­ti­gen An­nah­me un­ter­brei­te­te. An­dern­falls müss­te sie mit ei­ner frist­lo­sen Kün­di­gung und ei­ner Straf­an­zei­ge rech­nen.

Die Ver­käu­fe­rin er­klär­te die An­fech­tung des Auf­he­bungs­ver­trags we­gen wi­der­recht­li­cher Dro­hung und klag­te auf Fest­stel­lung der Un­wirk­sam­keit des Auf­he­bungs­ver­trags, hat­te da­mit aber vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) kei­nen Er­folg (BAG, Ur­teil vom 24.02.2022, 6 AZR 333/21). Da­mit be­stä­tig­te das BAG das gleich­lau­ten­de Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Hamm (LAG Hamm, Ur­teil vom 17.05.2021, 18 Sa 1124/20).

Die Dro­hung mit ei­ner frist­lo­sen Kün­di­gung und ei­ner Straf­an­zei­ge war hier nicht rechts­wid­rig, da der Ar­beit­ge­ber im Streit­fall sol­che Schrit­te ver­nünf­ti­ger­wei­se in Be­tracht zie­hen durf­te. Auch ein Ver­stoß ge­gen das „Ge­bot fai­ren Ver­han­delns“ lag nicht vor.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 05/2022 BAG: Ver­dacht der Fäl­schung von Ver­kaufs­zah­len recht­fer­tigt Dro­hung mit frist­lo­ser Kün­di­gung

Letzte Überarbeitung: 12. März 2022

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