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ARBEITSRECHT AKTUELL // 21/047

Ein­wand ge­gen Voll­stre­ckung ei­nes Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­an­spruchs

Ein Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­ti­tel kann trotz nach­ge­scho­be­ner Kün­di­gung voll­streckt wer­den: Hes­si­sches Lan­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 03.08.2021, 10 Ta 56/21
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20.10.2021. Wehrt sich ein Ar­beit­neh­mer ge­gen sei­ne Kün­di­gung und ge­winnt in der ers­ten In­stanz, hat er ei­nen An­spruch auf Wei­ter­be­schäf­ti­gung. Die­sen Ti­tel kann er dann voll­stre­cken las­sen: Wenn sich al­so der Ar­beit­ge­ber ver­wei­gert, den (un­wirk­sam) ge­kün­dig­ten Ar­beit­neh­mer zu be­schäf­ti­gen, kann der Ar­beit­neh­mer die Ver­hän­gung ei­nes Zwangs­gelds gem. § 888 Zi­vil­pro­zess­ord­nung (ZPO) be­an­tra­gen.

Teil­wei­se spricht ein Ar­beit­ge­ber dann ei­ne wei­te­re Kün­di­gung aus, um die Wei­ter­be­schäf­ti­gung zu ver­hin­dern. Je­doch ist ei­ne sol­che nach­träg­li­che Kün­di­gung für das Voll­stre­ckungs­ver­fah­ren nach § 888 ZPO un­be­acht­lich. Statt­des­sen muss der Ar­beit­ge­ber dies im Be­ru­fungs­ver­fah­ren oder im We­ge ei­ner Voll­stre­ckungs­ge­gen­kla­ge gel­tend ma­chen, so das Hes­si­sches Lan­des­ar­beits­ge­richt in dem Be­schluss vom 03.08.2021, 10 Ta 56/21.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 21|2021 Hes­si­sches LAG: Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­ti­tel kön­nen trotz nach­ge­scho­be­ner Kün­di­gun­gen voll­streckt wer­den.

Letzte Überarbeitung: 22. Oktober 2021

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