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ARBEITSRECHT AKTUELL // 22/043

Ver­stoß ge­gen An­hö­rungs­recht des Be­triebs­rats

Kün­digt ein Ar­beit­ge­ber ein Ar­beits­ver­hält­nis, oh­ne vor­her den Be­triebs­rat an­zu­hö­ren, kann dies ei­ne gro­be Pflicht­ver­let­zung dar­stel­len: Hes­si­sches Lan­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 08.08.2022, 16 TaBV 191/21
Betriebsratssitzung, Versammlung, Konferenz, Meeting

19.10.2022. Be­ab­sich­tigt ein Ar­beit­ge­ber, ei­ne Kün­di­gung aus­zu­spre­chen, muss der Be­triebs­rat ge­mäß § 102 Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (Be­trVG) vor­her an­ge­hört wer­den. Da­bei ist der Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet, den Be­triebs­rat über die Grün­de der ge­plan­ten Kün­di­gung zu in­for­mie­ren. Die­se Un­ter­rich­tungs- und An­hö­rungs­pflicht be­steht aus­nahms­los und ein Ver­stoß da­ge­gen führt zur Un­wirk­sam­keit der Kün­di­gung nach § 102 Abs. 1 Satz 3 Be­trVG. In ei­nem ak­tu­el­len Fall hat das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt in ei­nem Be­schluss vom 08.08.2022, 16 TaBV 191/21, ent­schie­den, dass ei­ne Kün­di­gung oh­ne vor­he­ri­ge An­hö­rung zu­gleich ei­ne gro­be Pflicht­ver­let­zung des Ar­beit­ge­bers nach § 23 Abs. 3 Be­trVG dar­stel­len kann. 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 21/2022 Hes­si­sches LAG: Gro­ber Ver­stoß ge­gen be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Pflich­ten durch Kün­di­gung oh­ne An­hö­rung des Be­triebs­rats.

Letzte Überarbeitung: 4. November 2022

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