|
|
 |
Arbeitsrecht aktuell: 07/57 Diskussionsentwurf für ein modernes einheitliches Arbeitsvertragsgesetz
|
 |

|
Kölner Professorenentwurf zum Arbeitsvertragsrecht
von Rechtsanwältin Melanie Kleiné, LL.M., Frankfurt
28.09.2007. Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung haben die Kölner Jura-Professoren Martin Henssler und Ulrich Preis einen Diskussionsentwurf für ein einheitliches, vereinfachtes und beschäftigungsförderndes Arbeitsvertragsgesetz erarbeitet.
Seit mehr als hundert Jahren wurde vergeblich versucht, das Arbeitsvertragsrecht und damit die Rechtsgrundlage für die heute ca. 30 Millionen Arbeitsverhältnisse so zusammenzufassen und zu formulieren, dass die Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern angemessen berücksichtigt werden. Das deutsche Arbeitsvertragsrecht gilt zurecht als intransparent und widersprüchlich. Es ist lückenhaft, aufgrund einer Vielzahl von Einzelgesetzen zersplittert und aufgrund seiner mangelhaften Gesetzesgrundlage von der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung geprägt. Trotz der herausragenden Bedeutung dieses Rechtsgebietes ist es bisher nie zu einer einheitlichen verständlichen Kodifikation gekommen.
Der vorliegende Diskussionsentwurf des Arbeitsvertragsgesetzes führt unter Verzicht auf sieben arbeitsrechtliche Sondergesetze und weitere rund 70 Normen in zehn arbeitsrechtlichen „Querschnittsgesetzen“ die zersplitterte Gesetzgebung aus insgesamt rund 30 Einzelgesetzen in einem einzigen Gesetz zusammen. Dieses hat nach derzeitigem Stand nur 149 Paragraphen und enthält eine knappe und präzise Formulierung der wichtigsten höchstrichterlichen Rechtsprechungsgrundsätze und die Präzisierung von Generalklauseln. Es ist klar strukturiert, da seine Regelungen dem Verlauf eines Arbeitsverhältnisses zeitlich folgen, d.h. die Regelungen beginnen bei der Vertragsanbahnung und enden beim Thema Kündigung und Zeugnis. Aufgrund dieses Gliederungsprinzips ist das Auffinden der jeweils interessierenden Rechtsnormen deutlich erleichtert.
Inhaltlich berücksichtigt der vorgelegte Entwurf nicht nur die vielfältigen Einflüsse des europäischen Arbeitsrechts, sondern auch die Rechtsprechung zur Einbeziehung der Arbeitsverträge in die AGB-Kontrolle, Regelungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zur Förderung der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer. Erstmalig wird darüber hinaus der Arbeitnehmerbegriff gesetzlich definiert.
Einzelne Vorschriften, die erfahrungsgemäß politisch heiß umstritten sind wie die Reichweite der dem Kündigungsschutz unterstehenden Arbeitsverhältnisse, werden in verschiedenen Versionen angeboten.
Eher zweitrangige Streitfragen werden mit einem eigenen Vorschlag gelöst; so etwa wird vorgeschlagen, dass Arbeitnehmer binnen einer Frist von sieben Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen können (Entwurf § 134).
Die Entwurfverfasser haben sich bei der Ausarbeitung von einem mehrstufigen Zielsystem leiten lassen, das als Ziele der Kodifikation die Vereinheitlichung, Vereinfachung, Kalkulierbarkeit, Europakonformität, Mittelstands- und Beschäftigungsförderung sowie Zukunftsfähigkeit nennt.
Unter www.arbvg.de steht der Fachöffentlichkeit, den Verbänden, der Politik, insbesondere aber auch Arbeitnehmern und Arbeitgebern ein Internetforum zum Meinungsaustausch über den Diskussionsentwurf zur Verfügung.
Auf der Basis der gesammelten Anmerkungen soll der Entwurf weiterentwickelt werden. Ziel ist es, möglichst viele Sichtweisen der Gesellschaft in den Entwurf einzubeziehen, um damit die Ausgewogenheit des Entwurfs im Spannungsverhältnis von Arbeitnehmerschutz, betrieblichen Bedürfnissen und Flexibilitätsansprüchen sicherzustellen und den Entwurf für alle Beteiligten gewinnbringend auszugestalten.
der Diskussionsentwurf

Unsere Büros können Sie von Montag bis Freitag, jeweils von 09:00 Uhr bis 20:00
Uhr, unter folgenden Anschriften in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, München, Nürnberg
und Stuttgart erreichen:
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin
Lützowstraße 32
10785 Berlin
Tel: 030 / 26 39 62 0
Fax: 030 / 26 39 62 499
Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Berlin
E-Mail: berlin@hensche.de
Anfahrt
|
|
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt
Gutleutstraße 169 - 171
60327 Frankfurt
Tel: 069 / 71 03 30 04
Fax: 069 / 71 03 30 05
Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Frankfurt
E-Mail: frankfurt@hensche.de
Anfahrt
|
|
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg
Neuer Wall 80
20354 Hamburg
Tel: 040 / 69 20 68 04
Fax: 040 / 69 20 68 08
Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Hamburg
E-Mail: hamburg@hensche.de
Anfahrt
|
|
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover
Georgstraße 38
30159 Hannover
Tel: 0511 / 899 77 01
Fax: 0511 / 899 77 02
Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Hannover
E-Mail: hannover@hensche.de
Anfahrt
|
|
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln
Hansaring 61
50670 Köln
Tel: 0221 / 709 07 18
Fax: 0221 / 709 07 31
Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Köln
E-Mail: koeln@hensche.de
Anfahrt
|
|
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München
Nymphenburger Straße 4
80335 München
Tel: 089 / 21 56 88 63
Fax: 089 / 21 56 88 67
Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro München
E-Mail: muenchen@hensche.de
Anfahrt
|
|
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg
Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Tel: 0911 / 953 32 07
Fax: 0911 / 953 32 08
Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Nürnberg
E-Mail: nuernberg@hensche.de
Anfahrt
|
|
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart
Königstraße 26
70173 Stuttgart
Tel: 0711 / 470 97 10
Fax: 0711 / 470 97 96
Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Stuttgart
E-Mail: stuttgart@hensche.de
Anfahrt
|
|

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.
Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.
Letzte Überarbeitung: 23. Mai 2008
| © 1997 - 2012: |
| Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin |
| Lützowstraße 32, 10785 Berlin |
| Telefon: |
030 - 26 39 62 0 |
| Telefax: |
030 - 26 39 62 499 |
| E-mail: |
hensche@hensche.de |
|
 |
|
 |
 |
Arbeitsrecht aktuell: |
 |
|
Berlin, 19.05.2012 Teilzeitanspruch:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14.03.2012, 15 SaGa 2286/11
Berlin, 17.05.2012 Outsourcing:
Bundesarbeitsgericht, Urteile vom 16.05.2012, 4 AZR 320/10 und 321/10
Berlin, 17.05.2012 Öffentlicher Dienst:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 16.05.2012, 10 AZR 202/11
München, 16.05.2012 Altersversorgung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.05.2012, 3 AZR 128/11
Hannover, 15.05.2012 Urlaub und Krankheit:
Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 23.02.2012, 5 Sa 1370/11
Frankfurt, 14.05.2012 Leiharbeit:
Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 23.04.2012, L 1 KR 95/12 B ER
Berlin, 12.05.2012 Betriebsübergang:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 10.05.2012, 8 AZR 639/10
Köln, 09.05.2012 Whistleblowing:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 02.02.2012, 6 Sa 304/11
Köln, 08.05.2012 Lohnrückzahlung:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 12.10.2011, 9 Sa 156/11
München, 07.05.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 13.10.2011, 3 Sa 1187/10
Frankfurt, 04.05.2012 Urlaub und Krankheit:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 03.05.2012, Rs. C-337/10 - Neidel
Köln, 03.05.2012 Korruption:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 23.01.2012, 5 Sa 371/11
Köln, 02.05.2012 Kündigung und Krankheit:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 08.12.2011, 3 Ca 936/11
Köln, 30.04.2012 Fristlose Kündigung:
Landesarbeitsgericht Köln, Beschluss vom 27.07.2011, 9 TaBVGa 2/11
Frankfurt, 25.04.2012 Urlaubsabgeltung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 13.12.2011, 9 AZR 399/10
Köln, 24.04.2012 Diskriminierungsschutz:
Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.04.2012, II ZR 163/10
Frankfurt, 23.04.2012 Fristlose Kündigung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19.04.2012, 2 AZR 258/11
Hamburg, 20.04.2012 Lohnuntergrenzen:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.04.2012, 4 AZR 139/10, Beschluss vom 18.04.2012, 4 AZR 168/10
Hamburg, 20.04.2012 Diskriminierung:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 19.04.2012, C-415/10 (Meister)
Hannover, 18.04.2012 Gleichbehandlung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.04.2012, 3 AZR 280/10
Hamburg, 13.04.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 27.09.2011, 1 Sa 538 e/10
Stuttgart, 12.04.2012 Änderungskündigung:
Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 10.11.2011, 10 Sa 329/11
Köln, 28.03.2012 Ermahnung:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 20.12.2011, 3 Ca 1013/11
Frankfurt, 26.03.2012 Mitarbeitergespräche:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 06.02.2012, 16 Sa 1134/11
Berlin, 22.03.2012 Massenentlassungsanzeige
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.03.2012, 6 AZR 596/10
Berlin, 21.03.2012 Gleicher Urlaub:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20.03.2012, 9 AZR 529/10
Berlin, 18.03.2012 Änderungskündigung:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.12.2011, 15 Sa 1264/11, 15 Sa 1461/11
Berlin, 16.03.2012 Bewerberdiskriminierung
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.03.2012, 8 AZR 160/11
Berlin, 15.03.2012 Urlaubsrecht:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.10.2011, 9 AZR 303/10
Berlin, 14.03.2012 Wettbewerbsverbot:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.09.2011, 10 AZR 198/10
|
|
 |
|