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ARBEITSRECHT AKTUELL

Ak­tu­el­les Ar­beits­recht 2001: Ur­tei­le, Ge­setz­ge­bung, Eu­ro­pa­recht, Ar­beit & So­zia­les

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Auf die­ser Sei­te fin­den Sie ju­ris­ti­sche Be­wer­tun­gen ak­tu­el­ler Ur­tei­le und Ge­set­zes­än­de­run­gen auf dem Ge­biet des Ar­beits- und So­zi­al­rechts im Jahr 2001.

Da die Bei­trä­ge ak­tua­li­täts­be­dingt auf teil­wei­se un­voll­stän­di­gen In­for­ma­tio­nen be­ru­hen (ins­be­son­de­re auf ge­richt­li­chen Pres­se­mel­dun­gen über Ur­tei­le, die im Voll­text noch nicht vor­lie­gen), ha­ben sie oft vor­läu­fi­gen Cha­rak­ter.

Äl­te­re Bei­trä­ge ge­ben da­her nicht im­mer den zwi­schen­zeit­lich er­reich­ten Stand der ar­beits- und so­zi­al­recht­li­chen Dis­kus­si­on wie­der.

Bei­trä­ge aus neue­ren Jah­ren fin­den Sie un­ter Ar­beits­recht 2016, Ar­beits­recht 2015, Ar­beits­recht 2014, Ar­beits­recht 2013, Ar­beits­recht 2012, Ar­beits­recht 2011, Ar­beits­recht 2010, Ar­beits­recht 2009, Ar­beits­recht 2008, Ar­beits­recht 2007, Ar­beits­recht 2006, Ar­beits­recht 2005, Ar­beits­recht 2004, Ar­beits­recht 2003 und un­ter Ar­beits­recht 2002.


 
01/07 Reform des Betriebsverfassungsgesetzes 2001
  22.12.2001. Seit En­de Ju­li 2001 ist das Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (Be­trVG) in re­for­mier­ter Fas­sung in Gel­tung. Ei­nen Über­blick über die we­sent­li­chen Ände­run­gen fin­den Sie hier.
 
01/06 Annahmeverzugslohn bei Insolvenz
  15.12.2001. Zeigt der In­sol­venz­ver­wal­ter die "Un­zuläng­lich­keit" der In­sol­venz­mas­se bzw. die "Mas­se­ar­mut" an und nimmt er die Ar­beits­leis­tung des Ar­beit­neh­mers nach In­sol­ven­zeröff­nung nicht mehr ent­ge­gen, hat der Ar­beit­neh­mer nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) kei­ne Möglich­keit mehr, sei­nen (an sich be­ste­hen­den) An­spruch auf An­nah­me­ver­zugs­lohn ge­gen den Ver­wal­ter ein­zu­kla­gen. Ei­ne sol­che Leis­tungs­kla­ge ist nach An­zei­ge der Mas­se­ar­mut un­zulässig: BAG, Ur­teil vom 11.12.2001, 9 AZR 459/00.
 
01/05 Tarifliche Ausschlussfristen und Arbeitsnachweis
  05.07.2001. Nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Düssel­dorf muß der Ar­beit­ge­ber auch sol­che Ta­rif­verträge in sei­nen schrift­li­chen Ar­beits­nach­weis auf­neh­men, die für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt wur­den. Un­terläßt der Ar­beit­ge­ber dies, kann er sich auf die in ei­nem sol­chen Ta­rif­ver­trag ent­hal­te­nen Aus­schluss­fris­ten nicht be­ru­fen: LAG Düssel­dorf, Ur­teil vom 17.05.2001, 5 (3) Sa 45/01.
 
01/04 Thüringer LAG schützt Mobbingopfer
  12.06.2001. Das Thürin­ger Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) hat in ei­nem be­mer­kens­wer­ten Ur­teil vom April die­ses Jah­res die Chan­cen von Mob­bing­be­trof­fe­nen auf ei­nen ef­fek­ti­ven ge­richt­li­chen Rechts­schutz deut­lich verstärkt, in­dem es dem kla­gen­den Mob­bing­op­fer Be­wei­ser­leich­te­run­gen zu­stan­den hat. Es al­ler­dings un­ge­wiß, ob sich die­se Recht­spre­chung durch­set­zen wird: Thürin­ger LAG, Ur­teil vom 10.04.2001, 5 Sa 403/00.
 
01/03 Verzugszinsen sind aus dem Bruttolohn zu berechnen
  03.05.2001. Nach ei­ner Grund­satz­ent­schei­dung des Großen Se­nats des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) kann der Ar­beit­neh­mer, wenn der Ar­beit­ge­ber mit der Lohn­zah­lung in Ver­zug ist und da­her Ver­zugs­zin­sen zah­len muss, die Zin­sen aus dem (höhe­ren) Brut­to­lohn­an­spruch an­statt aus dem (ge­rin­ge­rem) Net­to­lohn­an­spruch be­rech­nen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Großer Se­nat, Be­schluss vom 07.03.2001, GS 1/00.
 
01/02 Kündigungsschutz im Kleinbetrieb
  15.04.2001. Kom­men für ei­ne Kündi­gung meh­re­re Ar­beit­neh­mer in Be­tracht, darf der Ar­beit­ge­ber auch in ei­nem Klein­be­trieb, in dem das Kündi­gungs­schutz­ge­setz (KSchG) nicht gilt, kei­ne willkürli­che Aus­wahl tref­fen. Viel­mehr muss er ein "Min­dest­maß an so­zia­ler Rück­sicht­nah­me" wah­ren, so das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVerfG) in ei­nem Ur­teil aus dem Jah­re 1998 (BVerfG, Ur­teil vom 27.01.1998, 1 BvL 15/87). Die­se Vor­ga­be aus Karls­ru­he hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) in ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil ver­fah­rens­recht­lich kon­kre­ti­siert, d.h. Maßstäbe für Kündi­gungs­schutz­ver­fah­ren auf­ge­stellt: BAG, Ur­teil vom 21.02.2001, 2 AZR 15/00.
 
01/01 Kein Anspruch auf "Wunschformel" im Zeugnis
  13.03.2001. Nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) kann der Ar­beit­neh­mer nicht ver­lan­gen, daß das Ar­beits­zeug­nis ei­ne sog. "Wunsch­for­mel" für die wei­te­re Zu­kunft des Ar­beit­neh­mers enthält: BAG, Ur­teil vom 20.02.2001, 9 AZR 44/00.