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LAG Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 09.10.2019, 4 Sa 134/19

   
Schlagworte: Abfindung, Sozialplan
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Düsseldorf
Aktenzeichen: 4 Sa 134/19
Typ: Urteil
Entscheidungsdatum: 09.10.2019
   
Leitsätze:

1. Eine mehrere Jahre nach Durchführung einer Betriebsschließung ausgesprochene Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis auch dann gemäß dem Sozialplan "in Folge" der Betriebsänderung, wenn sie weiterhin deren unmittelbare Folge ist.

2. Das ist nicht der Fall, wenn die Kausalverbindung durch eine andere Kausalkette in der Weise überlagert worden ist, dass - bei wertender Betrachtung - ein den Abfindungsanspruch tragender ausreichender Zusammenhang zwischen Schließung und Kündigung nicht mehr besteht.

3. Allein die stets gebotene Prüfung, dass bei Ausspruch der Kündigung keine unternehmensweite Weiterbeschäftigung möglich ist, bildet keine neue Ursache für die Kündigung und ist daher nicht geeignet, den vom Sozialplan geforderten Zusammenhang entfallen zu lassen.

Vorinstanzen: Arbeitsgericht Oberhausen, 16.01.2019, 3 Ca 1305/18
   

Lan­des­ar­beits­ge­richt Düssel­dorf, 4 Sa 134/19


Te­nor:

Die Be­ru­fung der Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Ober­hau­sen vom 16.01.2019 - 3 Ca 1305/18 - wird kos­ten­pflich­tig zurück­ge­wie­sen.

Die Re­vi­si­on wird nicht zu­ge­las­sen.


T a t b e s t a n d :

1

Die Par­tei­en strei­ten über die Zah­lung ei­ner So­zi­al­plan­ab­fin­dung we­gen ei­ner meh­re­re Jah­re nach der Be­triebs­still­le­gung aus­ge­spro­che­nen Kündi­gung.

2

Die Be­klag­te stell­te in ih­rem Be­trieb in E. un­ter ih­rem da­ma­li­gen Na­men "U. L. Q. T. Tec GmbH" (U. Q.) Len­kun­gen für die Au­to­mo­bil­in­dus­trie her. Der im März 1964 ge­bo­re­ne, ver­hei­ra­te­te Kläger war seit dem 01.06.1999 bei ihr als Pro­zes­sin­ge­nieur zu ei­ner mo­nat­li­chen Fest­vergütung von zu­letzt 4.946,16 EUR brut­to zuzüglich Ur­laubs- und Weih­nachts­geld und vermögens­wirk­sa­mer Leis­tun­gen beschäftigt. Er war Mit­glied des

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Be­triebs­rats.

3

We­gen der be­ab­sich­tig­ten Sch­ließung ih­res Be­trie­bes zum 31.12.2012 ver­ein­bar­te die Be­klag­te mit dem Be­triebs­rat be­reits am 26.09.2007 ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich (Bl. 71-73 GA) so­wie ei­nen So­zi­al­plan (Bl. 78-87 GA). Auf de­ren In­halt wird Be­zug ge­nom­men. In dem So­zi­al­plan (SP) heißt es:

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"1 Präam­bel

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1.1 Mit dem In­ter­es­sen­aus­gleich vom 26.09.2007 ha­ben die Be­triebs­par­tei­en die Um­set­zung der ge­plan­ten Be­triebs­sch­ließung zum 31.12.2012 näher ge­re­gelt.

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1.2 Zum Aus­gleich und zur Mil­de­rung von wirt­schaft­li­chen Nach­tei­len, die den be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mern (im Fol­gen­den: AN) durch Weg­fall oder Ver­la­ge­rung ih­res Ar­beits­plat­zes ent­ste­hen, wer­den die nach­ste­hen­den Re­ge­lun­gen ver­ein­bart. 7
... 8
2 Gel­tungs­be­reich 9

2.1 Die­ser So­zi­al­plan gilt für al­le AN, die spätes­tens am 31.12.2006 in ei­nem un­be­fris­te­ten und un­gekündig­ten Ar­beits­verhält­nis zu U. Q. ge­stan­den ha­ben und de­ren

Ar­beits­verhält­nis­se in­fol­ge der im In­ter­es­sen­aus­gleich ge­nann­ten Be­triebsände­rung be­triebs­be­dingt be­en­det oder ver­la­gert wer­den.

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2.2 Be­triebs­be­ding­te Be­en­di­gungs­tat­bestände sind Kündi­gun­gen durch U. Q. oder de­ren Rechts­nach­fol­ger, Auf­he­bungs­verträge oder be­triebs­be­ding­te, im Ein­zel­fall persönlich und kon­kret ar­beit­ge­ber­sei­tig ver­an­lass­te Ei­genkündi­gun­gen ...

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... 12
3 Ver­la­ge­rung von Ar­beitsplätzen/Re­ge­lun­gen zur Zu­mut­bar­keit 13
... 14
4 Leis­tun­gen bei An­nah­me ei­nes Ar­beits­plat­zes in an­de­ren Un­ter­neh­men 15
... 16

4.5 Wird das Ar­beits­verhält­nis nach ei­nem Wech­sel in ein an­de­res Un­ter­neh­men des U. Kon­zerns in der Zeit bis zum 31.12.2012 be­triebs­be­dingt gekündigt, so be­hal­ten die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer al­le Ansprüche aus dem je­weils im Un­ter­neh­men der U. Q. zur An­wen­dung kom­men­den So­zi­al­plan. An­ge­rech­net wer­den al­le be­reits er­hal­te­nen Leis­tun­gen aus die­sem So­zi­al­plan und von dem an­de­ren Un­ter­neh­men in die­sem Zu­sam­men­hang ge­leis­te­te Zah­lun­gen. Im Fal­le, dass der im neu­en Un­ter­neh­men be­triebs­be­dingt gekündig­te Ar­beit­neh­mer Ansprüche aus dem in der U. Q. zur An­wen­dung kom­men­den So­zi­al­plan gel­tend macht, kann er kei­ne Rech­te mehr aus ei­nem So­zi­al­plan des an­de­ren Un­ter­neh­mens des U. Kon­zerns gel­tend ma­chen.

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... 18

4.6 Wird das Ar­beits­verhält­nis nach ei­nem Wech­sel in ein an­de­res Un­ter­neh­men von die­sem nach dem 31.12.2012 in­ner­halb von 36 Mo­na­ten be­triebs­be­dingt gekündigt, so ha­ben die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer ei­nen an­tei­li­gen An­spruch auf Ab­fin­dung aus dem vor­lie­gen­den So­zi­al­plan gem. der For­mel

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Ab­fin­dung So­zi­al­plan x (1 - Beschäfti­gungs­mo­na­te im neu­en Un­ter­neh­men / 48)

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5 Aus­gleichs­leis­tun­gen

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5.1 Wird in­fol­ge der im In­ter­es­sen­aus­gleich ge­re­gel­ten Be­triebsände­rung ein Ar­beits­verhält­nis nach Nr. 2.2 be­en­det, erhält der AN ei­ne Brut­to-Ab­fin­dung nach der For­mel

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Le­bens­al­ter x Be­triebs­zu­gehörig­keit x Mo­nats­brut­to­ent­gelt : 75 23
…" 24
In dem In­ter­es­sen­aus­gleich heißt es: 25
"9. In­kraft­tre­ten / Lauf­zeit 26
Der In­ter­es­sen­aus­gleich tritt mit Un­ter­zeich­nung in Kraft und en­det am 30.09.2013." 27

Zum 31.12.2012 leg­te die Be­klag­te ih­ren Geschäfts­be­trieb still und kündig­te in die­sem Zu­sam­men­hang sämt­li­che Ar­beits­verhält­nis­se, u.a. auch das des Klägers, aus be­triebs­be­ding­ten Gründen zum 31.12.2012. Die hier­ge­gen ge­rich­te­te Kündi­gungs­schutz­kla­ge des Klägers und ei­nes wei­te­ren Mit­ar­bei­ters der Be­klag­ten war we­gen nicht ord­nungs­gemäßer Mas­sen­ent­las­sungs­an­zei­ge iSd. § 17 KSchG letzt­in­stanz­lich er­folg­reich (BAG 26.02.2015 - 2 AZR 955/13, ju­ris). Al­le an­de­ren Ar­beits­verhält­nis­se des E.er Be­trie­bes wur­den da­ge­gen be­en­det.

28

Im Fe­bru­ar 2014 ver­leg­te die Be­klag­te ih­ren Geschäfts­sitz von E. nach N.. Am 23.04.2014 nahm sie im We­ge der Ver­schmel­zung die dort ansässi­ge "U. L. Q. T. Tec N. GmbH" auf, wo­mit sie In­ha­be­rin des bis da­hin von die­ser Ge­sell­schaft am Stand­ort N. un­ter­hal­te­nen Be­trie­bes wur­de. Seit dem 25.04.2014 fir­miert die Be­klag­te un­ter dem Na­men "U. L. Q. N. GmbH".

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Un­ter dem 30.05.2015 und 29.06.2015 sprach die Be­klag­te ge­genüber dem Kläger wei­te­re Kündi­gun­gen aus. Mit rechts­kräfti­gem Ur­teil vom 31.05.2016 - 8 Sa 1215/15 - stell­te das Lan­des­ar­beits­ge­richt Düssel­dorf die Un­wirk­sam­keit die­ser Kündi­gun­gen gemäß § 174 Satz 1 BGB fest.

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Mit Schrei­ben vom 24.06.2016 kündig­te die Be­klag­te das Ar­beits­verhält­nis er­neut zum 31.12.2016. Die vom Kläger hier­ge­gen ge­rich­te­te Kündi­gungs­schutz­kla­ge wur­de rechts­kräftig ab­ge­wie­sen (LAG Düssel­dorf 19.01.2018 - 10 Sa 109/17, ju­ris). Ge­gen die­se Ent­schei­dung hat der Kläger nach Zurück­wei­sung sei­ner Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de (BAG 26.06.2018 - 2 AZN 245/18) Ver­fas­sungs­be­schwer­de ein­ge­legt (1 BvR 1577/18). Sei­ne wei­te­re Kla­ge auf Zah­lung ei­nes höhe­ren Ver­zugs­lohns wur­de rechts­kräftig ab­ge­wie­sen (LAG Düssel­dorf 29.10.2018 - 13 Sa 212/18).

 

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Mit sei­nem am 16.08.2016 beim Ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen An­trag be­gehrt der Kläger ei­ne Ab­fin­dung aus dem So­zi­al­plan vom 26.09.2007 in der rech­ne­risch un­strei­ti­gen Höhe von 61.157,29 EUR. Er hat gel­tend ge­macht, die Kündi­gung vom 24.06.2016 sei auf­grund der Be­triebsände­rung er­folgt, die der In­ter­es­sen­aus­gleich vom 26.09.2007 re­gelt, nämlich der Be­triebs­sch­ließung des Be­trie­bes in E. zum 31.12.2012. Hier­auf ha­be sich die Be­klag­te in al­len Kündi­gungs­schutz­ver­fah­ren der Par­tei­en als Kündi­gungs­grund be­ru­fen. Sie ha­be den Kläger - un­strei­tig - auch nicht ih­rem neu­en N. er Be­trieb zu­ge­wie­sen. Der Gel­tungs­be­reich des So­zi­al­plans sei zeit­lich nicht be­fris­tet. Der Auf­fas­sung der Be­klag­ten, es sei gemäß Zif­fer 4.6 des So­zi­al­plans ei­ne An­rech­nung von Ver­dienst vor­zu­neh­men, sei nicht zu fol­gen. Er sei nicht in ein an­de­res Un­ter­neh­men in­ner­halb von 36 Mo­na­ten nach dem 31.12.2012 ge­wech­selt. 32
Der Kläger hat be­an­tragt, 33

die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an ihn ei­ne So­zi­al­plan­ab­fin­dung in Höhe von 61.157,29 EUR brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 %-Punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 05.07.2018 zu zah­len.

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Die Be­klag­te hat be­an­tragt, 35
die Kla­ge ab­zu­wei­sen. 36

Sie hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, die Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch die Kündi­gung vom 24.06.2016 wer­de vom Gel­tungs­be­reich des So­zi­al­plans nicht er­fasst. Das Ar­beits­verhält­nis sei nicht gemäß Ziff. 5.1 SP "in­fol­ge der im In­ter­es­sen­aus­gleich ge­re­gel­ten Be­triebsände­rung", son­dern auf­grund der wirk­sa­men Kündi­gung vom 24.06.2016 be­en­det wor­den, die auf voll­kom­men veränder­te Umstände re­agiert ha­be. Vier Jah­re nach Sch­ließung des Be­triebs in E. sei es da­bei al­lein noch um an­der­wei­ti­ge Beschäfti­gungsmöglich­kei­ten für den Kläger in ih­rem neu­en Be­trieb in N. ge­gan­gen. Je­den­falls müsse sich der Kläger gemäß Zif­fer 4.6 des So­zi­al­plans die nach der Be­triebs­still­le­gung er­hal­te­nen Ver­zugs­lohn­zah­lun­gen an­rech­nen las­sen, die die Ab­fin­dung deut­lich über­stie­gen. Wenn die Be­triebs­par­tei­en die An­rech­nung von Zwi­schen­ver­dienst für den Wech­sel des Ar­beit­neh­mers in ein an­de­res Un­ter­neh­men ge­re­gelt ha­ben, müsse dies erst recht gel­ten für den Fall, dass der Ar­beit­neh­mer dem Be­trieb über 36 Mo­na­te hin­aus bis zum 31.12.2016 zu­ge­ord­net blieb.

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Das Ar­beits­ge­richt hat mit Ur­teil vom 16.01.2019, auf des­sen Tat­be­stand und Ent­schei­dungs­gründe Be­zug ge­nom­men wird, der Kla­ge statt­ge­ge­ben. Zur Be­gründung hat es im We­sent­li­chen aus­geführt, die Vor­aus­set­zun­gen des Ab­fin­dungs­an­spruchs aus dem So­zi­al­plan lägen vor. Ins­be­son­de­re ha­be die Be­klag­te die Zu­ord­nung des Klägers zu dem E. er Be­trieb nicht geändert mit der Fol­ge, dass sein Ar­beits­verhält­nis gemäß dem So­zi­al­plan "in­fol­ge" der Be­triebs­sch­ließung be­en­det wor­den sei. Dem Kläger könne nicht zum Nach­teil ge­rei­chen, dass die Be­klag­te we­gen Form­feh­lern sein Ar­beits­verhält­nis erst vier Jah­re nach der Be­triebs­sch­ließung be­en­det ha­be. Die­ses Ri­si­ko ha­be die Be­klag­te zu tra­gen. Aus die­sem Grund ha­be sich der An­spruch des Klägers auch nicht in ent­spre­chen­der An­wen­dung von Ziff. 4.6 SP auf "Null" re­du­ziert.

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Ge­gen das ihr am 06.02.2019 zu­ge­stell­te Ur­teil hat die Be­klag­te am 18.02.2019 Be­ru­fung ein­ge­legt und die­se - nach Verlänge­rung der Frist bis zum 08.05.2019 - am 08.05.2019 be­gründet. Sie macht gel­tend, das Be­geh­ren des Klägers sei be­reits wi­dersprüchlich und des­halb un­schlüssig, da er ei­ner­seits ei­ne Ab­fin­dung für die Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses ver­lan­ge, an­de­rer­seits sich aber wei­ter ge­gen die Be­en­di­gung mit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de weh­re. Un­abhängig da­von erfülle der Kläger nicht die Vor­aus­set­zun­gen des So­zi­al­plans für ei­nen Ab­fin­dungs­an­spruch. Die Kündi­gung fal­le nicht in des­sen zeit­li­chen Gel­tungs­be­reich, da der In­ter­es­sen­aus­gleich, der die Be­triebsände­rung re­gelt, de­ren Nach­tei­le der So­zi­al­plan aus­glei­chen wol­le, gemäß Zif­fer 9

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selbst nur ei­ne Lauf­zeit bis zum 30.09.2013 ha­be. Außer­dem ha­be das Ar­beits­verhält­nis des Klägers nicht "in­fol­ge" der Sch­ließung des E.er Be­triebs ge­en­det. Der Kündi­gung vom 24.06.2016 lie­ge ein an­de­rer Kündi­gungs­grund zu­grun­de, nämlich die feh­len­de Wei­ter­beschäfti­gungsmöglich­keit in dem N. Be­trieb. Des­halb ha­be der letzt­lich bis zum 31.12.2016 wei­ter­vergüte­te Kläger auch kei­nen Nach­teil auf­grund der Sch­ließung des E.er Be­triebs er­lit­ten. Sch­ließlich be­zwe­cke die So­zi­al­plan­ab­fin­dung al­lein den Aus­gleich wirt­schaft­li­cher Nach­tei­le für ei­nen Zeit­raum von drei Jah­ren ab Sch­ließung des Be­triebs, wie sich aus Zif­fern 4.5 und 4.6 SP er­ge­be. Dies müsse bei in­ter­es­sen­ge­rech­ter Aus­le­gung berück­sich­tigt wer­den.

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Die Be­klag­te be­an­tragt, 40

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Ober­hau­sen vom 16.01.2019 - 3 Ca 1305/18 - ab­zuändern und die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

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Der Kläger be­an­tragt, 42
die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen. 43

Er hält die Be­ru­fung be­reits man­gels aus­rei­chen­der Aus­ein­an­der­set­zung mit dem an­ge­grif­fe­nen Ur­teil für un­zulässig. Im Übri­gen wie­der­holt und ver­tieft er sein erst­in­stanz­li­ches Vor­brin­gen nach Maßga­be des Schrift­sat­zes vom 14.06.2019.

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We­gen des wei­te­ren Be­ru­fungs­vor­brin­gens der Par­tei­en wird auf ih­re in zwei­ter In­stanz ge­wech­sel­ten Schriftsätze nebst An­la­gen und ih­re Pro­to­kollerklärun­gen Be­zug ge­nom­men.

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E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e :

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Die zulässi­ge Be­ru­fung der Be­klag­ten ist un­be­gründet. 47

I. Die Be­ru­fung ist zulässig. Ins­be­son­de­re ist sie ent­ge­gen der An­nah­me des Klägers hin­rei­chend be­gründet iSv. § 64 Abs. 6 ArbGG iVm. § 520 Abs. 3 ZPO. Dies folgt schon dar­aus, dass sie den Ge­sichts­punkt der Wi­dersprüchlich­keit des kläge­ri­schen Be­geh­rens anführt, nämlich ei­ne Ab­fin­dung we­gen der Be­en­di­gung sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses zu ver­lan­gen und sich zu­gleich wei­ter­hin ge­gen die Be­en­di­gung zu weh­ren. Hier­mit hat­te sich das an­ge­grif­fe­ne Ur­teil nicht aus­ein­an­der­ge­setzt.

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II. Die Be­ru­fung ist un­be­gründet. Das Ar­beits­ge­richt hat zu­tref­fend er­kannt, dass der Kläger ge­gen die Be­klag­te ei­nen An­spruch auf Zah­lung ei­ner So­zi­al­plan­ab­fin­dung in Höhe von 61.157,29 EUR brut­to nebst Zin­sen hat.

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1.Der Ab­fin­dungs­an­spruch ist zunächst nicht we­gen Wi­dersprüchlich­keit der vom Kläger ver­folg­ten Rechts­be­geh­ren ab­zu­wei­sen. Zwar setzt der An­spruch gemäß Ziff. 5.1 SP vor­aus, dass das Ar­beits­verhält­nis des Klägers be­en­det ist, während sich der Kläger gleich­zei­tig mit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de ge­gen die Be­en­di­gung wehrt. Doch steht die­se auf­grund des Ur­teils des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düssel­dorf vom 19.01.2018 (10 Sa 109/18, ju­ris) für die Par­tei­en und das er­ken­nen­de Ge­richt bin­dend fest. Das Ur­teil ist - un­ge­ach­tet ei­ner et­wai­gen nach­fol­gen­den Auf­he­bung durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt - zunächst for­mell rechts­kräftig; die Ver­fas­sungs­be­schwer­de ist ein außer­or­dent­li­chen Rechts­be­helf, der die Rechts­kraft des an­ge­grif­fe­nen Ur­teils nicht hemmt und die Pflicht des Un­ter­le­ge­nen, das Ur­teil zu be­fol­gen, nicht be­sei­tigt (vgl. BAG 16.04.2014 - 10 AZB 6/14, NJW 2014, 1903, Rn 7 mwN).

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Von ei­ner Aus­set­zung des Ver­fah­rens bis zur Ent­schei­dung über die Ver­fas­sungs­be­schwer­de (AZ: 1 BvR 1577/18) in ent­spre­chen­der An­wen­dung von § 148

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ZPO (vgl. da­zu BAG 16.04.2014 - 10 AZB 6/14, ju­ris, Rn. 8 mwN) hat das Ge­richt in Ausübung pflicht­gemäßen Er­mes­sens ab­ge­se­hen. An­ge­sichts des ar­beits­ge­richt­li­chen Be­schleu­ni­gungs­grund­sat­zes (§ 9 Abs. 1 ArbGG) und der Möglich­keit, im Fal­le ei­ner ent­ge­gen­ste­hen­den Ent­schei­dung über die Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses Re­sti­tu­ti­ons­kla­ge gemäß § 580 Nr. 6 ZPO zu er­he­ben (vgl. da­zu et­wa OLG Hamm 02.09.2016 - 11 U 16/16, ju­ris), stand die zu er­war­ten­de lang­fris­ti­ge­Ver­fah­rens­verzöge­rung ei­ner Aus­set­zung ent­ge­gen.

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2.Der Kläger hat An­spruch auf Zah­lung der be­tragsmäßig un­strei­ti­gen Ab­fin­dung. Dies er­gibt die Aus­le­gung des So­zi­al­plans.

52

a.So­zi­alpläne sind nach der ständi­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts als Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen ei­ge­ner Art we­gen ih­rer nor­ma­ti­ven Wir­kun­gen (§ 77 Abs. 4 Satz 1, § 112 Abs. 1 Satz 3 Be­trVG) wie Ta­rif­verträge aus­zu­le­gen. Aus­zu­ge­hen ist dem­ent­spre­chend zunächst vom Wort­laut und dem durch ihn ver­mit­tel­ten Wort­sinn. Darüber hin­aus kommt es auf den Ge­samt­zu­sam­men­hang und die Sys­te­ma­tik der Be­stim­mung an. Der So­zi­al­planzweck ist aus Wort­laut und Ge­samt­zu­sam­men­hang der Re­ge­lung zu er­sch­ließen und be­stimmt sich nicht nach den sub­jek­ti­ven Vor­stel­lun­gen ei­ner Be­triebs­par­tei. Der tatsächli­che Wil­le der Be­triebs­par­tei­en ist nur zu berück­sich­ti­gen, so­weit er im So­zi­al­plan sei­nen Nie­der­schlag ge­fun­den hat. Im Zwei­fel gebührt der­je­ni­gen Aus­le­gung der Vor­zug, die zu ei­nem sach­ge­rech­ten, zweck­ori­en­tier­ten, prak­tisch brauch­ba­ren und ge­set­zes­kon­for­men Verständ­nis der Re­ge­lung führt (vgl. BAG 13.10.2015 - 1 AZR 764/14, ju­ris, Rn. 15 mwN).

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b.Da­nach sind die vom So­zi­al­plan auf­ge­stell­ten Vor­aus­set­zun­gen des Ab­fin­dungs­an­spruchs erfüllt. Die Kündi­gung vom 24.06.2016 wird zeit­lich und in­halt­lich vom So­zi­al­plan er­fasst. Die Ab­fin­dung wi­der­spricht nicht sei­nem Zweck und un­ter­liegt nicht der An­rech­nung von Ver­zugs­lohn.

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aa.Der Kläger fällt un­ter den persönli­chen Gel­tungs­be­reich des So­zi­al­plans. Gemäß Ziff. 2.1 SP galt der So­zi­al­plan für al­le Ar­beit­neh­mer, die spätes­tens am 31.12.2006 in ei­nem un­be­fris­te­ten und un­gekündig­ten Ar­beits­verhält­nis zu U. Q., der Be­klag­ten, ge­stan­den ha­ben. Der Kläger ist 1999 bei der Be­klag­ten ein­ge­tre­ten und be­fand sich am 31.12.2006 in ei­nem un­be­fris­te­ten und un­gekündig­ten Ar­beits­verhält­nis.

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bb.Der So­zi­al­plan er­fasst ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Be­klag­ten grundsätz­lich auch zeit­lich die Kündi­gung vom 24.06.2016. Er ist nicht et­wa auf die Be­en­di­gung von Ar­beits­verhält­nis­sen bis zum 30.09.2013 be­schränkt.

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Der So­zi­al­plan selbst enthält kei­ne der­ar­ti­ge zeit­li­che Be­schränkung. Er be­zweckt den Aus­gleich der wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le aus der im In­ter­es­sen­aus­gleich ge­re­gel­ten Be­triebsände­rung, al­so der Sch­ließung des E.er Be­triebs zum 31.12.2012. So­weit der In­ter­es­sen­aus­gleich gemäß sei­ner Zif­fer 9 zum 30.09.2013 en­det, be­schränkt sich die­se zeit­li­che Be­gren­zung auf den be­son­de­ren Re­ge­lungs­ge­gen­stand des In­ter­es­sen­aus­gleichs. Bei des­sen Ab­schluss im Jahr 2007 war nicht si­cher ab­seh­bar, ob die Be­triebs­sch­ließung tatsächlich wie ge­plant zum 31.12.2012 er­fol­gen würde. Im Fal­le ei­nes - un­ge­plan­ten - Fort­be­ste­hens des Be­triebs über den 30.09.2013 hin­aus wären die Be­triebs­part­ner auf­grund der zeit­li­chen Be­gren­zung in Zif­fer 9 ge­hal­ten ge­we­sen, er­neut über die Fra­ge ei­ner et­wai­gen Be­triebsände­rung zu ver­han­deln. Ein wei­ter­ge­hen­der In­halt ist der Re­ge­lung nicht zu ent­neh­men.

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cc.Der So­zi­al­plan er­fasst die Kündi­gung vom 24.06.2016 auch in­halt­lich. Ins­be­son­de­re wur­de das Ar­beits­verhält­nis des Klägers durch die­se Kündi­gung gemäß Zif­fern 2.1 und 5.1 SP "in­fol­ge der im In­ter­es­sen­aus­gleich ge­nann­ten [ge­re­gel­ten] Be­triebsände­rung be­triebs­be­dingt be­en­det".

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Die Kündi­gung vom 24.06.2016 war ei­ne Fol­ge der Sch­ließung des E.er Be­triebs. Die­se kann nicht hin­weg­ge­dacht wer­den, oh­ne dass der Grund für die Kündi­gung ent­fie­le. Frag­lich ist al­lein, ob die vom So­zi­al­plan ge­for­der­te Kau­sal­ver­bin­dung ("in­fol­ge") auch bei ei­nem Zeit­ab­lauf von vier Jah­ren zwi­schen Sch­ließung und Kündi­gung und den zwi­schen­zeit­lich geänder­ten Umständen noch für die Be­gründung des Ab­fin­dungs­an­spruchs aus­reicht. Das wäre nicht der Fall, wenn die Kau­sal­ver­bin­dung durch ei­ne an­de­re Kau­sal­ket­te in der Wei­se über­la­gert wor­den wäre, dass - bei wer­ten­der Be­trach­tung - ein den Ab­fin­dungs­an­spruch tra­gen­der aus­rei­chen­der Zu­sam­men­hang zwi­schen Sch­ließung und Kündi­gung nicht mehr ge­ge­ben wäre. In Be­tracht käme et­wa die zwi­schen­zeit­li­che Zu­ord­nung des Klägers zu ei­nem an­de­ren Be­trieb, der so­dann sei­ner­seits von ei­ner an­de­ren Be­triebsände­rung be­trof­fen wor­den wäre.

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Ei­ne sol­che Fall­ge­stal­tung liegt in­des­sen nicht vor. Die Be­klag­te hat den Kläger un­strei­tig nicht in den N. Be­trieb ein­ge­glie­dert. Auch ist dort kei­ne wei­te­re Be­triebsände­rung ein­ge­tre­ten. Da­mit er­weist sich die Kündi­gung vom 24.06.2016 nach wie vor als un­mit­tel­ba­re Fol­ge der Sch­ließung des E.er Be­triebs. So­weit die Be­klag­te dar­auf ver­weist, dass bei der Kündi­gung vom 24.06.2016 auch et­wai­ge freie Ar­beitsplätze in ih­rem neu­en N. Be­trieb zu berück­sich­ti­gen ge­we­sen sei­en, un­ter­bricht dies den Zu­sam­men­hang nicht ent­schei­dend. Maßgeb­li­cher Grund der Kündi­gung blieb die Sch­ließung des E.er Be­triebs. Die stets ge­bo­te­ne Prüfung, ob ei­ne un­ter­neh­mens­wei­te Wei­ter­beschäfti­gung möglich ist, bil­det kei­ne neue Ur­sa­che für die Kündi­gung und ist da­her nicht ge­eig­net, den vom So­zi­al­plan ge­for­der­ten Zu­sam­men­hang ent­fal­len zu las­sen.

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dd.Die Ab­fin­dung wi­der­spricht nicht dem Zweck des So­zi­al­plans und un­ter­liegt nicht der An­rech­nung von Ver­zugs­lohn, ins­be­son­de­re auch nicht in An­se­hung der Re­ge­lun­gen in Zif­fern 4.5 und 4.6 SP.

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Zif­fer 4 ist über­schrie­ben mit "Leis­tun­gen bei An­nah­me ei­nes Ar­beits­plat­zes in an­de­ren Un­ter­neh­men" und nimmt Be­zug auf die Re­ge­lung in Zif­fer 3 SP, der ein­ge­hend die Zu­mut­bar­keit von sol­chen Ar­beitsplätzen de­fi­niert (u.a. gemäß Zif­fer 3.3 Satz 1 SP nur sol­che in­ner­halb des U. Kon­zerns und der da­ma­li­gen E. D. AG). Ei­ne Ab­fin­dung er­hal­ten gemäß Zif­fer 5.1 SP nur Ar­beit­neh­mer, de­ren Ar­beits­verhält­nis gemäß Zif­fer 2.2 SP "be­en­det" wird. Hier­zu gehört nicht die in Zif­fer 2.1 SP an­geführ­te und in Zif­fer 3 SP näher um­schrie­be­ne "Ver­la­ge­rung" des Ar­beits­plat­zes. Bei An­nah­me ei­nes sol­chen zu­mut­ba­ren Ar­beits­plat­zes entfällt ei­ne Ab­fin­dung, eben­so bei des­sen Ab­leh­nung (Zif­fer 3.1 SP). Zif­fer 4.5 und 4.6 SP re­geln die Fra­ge, ob und wel­che So­zi­al­plan­leis­tun­gen trotz Wech­sels in ein an­de­res Un­ter­neh­men gewährt wer­den, wenn das Ar­beits­verhält­nis dort als­bald er­neut be­triebs­be­dingt gekündigt wird. Ge­meint ist der Wech­sel auf ei­nen zu­mut­ba­ren Ar­beits­platz gemäß Zif­fer 3 SP. Zif­fer 4.5 SP enthält Re­ge­lun­gen für der­ar­ti­ge Kündi­gun­gen in der Zeit bis zum 31.12.2012, Zif­fer 4.6 SP für sol­che nach dem 31.12.2012. Wird im letzt­ge­nann­ten Fall in­ner­halb von 36 Mo­na­ten be­triebs­be­dingt gekündigt, erhält der Ar­beit­neh­mer, der we­gen der An­nah­me ei­nes an­de­ren Ar­beits­plat­zes zunächst kei­nen Ab­fin­dungs­an­spruch er­wor­ben hat, gleich­wohl ei­nen An­spruch auf - al­ler­dings nur an­tei­li­ge - Ab­fin­dung aus dem So­zi­al­plan. Da­ge­gen erhält ein Ar­beit­neh­mer, dem ein an­de­rer zu­mut­ba­rer Ar­beits­platz nicht an­ge­bo­ten und der aus die­sem Grund be­triebs­be­dingt ganz aus­schei­det, die Ab­fin­dung auch dann, wenn er an­der­wei­tig neue Ar­beit fin­det.

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Zif­fer 4.6 SP gewährt so­mit zwar kei­nen Ab­fin­dungs­an­spruch bei Wech­sel auf ei­nen gemäß Zif­fer 3.3 SP zu­mut­ba­ren Ar­beits­platz im U. Kon­zern oder bei der da­ma­li­gen E. D. AG, wenn die­ser Ar­beits­platz drei Jah­re un­gekündigt fort­be­steht und erst da­nach be­triebs­be­ding gekündigt wird. Er enthält aber kei­ne Re­ge­lun­gen für den - hier ge­ge­be­nen - Fall, dass dem Ar­beit­neh­mer kein zu­mut­ba­rer Ar­beits­platz an­ge­bo­ten wird, er aber auf­grund for­mel­ler Un­wirk­sam­keit der aus­ge­spro­che­nen Kündi­gung Ver­zugs­lohn­ansprüche ge­gen den bis­he­ri­gen Ar­beit­ge­ber behält. 63
Auch ei­ne ent­spre­chen­de An­wen­dung von Zif­fer 4.6 SP schei­det aus. Es be­steht be­reits kei­ne Re­ge­lungslücke, da die Rechts­fol­gen ei­ner un­wirk­sa­men Kündi­gung in § 615 BGB ge­re­gelt sind und ei­ne An­rech­nung von Ver­zugs­lohn auf So­zi­al­plan­leis­tun­gen ge­setz­lich nicht vor­ge­se­hen ist. Zu­dem sind die Fälle nicht ver­gleich­bar. Dem Kläger ist kein an­der­wei­ti­ger Ar­beits­platz gemäß Zif­fer 3 SP an­ge­bo­ten wor­den. Er wur­de be­triebs­be­dingt ent­las­sen und war ge­hal­ten, ge­gen sei­ne Kündi­gung ge­richt­lich vor­zu­ge­hen. Die Ab­fin­dungs­zah­lung hat den Zweck, wirt­schaft­li­che Nach­tei­le auf­grund der Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses zu mil­dern und dient nicht zu­gleich da­zu, den Ar­beit­ge­ber vor dem Ri­si­ko for­mell un­wirk­sa­mer Kündi­gun­gen zu schützen. Es kann des­halb nicht an­ge­nom­men wer­den, dass die Be­triebs­part­ner den im So­zi­al­plan nicht ge­re­gel­ten Fall, dass die Ar­beit­ge­be­rin auf­grund un­wirk­sa­mer Kündi­gun­gen Ver­zugs­lohn leis­ten muss, im Sin­ne ei­ner An­rech­nung des Ver­zugs­lohns auf die Ab­fin­dung re­geln woll­ten. Die­ses Ri­si­ko bleibt da­her von der Be­klag­ten zu tra­gen. 64
3.Der Zins­an­spruch be­ruht auf §§ 288 Abs. 1 S. 2, 291 BGB. 65

III. Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf den § 97 ZPO. Gründe für die Zu­las­sung der Re­vi­si­on gemäß § 72 Abs. 2 ArbGG be­stan­den nicht.

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RECH­TSMIT­TEL­BE­LEH­RUNG 67

Ge­gen die­ses Ur­teil ist ein Rechts­mit­tel nicht ge­ge­ben.

68
We­gen der Möglich­keit der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de wird auf § 72a ArbGG ver­wie­sen. 69

QueckeS­meets­Ka­pla­ner

 

 

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