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07/22a Hin­der­nis­se für die freie Be­rufs­aus­übung be­sei­tigt

Im EU-Aus­land er­wor­be­ne Be­rufs­qua­li­fi­ka­tio­nen für "re­gle­men­tier­te Heil­be­ru­fe" sol­len zur Be­rufs­aus­übung in Deutsch­land be­rech­ti­gen: Ge­setz zur Um­set­zung der Richt­li­nie 2005/36/EG des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes über die An­er­ken­nung von Be­rufs­qua­li­fi­ka­tio­nen der Heil­be­ru­fe, Ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung vom 21.05.2007
Assistenzarzt Im EU-Aus­land er­wor­be­ne Ap­pro­ba­tio­nen sol­len auch in Deutsch­land gel­ten

28.06.2007. Die Richt­li­nie 2005/36/EG vom 07.09.2005 ver­bes­ser­te die An­er­ken­nung von Be­rufs­qua­li­fi­ka­tio­nen, die in an­de­ren Mit­glied­staa­ten er­wor­ben wur­den, für Mil­lio­nen von EU-Bür­gern ent­schei­dend.

Mit die­ser Richt­li­nie wur­den Hin­der­nis­se im Be­reich des frei­en Per­so­nen- und Dienst­leis­tungs­ver­kehrs zwi­schen den Mit­glied­staa­ten be­sei­tigt. Aus­nah­men wer­den nur im Be­reich der Wah­rung der öf­fent­li­chen Ge­sund­heit und Si­cher­heit so­wie dem Ver­brau­cher­schutz zu­ge­las­sen.

Die EU-Mit­glied­staa­ten sind zur Um­set­zung in na­tio­na­les Recht bis zum 20.10.2007 ver­pflich­tet.

Da­her hat die Bun­des­re­gie­rung am 21.05.2007 ei­nen Ge­setz­ent­wurf vor­ge­legt, mit der die o.g. Richt­li­nie in deut­sches Recht um­ge­setzt wer­den soll.

In dem Ent­wurf ist vor­ge­se­hen, dass al­le Staats­an­ge­hö­ri­gen ei­nes Mit­glied­staa­tes ei­nen re­gle­men­tier­ten Heil­be­ruf in ei­nem an­de­ren Mit­glied­staat, als in dem sie ih­re be­ruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on er­wor­ben ha­ben, aus­üben kön­nen. Der Ge­set­zes­ent­wurf dient aus­schließ­lich der Richt­li­ni­en­um­set­zung. Es soll den in ei­nem Mit­glied­staat nie­der­ge­las­se­nen EU-An­ge­hö­ri­gen er­mög­licht wer­den - vor­über­ge­hend oder ge­le­gent­lich - in Deutsch­land Dienst­leis­tun­gen zu er­brin­gen und zwar grund­sätz­lich oh­ne not­wen­di­ge An­er­ken­nung der Qua­li­fi­ka­ti­on.

Der Ge­setz­ent­wurf sieht fol­gen­de we­sent­li­che Än­de­run­gen und Neu­re­ge­lun­gen vor:

  • Das Heil­be­rufs­ge­setz wird no­vel­liert.
  • Zu­stän­di­ge Stel­len wer­den für die Her­aus­ga­be elek­tro­ni­scher Heil­be­rufs­aus­wei­se be­stellt.
  • Die be­rufs­stän­di­schen Ver­sor­gungs­wer­ke der Heil­be­ru­fe er­hal­ten Teil­rechts­fä­hig­keit.
  • Die Zu­stän­dig­keit für die Be­rufs­bil­dung in der nicht-länd­li­chen Haus­wirt­schaft wer­den ge­re­gelt.
  • Ei­ne Mel­de­pflicht für Ärz­te, die Früh­er­ken­nungs­un­ter­su­chun­gen bei Kin­dern im Al­ter von ei­nem hal­ben Jahr bis zu fünf­ein­halb Jah­ren durch­füh­ren wird ein­ge­führt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 30. Dezember 2013

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Christoph Hildebrandt
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