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ARBEITSRECHT AKTUELL // 11/067

Ge­setz zur An­er­ken­nung aus­län­di­scher Ab­schlüs­se

Im Aus­land er­wor­be­ne Be­rufs­qua­li­fi­ka­tio­nen sol­len ra­scher an­er­kannt wer­den: Ge­set­zes­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung vom 23.03.2011
Assistenzarzt Der Fach­kräf­te­man­gel zwingt zum Um­den­ken
05.04.2011. In Deutsch­land feh­len Fach­kräf­te aus den Be­rei­chen Ma­the­ma­tik, In­for­ma­tik, Na­tur­wis­sen­schaft und Tech­nik. Zum Teil könn­te die­ser Man­gel durch qua­li­fi­zier­te Zu­wan­de­rer aus­ge­gli­chen wer­den. Doch vie­le kön­nen ih­re in an­de­ren Län­dern er­wor­be­nen Qua­li­fi­ka­tio­nen und Ab­schlüs­se in Deutsch­land nicht nut­zen, weil es kei­ne ein­heit­li­che Be­wer­tungs­ver­fah­ren und Be­wer­tungs­maß­stä­ben gibt. Die Bun­des­re­gie­rung hat nun ei­nen Ge­set­zes­ent­wurf vor­ge­legt, der das Pro­blem be­he­ben soll.

Nach dem "Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Ver­bes­se­rung der Fest­stel­lung und An­er­ken­nung im Aus­land er­wor­be­ner Be­rufs­qua­li­fi­ka­tio­nen" hat je­der Bür­ger mit ei­nem aus­län­di­schen Ab­schluss ei­nen An­spruch auf Prü­fung sei­ner Qua­li­fi­ka­ti­on. In­ner­halb von nur drei Mo­na­ten sol­len die je­weils zu­stän­di­gen Be­hör­den und Kam­mern über­prü­fen, ob die Be­rufs­qua­li­fi­ka­ti­on ei­nem in­län­di­schen Be­ruf gleich­wer­tig ist. Da­bei kann ne­ben der Aus­bil­dung auch Be­rufs­er­fah­rung ent­schei­dend sein.

Feh­len Teil­qua­li­fi­ka­tio­nen, muss der An­trag­stel­ler in­for­miert wer­den, da­mit er sich nach­qua­li­fi­zie­ren kann. Das neue Ver­fah­ren soll für al­le Be­ru­fe gel­ten, die vom Bund ge­re­gelt wer­den dür­fen. Da­mit ist erst­mals auch für Aus­bil­dungs­be­ru­fe nach dem Be­rufs­aus­bil­dungs­ge­setz (BBiG) und der Hand­werks­ord­nung ein Prü­fungs­an­spruch ge­plant. Au­ßer­dem soll es ei­ne zen­tra­le Te­le­fon-Hot­line für Mi­gran­ten ge­ben, die beim Weg durch den "Ver­fah­rens­dschun­gel" hilft.

Fa­zit: Nach lan­gem Hin und Her hat die Bun­des­re­gie­rung end­lich ei­nen er­folg­ver­spre­chen­den Ge­setz­ent­wurf vor­ge­legt. Sie rech­net mit bis zu 285.000 An­trag­stel­lern. Vor al­lem hofft man auf Me­di­zi­ner und qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te aus dem Ge­sund­heits- und Pfle­ge­be­reich. Ge­ra­de hier fehlt Per­so­nal. Zwar wer­den auch Leh­rer, So­zi­al­be­ru­fe und In­ge­nieu­re drin­gend be­nö­tigt. Für das Recht die­ser Be­ru­fe sind je­doch die Bun­des­län­der zu­stän­dig.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. September 2016

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