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ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/267

Ver­bes­se­run­gen bei der fi­nan­zi­el­len För­de­rung der be­ruf­li­chen Fort­bil­dung

Die Bun­des­re­gie­rung möch­te die be­ruf­li­che Fort­bil­dung auf der Grund­la­ge des AFBG stär­ker als bis­her fi­nan­zi­ell för­dern.
Einstiegsgehalt für Absolventen, Studium, Akademiker

03.12.2019. Das Auf­stiegs­fort­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz (AFBG) er­mög­licht es den Bun­des­län­dern, Fort­bil­dun­gen mit dem Ziel des be­ruf­li­chen Auf­stiegs im Ein­zel­fall fi­nan­zi­ell zu un­ter­stüt­zen, und zwar durch Bei­trä­ge zu den Kos­ten der Fort­bil­dungs­maß­nah­men und durch fi­nan­zi­el­le Hil­fen zum Le­bens­un­ter­halt.

Da­bei sind die Leis­tun­gen zum Le­bens­un­ter­halt nach­ran­gig, d.h. sie wer­den nur ge­währt, so­weit die er­for­der­li­chen Mit­tel nicht schon an­der­wei­tig zur Ver­fü­gung ste­hen (§ 1 AFBG).

Ge­för­dert wer­den Fort­bil­dungs­zie­le, die in der Hand­werks­ord­nung und im Be­rufs­bil­dungs­ge­setz fest­ge­legt sind, wo­bei die Fort­bil­dungs­maß­nah­men so­wohl bei öf­fent­li­chen als auch bei pri­va­ten An­bie­tern durch­lau­fen wer­den kön­nen (§ 2 Abs.1 AFBG). Die För­de­rungs­höchst­dau­er be­trägt vier Jah­re bei Teil­zeit­maß­nah­men und zwei Jah­re bei Voll­zeit­maß­nah­men (§ 11 AFBG).

Die Kos­ten für die Fort­bil­dungs­för­de­rung auf der Grund­la­ge des AFBG tei­len sich Bund und Län­der im Ver­hält­nis von 78 Pro­zent (Bund) zu 22 Pro­zent (Bun­des­län­der), § 28 Abs.1 AFBG.

Mit ih­rem Ge­setz­ent­wurf vom 18.11.2019 (Bun­des­tag Drucks. 19/15273) möch­te die Bun­des­re­gie­rung die Leis­tun­gen des AFBG ver­bes­sern und die För­der­mög­lich­kei­ten er­wei­tern.

Da­durch sol­len mehr Fort­bil­dungs­wil­li­ge ge­won­nen wer­den. Ins­ge­samt rech­net die Re­gie­rung mit et­wa 17.000 zu­sätz­li­chen För­der­fäl­len und da­her mit jähr­li­chen Mehr­kos­ten von 130 Mio. EUR (in 2020) bzw. von 312 Mio. EUR (ab 2021), die sich Bund und Län­der nach dem bis­he­ri­gen Ver­tei­lungs­schlüs­sel von 78 zu 22 Pro­zent auf­tei­len sol­len (Bun­des­tag Drucks. 19/15273, S.3).

An kon­kre­ten Leis­tungs­ver­bes­se­run­gen ist z.B. ge­plant, dass der Zu­schussan­teil zum Un­ter­halts­bei­trag für Voll­zeit­ge­för­der­te von bis­her 50 Pro­zent zu ei­nem Voll­zu­schuss er­höht wird, dass der Kin­der­be­treu­ungs­zu­schlag für Al­lein­er­zie­hen­de von 130,00 EUR auf 150,00 EUR an­ge­ho­ben wird und dass ein hö­he­rer An­teil zu den Maß­nah­me­kos­ten bei­ge­steu­ert wird.

Wer ein Dar­le­hen er­hält, soll die­ses künf­tig nur noch zur Hälf­te (statt bis­her zu 60 Pro­zent) zu­rück­zah­len, wenn er die Prü­fung be­steht (sog. Be­ste­hen­ser­lass). Au­ßer­dem sol­len die im Som­mer 2019 be­schlos­se­nen BAFöG-Ver­bes­se­run­gen auf die Per­so­nen über­tra­gen wer­den, die an Auf­stiegs­fort­bil­dun­gen nach dem AFBG teil­neh­men.

Schließ­lich wird der Um­kreis der för­de­rungs­fä­hi­gen Fort­bil­dungs­zie­le er­wei­tert.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. Juli 2020

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