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LAG Hamm, Ur­teil vom 12.04.2011, 19 Sa 1963/10

   
Schlagworte: Annahmeverzug
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Hamm
Aktenzeichen: 19 Sa 1963/10
Typ: Urteil
Entscheidungsdatum: 12.04.2011
   
Leitsätze: Einem Anspruch des Arbeitnehmers aus Annahmeverzug des Arbeitgebers steht die Unzumutbarkeit der Entgegennahme der Arbeitsleistung wegen einer Vielzahl von erheblichen Untreuehandlungen über einen langen Zeitraum entgegen.
Vorinstanzen: Arbeitsgericht Bielefeld, Urteil vom 09.04.2010, 4 Ca 639/09,
nachgehend:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 16.04.2014, 5 AZR 736/11
   

Lan­des­ar­beits­ge­richt Hamm, 19 Sa 1963/10


Te­nor: 

1) Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Bie­le­feld vom 09.04.2010, AZ.: 4 Ca 639/09, wird zurück­ge­wie­sen.

2) Die Kos­ten des Be­ru­fungs­ver­fah­rens trägt der Kläger.

3) Die Re­vi­si­on ge­gen das Ur­teil wird zu­ge­las­sen.

 


Tat­be­stand 1

Die Par­tei­en strei­ten über Lohn­ansprüche des Klägers für die Mo­na­te No­vem­ber 2008 bis Sep­tem­ber 2009.

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Der 1950 ge­bo­re­ne Kläger ist le­dig. Er war seit dem 01.04.1977 als kaufmänni­scher Mit­ar­bei­ter zur Un­terstützung der Geschäfts­lei­tung bei der Be­klag­ten beschäftigt. Grund­la­ge des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses war ein An­stel­lungs­ver­trag vom 03.02.1977. Nach Zif­fer 11.1 des An­stel­lungs­ver­tra­ges soll­te der Kläger bei Eig­nung zu ge­ge­be­ner Zeit das Auf­ga­ben­ge­biet des da­ma­li­gen Pro­ku­ris­ten N1 über­neh­men. Ihm wur­de mit Wir­kung vom 24.07.1981 Pro­ku­ra er­teilt, die bis zu de­ren Ent­zug am 07.06.2006 be­stand.

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Zu­letzt war der Kläger tätig als Lei­ter Buch­hal­tung/Fi­nan­zen/Per­so­nal. Sei­ne Vergütung be­lief sich am En­de der ak­ti­ven Tätig­keit auf 7.951,00 € brut­to.

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Die Be­klag­te stellt ge­werbsmäßig Trans­port­geräte her. Bei ihr sind ca. 55 Ar­beit­neh­mer beschäftigt. Es be­steht ein Be­triebs­rat.

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Im Jahr 2003 stell­te die Be­klag­te fest, dass der Kläger ei­nen Be­trag in Höhe von min­des­tens 280.568,95 € brut­to aus ih­rem Vermögen an sich ge­nom­men hat­te. Der Kläger ge­stand die Ta­ten ein, er gab dies­bezüglich am 04.03.2003 ein no­ta­ri­el­les Schuld­an­er­kennt­nis ab. Nach Zif­fer II. des no­ta­ri­el­len Ver­tra­ges war die Be­klag­te be­rech­tigt, den pfänd­ba­ren Teil des

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Ar­beits­ein­kom­mens des Klägers ein­zu­be­hal­ten und mit Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen zu ver­rech­nen.

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We­gen der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des no­ta­ri­el­len Ver­tra­ges wird auf die zu den Ak­ten ge­reich­te Ko­pie (BI. 66 ff d.A.) ver­wie­sen.

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Auf­grund des Ein­geständ­nis­ses der Ta­ten sei­tens des Klägers und be­kun­de­ter Reue wur­de der Kläger in der Fol­ge­zeit wei­ter­beschäftigt.

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Der Kläger verfügte über um­fas­sen­de Kon­to­voll­macht. Die Be­klag­te ließ sich ab dem Jahr 2003 den Großteil der vom Kläger ge­fer­tig­ten Über­wei­sun­gen vor­le­gen. Das be­traf nicht Spe­sen­ab­rech­nun­gen über klei­ne­re Beträge.

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Der Be­klag­ten wur­de am 05.04.2007 ein Pfändungs- und Über­wei­sungs­be­schluss der Spar­kas­se H1 über 48.900,00 € zu­ge­stellt. Dar­auf­hin führ­te die Be­klag­te am 20.04.2007 ein Gespräch mit dem Kläger über den Ab­schluss ei­nes Auf­he­bungs­ver­tra­ges. Nach­dem der Kläger ein ent­spre­chen­des An­ge­bot ab­ge­lehnt hat­te, stell­te die Be­klag­te den Kläger von der Ver­pflich­tung zur Er­brin­gung der Ar­beits­leis­tung frei.

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En­de April 2007 stell­te ei­ne Mit­ar­bei­te­rin der Buch­hal­tung fest, dass auf dem Lohn- und Ge­halts­kon­to für die Jah­re 2005 und 2006 Dif­fe­ren­zen be­stan­den und für Sam­melüber­wei­sun­gen über Spe­sen­aus­zah­lun­gen Ori­gi­nal­be­le­ge fehl­ten.

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So hat­te der Kläger un­ter dem 20.12.2006 ei­ne Sam­melüber­wei­sung über ei­nen Be­trag in Höhe von 1.766,00 € durch­geführt. Ein Be­trag in Höhe von 1.488,00 € be­traf ei­ne Spe­sen­zah­lung an den Mit­ar­bei­ter L1 und ein wei­te­rer Be­trag in Höhe von 288,00 € ei­ne Spe­sen­zah­lung an den Mit­ar­bei­ter W1. Ei­ne Nach­fra­ge bei der Post­bank er­gab, dass der Be­trag in Höhe von 1.488,00 € auf dem Kon­to des Klägers gut­ge­schrie­ben wor­den war.

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Am 14.02.2007 hat­te der Kläger ei­ne Sam­melüber­wei­sung über ei­nen Be­trag in Höhe von 2.409,00 € über das Kon­to der Be­klag­ten bei der D2 Bank durch­geführt. Nach dem Aus­ga­be­pro­to­koll han­del­te es sich um drei Über­wei­sun­gen von Spe­sen­zah­lun­gen, und zwar ei­ne Spe­sen­zah­lung über 234,00 € so­wie ei­ne wei­te­re Spe­sen­zah­lung in Höhe von 1.675,00 € an den Mit­ar­bei­ter L1 und schließlich ei­ne Nach­zah­lung in Höhe von 500,00 an den Mit­ar­bei­ter W1. Nach­for­schun­gen bei der D2 Bank er­ga­ben, dass der Be­trag in Höhe von 1.675,00 € nicht dem Kon­to des Mit­ar­bei­ters L1, son­dern dem Kon­to des Klägers gut­ge­schrie­ben wur­de.

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Dar­auf­hin hörte die Be­klag­te am 09.05.2007 den Be­triebs­rat zu ei­ner be­ab­sich­tig­te frist­lo­sen Kündi­gung des mit dem Kläger be­gründe­ten Ar­beits­verhält­nis­ses an, zu der die­ser noch am 09.05.2007 Stel­lung nahm. Die Be­klag­te erklärte mit Schrei­ben vom 10.05.2007 die außer­or­dent­li­che frist­lo­se, so­wie vor­sorg­lich frist­ge­rech­te Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses. Die ge­gen die Kündi­gung beim Ar­beits­ge­richt Bie­le­feld er­ho­be­ne Kla­ge (4 Ca 1239/07) wur­de mit Ur­teil vom 06.12.2008 ab­ge­wie­sen. In dem Be­ru­fungs­ver­fah­ren be­tref­fend die­se Kündi­gung mit dem Ak­ten­zei­chen 16 Sa 559/08 wur­de die Kündi­gungs­schutz­kla­ge mit Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Hamm vom 30.10.2008 ab­ge­wie­sen un­ter Hin­weis auf ei­ne feh­ler­haf­te Anhörung des Be­triebs­ra­tes.

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Nach Aus­spruch der Kündi­gung vom 10.05.2007 stell­te die Be­klag­te wei­te­re Re­cher­chen an, bei de­nen sich her­aus­stell­te, dass wei­te­re Über­wei­sun­gen dem Kon­to des Klägers gut­ge­schrie­ben wor­den wa­ren. So wur­den dem Kon­to des Klägers in der Zeit vom 18.11.2005 bis 12.01.2007 bei der Post­bank 10.826,30 € gut­ge­schrie­ben, die in den Un­ter­la­gen der Be­klag­ten als Spe­sen für die Mit­ar­bei­ter L1 und W1 aus­ge­wie­sen wa­ren. Des Wei­te­ren war bei zwei wei­te­ren im März und April auf dem Kon­to des Klägers gut­ge­schrie­be­ne Beträge in Höhe von ins­ge­samt 4.831,00 € als Zah­lungs­empfänger der Mit­ar­bei­ter L1 an­ge­ge­ben wor­den. Der Kläger räum­te dies­bezüglich wei­te­re straf­recht­lich re­le­van­te Ver­feh­lun­gen nicht ein.

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Mit Schrei­ben vom 14.08.2007 hörte die Be­klag­te den Be­triebs­rat dar­auf­hin zu ei­ner von ihr be­ab­sich­tig­ten Tat- und Ver­dachtskündi­gung an. Der Be­triebs­rat nahm am 15.08.2007abschließend zur Kündi­gungs­ab­sicht Stel­lung. Mit Schrei­ben vom 15.08.2007 kündig­te die Be­klag­te das Ar­beits­verhält­nis er­neut frist­los. Die da­ge­gen er­ho­be­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge wies das Ar­beits­ge­richt Bie­le­feld durch Ur­teil vom 06.02.2008 in dem Ver­fah­ren 4 Ca 2259/07 ab. Auf die ge­gen das Ur­teil ge­rich­te­te Be­ru­fung des Klägers wur­de durch Ur­teil vom 30.10.2008 in dem dies­bezügli­chen Ver­fah­ren beim LAG Hamm 16 Sa 560/08 das Ur­teil auf­ge­ho­ben und der Fest­stel­lungs­kla­ge statt­ge­ge­ben. Die Kündi­gung wur­de eben­falls we­gen feh­ler­haf­ter Anhörung des Be­triebs­ra­tes für un­wirk­sam erklärt.

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Die Kla­ge hin­sicht­lich ei­nes in die­sem Ver­fah­ren gel­tend ge­mach­ten An­spruchs auf Wei­ter­beschäfti­gung hat­te in bei­den In­stan­zen kei­nen Er­folg. Ein An­spruch auf Beschäfti­gung bis zum rechts­kräfti­gen Ab­schluss des Kündi­gungs­schutz­ver­fah­rens wur­de mit der Be­gründung ab­ge­lehnt, dass der Be­klag­ten auf­grund er­heb­li­cher Straf­ta­ten des Klägers zu ih­ren Las­ten die Beschäfti­gung un­zu­mut­bar sei.

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Die Be­klag­te er­stat­te­te am 29.06.2007 Straf­an­zei­ge ge­gen den Kläger. 18

Nach Ab­schluss ei­nes ent­spre­chen­den Er­mitt­lungs­ver­fah­rens — 41 Js 666/07 — er­hob die Staats­an­walt­schaft Bie­le­feld un­ter dem 21.05.2008 An­kla­ge vor dem Amts­ge­richt Bie­le­feld ge­gen den Kläger. Dar­in wur­den dem Kläger 74 im Ein­zel­nen auf­geführ­te Ta­ten zur Last ge­legt be­tref­fend den Vor­wurf, Be­fug­nis­se über frem­des Vermögen zu verfügen, miss­braucht zu ha­ben.

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Mit Be­schluss vom 18.11.2008 ließ das Amts­ge­richt Bie­le­feld — 10 Ds 41 Js 666/07-832/08 — die An­kla­ge der Staats­an­walt­schaft zur Haupt­ver­hand­lung zu und eröff­ne­te das Haupt­ver­fah­ren ge­gen den Kläger.

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Am 19.11.2008 hörte die Be­klag­te dar­auf­hin den Be­triebs­rat zu ei­ner von ihr be­ab­sich­tig­ten or­dent­li­chen Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses an. Nach Kennt­nis­er­lan­gung von der Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens ge­gen den Kläger hörte die Be­klag­te den Be­triebs­rat darüber hin­aus am 24.11.2008 zu ei­ner wei­te­ren von ihr be­ab­sich­tig­ten außer­or­dent­lich frist­lo­sen Kündi­gung aus wich­ti­gem Grund an. Zur Be­gründung führ­te die Be­klag­te im We­sent­li­chen un­ter Be­zug­nah­me auf die Anhörungs­un­ter­la­gen zu den vor­an­ge­gan­ge­nen frist­lo­sen Kündi­gun­gen aus, dass mit der Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens ge­gen den Kläger ein neu­er Kündi­gungs­sach­ver­halt vor­lie­ge, von dem sie am 20.11.2008 Kennt­nis er­langt ha­be. Der Be­triebs­rat stimm­te am 19.11.2008 bzw. 24.11.2008 so­wohl ei­ner frist­gemäßen als auch ei­ner frist­lo­sen Kündi­gun­gen zu.

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Mit Schrei­ben vom 25.11.2008 kündig­te die Be­klag­te das Ar­beits­verhält­nis außer­or­dent­lich und frist­los mit so­for­ti­ger Wir­kung hilfs­wei­se frist­ge­recht zum 30.06.2009. Bei der frist­lo­sen Kündi­gung han­delt es sich so­wohl um ei­ne Tat- als auch um ei­ne Ver­dachtskündi­gung.

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Der ge­gen die Kündi­gung ge­rich­te­ten Kla­ge (4 Ca 3634/08, Ar­beits­ge­richt Bie­le­feld) wur­de statt­ge­ge­ben. Die Be­ru­fung ge­gen das Ur­teil wur­de in dem beim LAG Hamm anhängi­gen Be­ru­fungs­ver­fah­ren — AZ: 5 Sa 1076/09 - zurück­ge­wie­sen.

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Die frist­lo­se Kündi­gung wur­de mit der Be­gründung für un­wirk­sam be­fun­den, dass die Zwei­wo­chen­frist des § 626 Abs. 2 BGB nicht ein­ge­hal­ten wor­den sei. Der Lauf der Frist ha­be nicht erst mit Kennt­nis­nah­me von der Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens be­gon­nen. Die Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens stel­le im Ver­gleich zur An­kla­ge­er­he­bung kei­nen Um­stand dar, der die Zwei­wo­chen­frist er­neut in Gang set­zen könne. Sie ver­mitt­le ins­be­son­de­re auch im Hin­blick auf die An­for­de­run­gen an ei­nen Ver­dacht als Vor­aus­set­zung für die Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens kei­ne ver­tie­fen­den und si­che­re­ren Er­kennt­nis­se im Hin­blick auf den Tat­vor­wurf.

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Die frist­gemäße Kündi­gung wur­de für un­wirk­sam be­fun­den, weil der Kläger gemäß der an­wend­ba­ren Be­stim­mung des § 20 Ziff. 4 MW der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie NRW unkünd­bar sei.

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Am 24.08.2009 fand vor dem Amts­ge­richt Bie­le­feld die Haupt­ver­hand­lung ge­gen den Kläger statt. In dem Ter­min be­an­trag­te letzt­lich die Staats­an­walt­schaft ei­ne Ge­samt­frei­heits­stra­fe von ei­nem Jahr und zehn Mo­na­ten oh­ne Bewährung und Frei­spre­chung in drei er­ho­be­nen An­kla­ge­punk­ten. Der Ver­tei­di­ger be­an­trag­te eben­falls Frei­spruch in drei An­kla­ge­punk­ten und ei­ne Frei­heits­stra­fe von zehn Mo­na­ten un­ter Aus­set­zung zur Bewährung. Der Kläger wur­de we­gen Un­treue zum Nach­teil der Be­klag­ten in 67 Fällen zu ei­ner Ge­samt­frei­heits­stra­fe von ei­nem Jahr und fünf Mo­na­ten ver­ur­teilt. Es wur­de als er­wie­sen er­ach­tet, dass der Kläger vom Fir­men­kon­to der Be­klag­ten auf sei­ne Pri­vat­kon­ten rechts­wid­rig Beträge in ei­ner Ge­samthöhe von 44.061,54 € über­wie­sen hat­te.

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Der Geschäftsführer der Be­klag­ten M1 v1 B4 und der Pro­zess­be­vollmäch­tig­te der Be­klag­ten wa­ren eben­falls bei der Ur­teils­verkündung an­we­send.

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Noch am 24.08.2009 be­an­trag­te die Be­klag­te die Über­sen­dung des Ver­hand­lungs­pro­to­kolls und des Straf­ur­teils ge­gen den Kläger. Bei­des wur­de der Be­klag­ten am 11.09.2009 zugäng­lich ge­macht.

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Die Be­klag­te hörte den Be­triebs­rat un­ter dem 18.09.2009 er­neut zur Ab­sicht des Aus­spruchs ei­ner frist­lo­sen Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses an. Zur Be­gründung führ­te sie als ei­nen neu­en Sach­ver­halt die Ver­ur­tei­lung des Klägers an und wies wei­ter dar­auf hin, dass durch die Ein­las­sung und den An­trag des Straf­ver­tei­di­gers der Kläger in­zi­den­ter die Vorwürfe ein­geräumt ha­be.

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Der Be­triebs­rat erklärte noch un­ter dem 18.09.2009, ge­gen die Kündi­gung kei­ne Be­den­ken zu ha­ben.

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Mit Schrei­ben vom 22.09.2009 erklärte die Be­klag­te ei­ne frist­lo­se Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses.

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Die Wirk­sam­keit der Kündi­gung und die Lohn­ansprüche für den Zeit­raum von Ok­to­ber 2009 bis De­zem­ber 2009 wa­ren Ge­gen­stand des Ver­fah­rens beim Ar­beits­ge­richt Bie­le­feld mit dem Ak­ten­zei­chen 4 Ca 3359/09 und beim LAG Hamm mit dem Ak­ten­zei­chen 19 Sa 1951/10. Das Ar­beits­ge­richt hat der Kündi­gungs­schutz­kla­ge statt­ge­ge­ben, weil die Zwei­wo­chen­frist des § 626 Abs. 2 BGB versäumt wor­den sei. Die Zah­lungs­kla­ge hat es we­gen ei­ner Un­zu­mut­bar­keit der Lohn­zah­lung ab­ge­wie­sen. In zwei­ter In­stanz wur­de auf die Be­ru­fung der Be­klag­ten das Ur­teil be­tref­fend die Ab­wei­sung der Fest­stel­lungs­kla­ge durch Ur­teil vom 12.04.2011 ab­geändert und die Fest­stel­lungs­kla­ge ab­ge­wie­sen. Die Be­ru­fung des Klägers be­tref­fend die Ab­wei­sung der Lohn­zah­lungs­kla­ge wur­de zurück­ge­wie­sen.

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Die Be­klag­te erklärte un­ter dem 04.12.2009 ge­genüber dem Kläger ei­ne wei­te­re Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses, die sie als frist­lo­se Kündi­gung auf den Vor­wurf stütz­te, der Kläger ha­be ge­genüber sei­nem Steu­er­be­ra­ter dis­kre­di­tie­ren­de Äußerun­gen über sie ab­ge­ge­ben. Da­ge­gen wand­te sich der Kläger mit der Kündi­gungs­schutz­kla­ge in dem beim Ar­beits­ge­richt Bie­le­feld anhängi­gen Ver­fah­ren mit Ak­ten­zei­chen 4 Ca 4094/09. Ge­gen­stand die­ses Ver­fah­rens wa­ren zu­gleich Lohn­ansprüche des Klägers für die Mo­na­te Ja­nu­ar bis März 2010. Das Ar­beits­ge­richt wies mit Ur­teil vom 23.06.2010 die Zah­lungs­kla­ge ab und stell­te im Übri­gen fest, dass das Ar­beits­verhält­nis durch die Kündi­gung vom 04.12.2009 nicht auf­gelöst wor­den sei.

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Ge­gen das Ur­teil leg­te der Kläger, nicht aber die Be­klag­te Be­ru­fung ein. Den­noch ging das Ge­richt auf­grund be­son­de­rer Umstände da­von aus, dass der Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses am 04.12.2009 da­mit nicht zwin­gend fest­ste­he und durch die vor­an­ge­gan­ge­ne Kündi­gung vom 22.09.2009 das Ar­beits­verhält­nis be­en­det hat (Ver­fah­ren 19 Sa 1951/10).

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Die Be­ru­fung des Klägers wur­de durch Ur­teil vom 12.04.2011 in dem Ver­fah­ren 35

19 Sa 1959/10 zurück­ge­wie­sen.

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Mit der am 24.02.2009 ein­ge­gan­ge­nen Kla­ge hat der Kläger die nun­mehr in dem streit­ge­genständ­li­chen Be­ru­fungs­ver­fah­ren anhängi­gen Lohn­ansprüche für die Zeit von No­vem­ber 2008 bis ein­sch­ließlich Sep­tem­ber 2009 gel­tend ge­macht.

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Er hat die An­sicht ver­tre­ten, der Lohn­an­spruch er­ge­be sich aus dem Ge­sichts­punkt des An­nah­me­ver­zu­ges gem. § 615 BGB. Die Be­klag­te sei mit der An­nah­me der Ar­beits­leis­tung in Ver­zug ge­ra­ten, da die aus­ge­spro­che­nen Kündi­gun­gen vom 10.05.2007, 15.08.2007 und 25.11.2008 rechts­kräftig für un­wirk­sam be­fun­den wor­den sei­en. Das gel­te we­gen der Un­wirk­sam­keit der Kündi­gung vom 22.09.2009 auch für den ge­sam­ten Mo­nat Sep­tem­ber 2009.

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Der Kläger hat be­an­tragt: 39

1. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat No­vem­ber 2008 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 11.167,33 zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. an ei­nem evtl. Drittgläubi­ger aus­zu­zah­len;

40
hilfs­wei­se 41
im We­ge der Stu­fen­kla­ge 42
in der 1. Stu­fe 43

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat No­vem­ber 08 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

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in der 2. Stu­fe 45

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.12.08 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

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äußerst hilfs­wei­se 47

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat No­vem­ber 2008 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 11.167,33 € ist.

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2. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat De­zem­ber 2008 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 7.724,62 € zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. an ei­nem evtl. Drittgläubi­ger aus­zu­zah­len; 49
hilfs­wei­se 50
Im We­ge der Stu­fen­kla­ge 51
in der 1. Stu­fe 52

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat De­zem­ber 08 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

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in der 2. Stu­fe 54

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.01.09 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen

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er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

55
äußerst hilfs­wei­se 56

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat De­zem­ber 2008 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 7.724,62 € ist.

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3. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat Ja­nu­ar 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 7.214,62 zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. an ei­nem evtl. Drittgläubi­ger aus­zu­zah­len;

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hilfs­wei­se 59
Im We­ge der Stu­fen­kla­ge in der 1. Stu­fe 60

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat Ja­nu­ar 09 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

61
in der 2. Stu­fe 62

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.02.09 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

63
äußerst hilfs­wei­se 64

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat Ja­nu­ar 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 7.214,62 € ist.

65

4. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat Fe­bru­ar 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 7.365,46 zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. an ei­nem evtl. Drittgläubi­ger aus­zu­zah­len;

66
hilfs­wei­se 67
Im We­ge der Stu­fen­kla­ge 68
in der 1. Stu­fe 69

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat Fe­bru­ar 09 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

70
in der 2. Stu­fe 71

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.03.09 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

72

äußerst hilfs­wei­se

6/19


73

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat Fe­bru­ar 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 7.365,46 € ist.

74

5. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat März 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 7.365,46 zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. an ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

75
hilfs­wei­se 76
Im We­ge der Stu­fen­kla­ge 77
in der 1. Stu­fe 78

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat März 09 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

79
in der 2. Stu­fe 80

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.04.09 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

81
äußerst hilfs­wei­se 82

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat März 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 7.365,46 € ist.

83

6. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat April 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 7.365,46 zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw.an ei­nem evtl. Drittgläubi­ger aus­zu­zah­len;

84
hilfs­wei­se 85
Im We­ge der Stu­fen­kla­ge 86
in der 1. Stu­fe 87

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat April 09 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

88
in der 2. Stu­fe 89

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.05.09 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

90
äußerst hilfs­wei­se 91

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat April 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 7.365,46 € ist.

92

7. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat Mai 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 7.519,48 zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. an ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

93

hilfs­wei­se

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94
Im We­ge der Stu­fen­kla­ge 95
in der 1. Stu­fe 96

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat Mai 09 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

97
in der 2. Stu­fe 98

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.06.09 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

99
äußerst hilfs­wei­se 100

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat Mai 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 7.519,48 € ist.

101

8. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat Ju­ni 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 7.519,48 zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. an ei­nem evtl. Drittgläubi­ger aus­zu­zah­len;

102
hilfs­wei­se 103
Im We­ge der Stu­fen­kla­ge 104
in der 1. Stu­fe 105

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat Ju­ni 09 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

106
in der 2. Stu­fe 107

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.07.09 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

108
äußerst hilfs­wei­se 109

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat Ju­ni 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 7.519,48 € ist.

110

9. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat Ju­li 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 12.391,49 zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. an ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

111
hilfs­wei­se 112
Im We­ge der Stu­fen­kla­ge 113
in der 1. Stu­fe 114

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat Ju­li 09 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

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115
in der 2. Stu­fe 116

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.08.09 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

117
äußerst hilfs­wei­se 118

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat Ju­li 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 12.391,49 € ist.

119

10. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat Au­gust 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 7.519,48 zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. an ei­nem evtl. Drittgläubi­ger aus­zu­zah­len;

120
hilfs­wei­se 121
Im We­ge der Stu­fen­kla­ge 122
in der 1. Stu­fe 123

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat Au­gust 09 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

124
in der 2. Stu­fe 125

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.09.09 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

126
äußerst hilfs­wei­se 127

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat Au­gust 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 7.519,48 € ist.

128

11. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, für den Mo­nat Sep­tem­ber 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von Eu­ro 7.641,48 zu Guns­ten des Klägers ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. an ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

129
hilfs­wei­se 130
Im We­ge der Stu­fen­kla­ge 131
in der 1. Stu­fe 132

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger ei­ne Ge­halts­ab­rech­nung für den Mo­nat Sep­tem­ber 09 zu er­tei­len und die­se an den Kläger her­aus­zu­ge­ben und da­nach

133
in der 2. Stu­fe 134

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger nebst Zin­sen in Höhe von 5 % über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 01.10.09 die sich aus den Ge­halts­ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Ar­beit­neh­mer­beiträge zur Ren­ten­ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung,

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Pfle­ge­ver­si­che­rung, Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und die Lohn- und Kir­chen­steu­er so­wie den So­li­da­ritäts­zu­schlag zu zah­len;

135
äußerst hilfs­wei­se 136

fest­zu­stel­len, dass der Kläger für den Mo­nat Sep­tem­ber 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung in Höhe von 7.641,48 € ist.

137
Die Be­klag­te hat be­an­tragt, 138
die Kla­ge ab­zu­wei­sen. 139

Die Be­klag­te hat die An­sicht ver­tre­ten, sie sei nicht zu Lohn­zah­lung ver­pflich­tet, da sie nicht in An­nah­me­ver­zug ge­ra­ten sei. Die Lohn­zah­lung sei ihr un­zu­mut­bar. Das er­ge­be sich aus der Un­zu­mut­bar­keit der Wei­ter­beschäfti­gung des Klägers, die auch in dem Ver­fah­ren 16 Sa 560/08 fest­ge­stellt wor­den sei.

140
Das Ar­beits­ge­richt hat mit Ur­teil vom 09.04.2010 die Kla­ge ab­ge­wie­sen. 141

Zur Be­gründung hat es aus­geführt, die Be­klag­te sei nicht in An­nah­me­ver­zug ge­ra­ten, weil ihr die Wei­ter­beschäfti­gung des Klägers als Fi­nanz­buch­hal­ter auf­grund ent­fal­le­ner Ver­trau­ens­grund­la­ge un­zu­mut­bar sei.

142

Ge­gen das dem Kläger am 22.07.2010 zu­ge­stell­te Ur­teil rich­tet sich die am 17.08.2010 beim Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­leg­te Be­ru­fung, die der Kläger mit Schrift­satz vom 15.09.2010, ein­ge­gan­gen am 16.9.2010, be­gründet.

143

Der Kläger ist wei­ter­hin der An­sicht, die Be­klag­te sei aus dem Ge­sichts­punkt des An­nah­me­ver­zu­ges zu Lohn­zah­lung ver­pflich­tet, da die aus­ge­spro­che­nen Kündi­gun­gen un­wirk­sam sei­en. Dem ste­he auch nicht ent­ge­gen, dass der Be­klag­ten die Wei­ter­beschäfti­gung un­zu­mut­bar sei. Die Lohn­zah­lungs­pflicht ent­fal­le ins­be­son­de­re bei aus for­mel­len Gründen für un­wirk­sam erklärten Kündi­gun­gen nur in ei­nem Ex­trem­fall. Un­zu­mut­bar sei die Lohn­zah­lung nur dann, wenn Umstände vor­lie­gen würden, de­ren Ge­wicht ins­ge­samt über das­je­ni­ge hin­aus­ge­he, das al­lein den der Kündi­gung zu­grun­de­lie­gen­den Tat­sa­chen zu­kom­me. Ein der­ar­ti­ger Ex­trem­fall lie­ge nur vor, wenn Rechtsgüter des Ar­beit­ge­bers kon­kret und in er­heb­li­chem Maße be­droht sei­en. Ein Ex­trem­fall in dem ge­nann­ten Sin­ne lie­ge hier nicht vor.

144

Die Lohn­zah­lungs­ver­pflich­tung ent­fal­le auch nicht al­lein dann, wenn man in Übe­rein­stim­mung mit dem Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts in dem Vor­pro­zess be­tref­fend die Kündi­gung vom 15.08.2007 ei­ne Ver­pflich­tung zur Wei­ter­beschäfti­gung ver­nei­ne. Es sei zu tren­nen zwi­schen der Ver­pflich­tung zur Wei­ter­beschäfti­gung und der Ver­pflich­tung zur Lohn­zah­lung aus dem Ge­sichts­punkt des An­nah­me­ver­zu­ges. Dafür spre­che auch der Sank­ti­ons­cha­rak­ters der Ver­pflich­tung zur Lohn­zah­lung bei for­mell un­wirk­sa­mer Kündi­gung. Ins­be­son­de­re sei­en zur Ver­mei­dung ei­ner vor­schnel­len Be­las­tung der Staats­kas­se durch die Ver­pflich­tung zur Zah­lung von Ar­beits­lo­sen­geld stren­ge An­for­de­run­gen an ei­nen Ex­trem­fall zu stel­len.

145
Der Kläger be­an­tragt, 146

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Bie­le­feld vom 09.04.2010, Az.: 4 Ca 639/09 ab­zuändern und dar­auf zu er­ken­nen:

147

1. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat No­vem­ber 2008 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 8.979,98 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

148

hilfs­wei­se

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149

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat No­vem­ber 2008 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 8.979,98 Eu­ro ist;

150
hilfs-hilfs­wei­se 151

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat No­vem­ber 2008 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 8.979,98 Eu­ro ist, die in Höhe des vom Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 3.082,75 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

152
äußerst hilfs­wei­se 153

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat No­vem­ber 2008 895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.12.2008 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat No­vem­ber 2008 2.955,00 Eu­ro Lohn­steu­er, 265,95 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 162,52 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.054,70 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 174,90 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen;

154

2. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat De­zem­ber 2008 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 5.817,62 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

155
hilfs­wei­se 156

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat De­zem­ber 2008 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist;

157
hilfs-hilfs­wei­se 158

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat De­zem­ber 2008 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist, die in Höhe des vom Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 1.440,95 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

159
äußerst hilfs­wei­se 160

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat De­zem­ber 2008 895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.01.2009 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat De­zem­ber 2008 1.627,00 Eu­ro Lohn­steu­er, 146,43 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 89,48 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.057,70 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 174,90 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen;

161

3. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat Ja­nu­ar 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 5.817,62 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

162

hilfs­wei­se

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163

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Ja­nu­ar 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist;

164
hilfs-hilfs­wei­se 165

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Ja­nu­ar 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist, die in Höhe des vom Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 1.426,03 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

166
äußerst hilfs­wei­se 167

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat Ja­nu­ar 2009 895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.02.2009 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat Ja­nu­ar 2009 1.604,08 Eu­ro Lohn­steu­er, 144,36 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 88,22 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.074,60 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 151,20 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen;

168

4. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat Fe­bru­ar 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 5.817,62 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

169
hilfs­wei­se 170

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Fe­bru­ar 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist;

171
hilfs-hilfs­wei­se 172

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Fe­bru­ar 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist, die in Höhe des vom Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 1.426,03 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

173
äußerst hilfs­wei­se 174

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat Fe­bru­ar 2009 895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.03.2009 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat Fe­bru­ar 20091.604,08 Eu­ro Lohn­steu­er, 144,36 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 88,22 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.074,60 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 151,20 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen;

175

5. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat März 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 5.817,62 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

176

hilfs­wei­se

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177

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat März 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist;

178
hilfs-hilfs­wei­se 179

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat März 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist, die in Höhe des vom Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 1.426,03 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

180
äußerst hilfs­wei­se 181

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat März 2009 895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.04.2009 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat März 2009 1.604,08 Eu­ro Lohn­steu­er, 144,36 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 88,22 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.074,60 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 151,20 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen;

182

6. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat April 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 5.817,62 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

183
hilfs­wei­se 184
es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat April 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist; 185
hilfs-hilfs­wei­se 186

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat April 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist, die in Höhe des vom Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 1.426,03 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

187
äußerst hilfs­wei­se 188

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat April 2009 895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.05.2009 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den April 2009 1.604,08 Eu­ro Lohn­steu­er, 144,36 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 88,22 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.074,60 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 151,20 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen;

189

7. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat Mai 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 5.817,62 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

13/19


190
hilfs­wei­se 191

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Mai 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist;

192
hilfs-hilfs­wei­se 193

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Mai 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist, die in Höhe des vom Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 1.426,03 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

194
äußerst hilfs­wei­se 195

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat Mai 2009 895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.06.2009 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mai 2009 1.604,08 Eu­ro Lohn­steu­er, 144,36 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 88,22 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.074,60 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 151,20 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen;

196

8. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat Ju­ni 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 9.957,44 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

197
hilfs­wei­se 198

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Ju­ni 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 9.957,44 Eu­ro ist;

199
hilfs-hilfs­wei­se 200

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Ju­ni 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 9.957,44 Eu­ro ist, die in Höhe des vom Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 3.574,70 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

201
äußerst hilfs­wei­se 202

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat Ju­ni 2009 895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.07.2009 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Ju­ni 2009 3.343.08 Eu­ro Lohn­steu­er, 300,87 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 183,86 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.074,60 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 151,20 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen;

203

9. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat Ju­li 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 5.817,62 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

14/19


204
hilfs­wei­se 205

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Ju­li 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist;

206
hilfs-hilfs­wei­se 207

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Ju­li 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist, die in Höhe des vom Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 1.437,05 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

208
äußerst hilfs­wei­se 209

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat Ju­li 2009 895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.08.2009 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Ju­li 2009 1.604,08 Eu­ro Lohn­steu­er, 144,36 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 88,22 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.074,60 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 151,20 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen;

210

10. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat Au­gust 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 5.817,62 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

211
hilfs­wei­se 212
es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Au­gust 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist; 213
hilfs-hilfs­wei­se 214

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Au­gust 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist, die in Höhe des vom Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 1.437,05 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

215
äußerst hilfs­wei­se 216

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat Au­gust 2009 895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.09.2009 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Au­gust 2009 1.604,08 Eu­ro Lohn­steu­er, 144,36 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 88,22 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.074,60 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 151,20 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen;

217

11. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt für den Mo­nat Sep­tem­ber 2009 ei­nen Ge­halts­brut­to­be­trag in Höhe von 5.817,62 Eu­ro ab­zu­rech­nen und die­sen Be­trag, ver­min­dert um die ge­setz­li­chen Abzüge an den Kläger bzw. ei­ne evtl. Drittgläubi­ge­rin aus­zu­zah­len;

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hilfs­wei­se 219

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Sep­tem­ber 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist;

220
hilfs-hilfs­wei­se 221

es wird fest­ge­stellt, dass der Kläger für den Mo­nat Sep­tem­ber 2009 In­ha­ber ei­ner von der Be­klag­ten als Ar­beit­ge­be­rin nicht ab­ge­rech­ne­ten Brut­to­lohn­for­de­rung von 5.817,62 Eu­ro ist, die in Höhe des vorn Kläger er­hal­te­nen Ar­beits­lo­sen­gel­des von 1.588,20 Eu­ro net­to auf die Bun­des­agen­tur für Ar­beit über­ge­gan­gen ist und die in Höhe von 1.437,05 Eu­ro abzüglich von der Be­klag­ten be­reits er­hal­te­ner 888,00 Eu­ro auf die Be­klag­te über­ge­gan­gen ist;

222
äußerst hilfs­wei­se 223

die Be­klag­te wird ver­ur­teilt an den Kläger be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Mo­nat Sep­tem­ber 2009895,46 Eu­ro net­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über den Ba­sis­zins­satz seit dem 01.10.2009 aus­zu­zah­len so­wie die Be­klag­te wird ver­ur­teilt be­tref­fend des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers für den Sep­tem­ber 2009 1.604,08 Eu­ro Lohn­steu­er, 144,36 Eu­ro Kir­chen­steu­er und 88,22 Eu­ro So­li­da­ritäts­zu­schlag an das zuständi­ge Be­triebsstätten­fi­nanz­amt, na­ment­lich das Fi­nanz­amt B3-Außen­stadt, so­wie ins­ge­samt 1.074,60 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ren­ten­ver­si­che­rung an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie ins­ge­samt 151,20 Eu­ro an Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­beiträgen zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ab­zuführen.

224
Die Be­klag­te be­an­tragt, 225

die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen und hilfs­wei­se die vorläufi­ge Voll­streck­bar­keit gemäß § 62 Abs. 2 ArbGG aus­zu­sch­ließen.

226
Der Kläger be­an­tragt, 227
die­sen An­trag zurück­zu­wei­sen. 228

Die Be­klag­te ist der An­sicht, der Kläger ha­be kei­nen An­spruch auf Lohn­zah­lung aus dem Ge­sichts­punkt des An­nah­me­ver­zu­ges gern. § 615 BGB, da ihr auf­grund der gro­ben straf­recht­lich re­le­van­ten Pflicht­ver­let­zun­gen des Klägers die Lohn­zah­lung nach dem Grund­satz von Treu und Glau­ben un­zu­mut­bar sei. Ein Ex­trem­fall, der die Lohn­zah­lungs­ver­pflich­tung ent­fal­len las­se, lie­ge un­ter Berück­sich­ti­gung des be­reits im Jahr 2003 ab­ge­ge­be­nen Schuld­an­er­kennt­nis­ses und der Fort­set­zung von schwer­wie­gen­den Un­treue­hand­lun­gen vor.

229

We­gen wei­te­rer Ein­zel­hei­ten des Par­tei­vor­brin­gens wird auf den In­halt der zu den Ak­ten ge­reich­ten Schriftsätze nebst An­la­gen ver­wie­sen.

 

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Ent­schei­dungs­gründe

231

Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Bie­le­feld vom 09.04.2010 ist zulässig. Sie ist ins­be­son­de­re frist­gemäß ein­ge­legt wor­den und auch frist­gemäß be­gründet wor­den (§ 66 Abs. 1 Satz 1 und 2 ArbGG).

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Die Be­ru­fung hat­te in der Sa­che kei­nen Er­folg. 233
I. 234

Die Kla­ge war hin­sicht­lich des Haupt­an­tra­ges auf Er­tei­lung ei­ner Ab­rech­nung und in der zwei­ten Stu­fe auf Zah­lung zulässig. Sie war je­doch un­be­gründet.

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II. 236

1) Grundsätz­lich lie­gen zwar die Vor­aus­set­zun­gen für ei­nen An­spruch auf Er­tei­lung von Ab­rech­nun­gen gemäß § 108 Abs. 1 und 2 Ge­wO vor, da sich die Lohn­ansprüche des Klägers der Höhe nach re­gelmäßig geändert hat­ten und auch die Ab­zugs­beträge in dem strei­ti­gen Zeit­raum in un­ter­schied­li­cher Höhe an­fie­len.

237

2) Die Kla­ge war je­doch in der Sa­che un­be­gründet, weil dem Kläger für den ge­sam­ten Zeit­raum kein Lohn­an­spruch zu­stand. Da­mit steht zu­gleich fest, dass auch der in der zwei­ten Stu­fe gel­tend ge­mach­te Zah­lungs­an­spruch nicht be­stand.

238
a) Der Kläger hat kei­nen Lohn­an­spruch gemäß § 611 BGB i.V.m. dem Ar­beits­ver­trag. 239

Ein Lohn­an­spruch für die Zeit vom 23.09.2009 bis 30.09.2009 schei­det schon des­halb aus, weil in die­sem Zeit­raum kein Ar­beits­verhält­nis be­stand. Das Ge­richt hat­te in dem Par­al­lel­ver­fah­ren glei­chen Ru­brums mit dem Ak­ten­zei­chen 19 Sa 1951/10 fest­ge­stellt, dass das zwi­schen den Par­tei­en be­gründe­te Ar­beits­verhält­nis durch frist­lo­se Kündi­gung mit Wir­kung zum 22.09.2009 be­en­det wor­den war.

240

Ein Lohn­an­spruch kommt im Übri­gen für die Fol­ge­zeit aus ei­nem voll­zo­ge­nen Ar­beits­ver­trag 241 nicht in Be­tracht, weil der Kläger in dem ge­sam­ten Zeit­raum ei­ne Ar­beits­leis­tung nicht er­bracht hat­te.

241

b) Ein Lohn­an­spruch des Klägers für die Zeit von No­vem­ber 2008 bis zum 21.09.2009 steht dem Kläger auch nicht aus dem Ge­sichts­punkt des An­nah­me­ver­zu­ges gemäß § 615 BGB zu.

242

Nach § 615 Satz 1 BGB kann der zur Dienst­leis­tung Ver­pflich­te­te die Vergütung für in­fol­ge des Ver­zu­ges nicht ge­leis­te­ten Diens­te ver­lan­gen, wenn der Dienst­be­rech­tig­te mit der An­nah­me der Dienst­leis­tung in Ver­zug gerät. Gemäß § 293 BGB kommt der Gläubi­ger in Ver­zug, wenn er die ihm an­ge­bo­te­ne Leis­tung, hier die Ar­beits­leis­tung, nicht an­nimmt. Da­bei ist ein tatsächli­ches oder wört­li­ches An­ge­bot gemäß den §§ 294, 295 BGB ent­behr­lich, wenn für ei­ne von dem Gläubi­ger vor­zu­neh­men­de Mit­wir­kungs­hand­lung ei­ne Zeit nach dem Ka­len­der be­stimmt ist und der Gläubi­ger ei­ne zeit­ab­schnitts­wei­se zu be­stim­men­de Mit­wir­kungs­hand­lung nicht er­bringt (§ 296 Abs. 1 BGB). Im Re­gel­fall ist im Rah­men ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses da­von aus­zu­ge­hen, dass der Ar­beit­ge­ber sei­ner Mit­wir­kungs­ver­pflich­tung dann nicht genügt, wenn er trotz ka­len­dermäßig und zeit­lich be­stimm­ter Ar­beits­leis­tung dem Ar­beit­neh­mer ei­nen Ar­beits­platz nicht zur Verfügung stellt. Da­von ist grundsätz­lich aus­zu­ge­hen, wenn der Ar­beit­ge­ber den Ar­beit­neh­mer ge­gen sei­nen Wil­len frei­stellt oder — wie hier — nach Aus­spruch von später für rechts­un­wirk­sam be­fun­de­nen frist­lo­sen Kündi­gun­gen nicht beschäftigt und ihm nicht den ursprüng­li­chen bzw. kraft Di­rek­ti­ons­recht ei­nen adäqua­ten Ar­beits­platz an­bie­tet. Durch den Aus­spruch der Kündi­gung do­ku­men­tiert der Ar­beit­ge­ber den feh­len­den Wil­len, den Ar­beit­neh­mer zu beschäfti­gen (vgl. grund­le­gend BAG NJW 1985, S. 935; BAG AP, § 615 BGB Nr. 45; BAG NJW 2001, S. 92; BAG NJW 2001, S. 287 ff).

243

Die­se Vor­aus­set­zun­gen la­gen hier grundsätz­lich vor, da die Be­klag­te den Kläger trotz Un­wirk­sam­keit der vor­greif­li­chen Kündi­gun­gen nicht beschäftigt hat.

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3) Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts gerät der Ar­beit­ge­ber nur in An­nah­me­ver­zug, wenn er die An­nah­me der ihm an­ge­bo­te­nen Ar­beits­leis­tung un­ge­recht­fer­tigt ver­wei­gert. Ein an­er­kann­ter Grund für ei­ne Ver­wei­ge­rung der Ent­ge­gen­nah­me der Ar­beits­leis­tung liegt vor, wenn der Ar­beit­ge­ber nach den ge­ge­be­nen Umständen nach Treu und Glau­ben die Ar­beits­leis­tung nicht an­zu­neh­men braucht (vgl. ErfK/Preis, 11. Aufl., § 615 Rd­nr. 62 ff; BAG, Großer Se­nat, Be­schluss vom 26.04.1956, AP MSchG, § 9 Nr. 5; BAG, Ur­teil vom 29.10.1987, AP § 615 Nr. 42). Ei­ne Un­zu­mut­bar­keit der An­nah­me der Ar­beits­leis­tung ist ins­be­son­de­re dann an­zu­neh­men, wenn ein er­heb­li­cher Grund für die Ver­wei­ge­rung der An­nah­me der Ar­beits­leis­tung vor­liegt und der Grund schwe­rer wiegt als der für die frist­lo­se Kündi­gung maßgeb­li­che Grund, da an­sons­ten sons­ti­ge for­ma­le Un­wirk­sam­keits­gründe - wie bei­spiels­wei­se die feh­ler­haf­te Anhörung des Be­triebs­ra­tes -

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weit­ge­hend sank­ti­ons­los blei­ben würden (vgl. BAG, Ur­teil vom 29.10.1987, AP BGB, § 615 Nr. 42). Ein der­ar­ti­ger Ex­trem­fall liegt ins­be­son­de­re dann vor, wenn Rechtsgüter des Ar­beit­ge­bers, ins­be­son­de­re Ge­sund­heit, Eh­re, Persönlich­keits­rech­te, un­mit­tel­bar und nach­hal­tig gefähr­det würden, wenn der Ar­beit­ge­ber den Ar­beit­neh­mer wei­ter­beschäfti­gen würde. Es ist dann nicht die Pflicht des Ar­beit­ge­bers, den Ar­beit­neh­mer schlecht­hin zu ver­sor­gen (vgl. BAG, Be­schluss vom 26.04.1956, GS 1/56).

245

Al­ler­dings er­gibt sich die Un­zu­mut­bar­keit ei­ner Lohn­zah­lung nicht al­lein dar­aus, dass in den vor­an­ge­gan­ge­nen Ver­fah­ren ei­ne Ver­pflich­tung zur Wei­ter­beschäfti­gung bis zum rechts­kräfti­gen Ab­schluss der Ver­fah­ren ab­ge­lehnt wur­de (Ver­fah­ren glei­chen Ru­brums mit dem Ak­ten­zei­chen 16 Sa 559/08 und 16 Sa 560/08).

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Ein Zah­lungs­an­spruch entfällt nicht au­to­ma­ti­sche dann, wenn der Ar­beit­ge­ber bis zur Rechts­kraft der Ent­schei­dung im Kündi­gungs­schutz­pro­zess ein schützens­wer­tes In­ter­es­se an der Nicht­beschäfti­gung des Ar­beit­neh­mers hat­te (vgl. LAG Rhein­land-Pfalz, Ur­teil vom 19.02.2009, 10 Sa 559/08). Ein kla­ge­ab­wei­sen­des Ur­teil be­tref­fend den gel­tend ge­mach­ten Wei­ter­beschäfti­gungs­an­spruch hat auch kei­ne Bin­dungs­wir­kung für den Lohn­zah­lungs­pro­zess.

247

Hier liegt ein Ex­trem­fall im oben ge­nann­ten Sin­ne, der auch ei­ne Lohn­zah­lung aus dem Ge­sichts­punkt des An­nah­me­ver­zu­ges un­zu­mut­bar macht, vor.

248

Dafür spricht zunächst der er­heb­li­che Scha­den, den die Un­treue­hand­lun­gen des Klägers der letz­ten Jah­re ver­ur­sacht ha­ben (vgl. da­zu BAG, Ur­teil vom 29.10.1987, 2 AZR 144/87). Schwer­wie­gend fällt da­bei ins Ge­wicht, dass es sich nicht um ei­ne ein­zel­ne Un­treu­etat han­del­te, son­dern um ei­ne fort­lau­fen­de Tat­be­ge­hung in vie­len Einfällen. Hin­zu kommt, dass die Un­treue­hand­lun­gen in ge­ziel­ter Aus­nut­zung der kon­kre­ten be­ruf­li­chen Po­si­ti­on und Tätig­keit des Klägers be­gan­gen wur­den.

249

Fer­ner lie­gen wei­te­re außer­halb des ei­gent­li­chen Kündi­gungs­grun­des lie­gen­de Umstände vor, die zur Un­zu­mut­bar­keit der Lohn­zah­lungs­ver­pflich­tung führen. In­so­fern sind ins­be­son­de­re auch die vor­an­ge­gan­ge­nen Ta­ten mit zu berück­sich­ti­gen, die im Jah­re 2003 zur Ab­ga­be des Schuld­an­er­kennt­nis­ses sei­tens des Klägers geführt hat­ten. Hat der Kläger be­reits da­nach im Jah­re 2003 er­heb­li­che und fort­lau­fen­de Un­treue­hand­lun­gen ge­stan­den und zu­dem Reue be­kun­det, war dar­aus auch für den Kläger er­kenn­bar, dass die Be­klag­te ihm mit der den­noch er­folg­ten Wei­ter­beschäfti­gung be­son­de­res Ver­trau­en ent­ge­gen­brach­te. Dies macht den späte­ren kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­trau­ens­bruch be­son­ders gra­vie­rend.

250

Zur Über­zeu­gung der Kam­mer war auch ent­ge­gen der An­sicht des Klägers un­ter Berück­sich­ti­gung der Ge­samt­umstände durch­aus im Fall ei­ner Wei­ter­beschäfti­gung von ei­ner kon­kre­ten Gefähr­dung des Vermögens der Be­klag­ten aus­zu­ge­hen. Bei der Viel­zahl und Dau­er von Un­treue­hand­lun­gen war un­ter Berück­sich­ti­gung des be­son­de­ren Ver­trau­ens­bruchs na­he­lie­gend und wahr­schein­lich, dass ei­ne zukünf­ti­ge Gefähr­dung des Vermögens vor­liegt. An­halts­punk­te für ei­ne zu er­war­ten­de Ver­hal­tensände­rung des Klägers sind nicht er­sicht­lich und auch nicht vor­ge­tra­gen wor­den. Viel­mehr zeigt das pro­zes­sua­le des Klägers im Straf­ver­fah­ren - ins­be­son­de­re das Be­strei­ten der Ta­ten noch in der erst­in­stanz­li­chen Haupt­ver­hand­lung - ei­nen Man­gel an Ein­sicht.

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Sch­ließlich kann al­lein ei­ne not­wen­di­ge In­an­spruch­nah­me von So­zi­al­leis­tun­gen ei­ne Lohn­zah­lungs­ver­pflich­tung aus dem Ge­sichts­punkt des An­nah­me­ver­zu­ges nicht be­gründen, da die Ver­pflich­tung zur Lohn­zah­lung kei­nen rei­nen Ver­sor­gung­s­cha­rak­ter hat und auch auf­grund gänz­lich an­de­rer Ziel­rich­tung kei­nen Vor­rang vor So­zi­al­leis­tun­gen ge­nießt.

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III. 253

Aus der Un­be­gründet­heit der Kla­ge hin­sicht­lich der Haupt­anträge folgt man­gels Ver­pflich­tung zur Lohn­zah­lung die Un­be­gründet­heit der Hilfs­anträge. Die­se tru­gen im We­sent­li­chen Ab­rech­nungs­mo­da­litäten und dem Vor­lie­gen von An­spruchsübergängen auf Drit­te Rech­nung.

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Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf § 97 ZPO.

 

 

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