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Re­form des Be­sol­dungs­rechts

Bun­des­tag stimmt für ge­setz­li­che Re­form des Be­sol­dungs­rechts
Feuerwehrmann Polizist Arzt

30.10.2019. Mit dem Be­sol­dungs­struk­tu­ren­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz (Be­sStMG) wird das Be­sol­dungs­recht der ak­ti­ven Be­am­ten ge­än­dert. Zu­dem wer­den die Pen­sio­nen, d.h. das Ver­sor­gungs­recht, und das Um­zugs­kos­ten­recht re­for­miert.

Kon­kret sieht das Ge­set­zes­pa­ket Ver­bes­se­run­gen bzw. Er­hö­hun­gen von Stel­len­zu­la­gen vor so­wie stär­ke­re fi­nan­zi­el­le An­rei­ze für die Per­so­nal­ge­win­nung und Per­so­nal­bin­dung. Ist ei­ne Stel­le drin­gend zu be­set­zen oder soll ei­ne dro­hen­de Ab­wan­de­rung ver­hin­dert wer­den, kön­nen künf­tig (nicht ru­he­ge­halts­fä­hi­ge) Prä­mi­en ge­währt wer­den (§ 43 Bun­des­be­sol­dungs­ge­setz - neue Fas­sung).

Auch die Aus­lands­be­sol­dung wird ge­än­dert. Hier ist ei­ne Er­hö­hung des Aus­lands­zu­schlags vor­ge­se­hen, mit der die Ehe­gat­ten von im Aus­land tä­ti­gen Be­diens­te­ten ei­ne bes­se­re Al­ters­ab­si­che­rung er­hal­ten sol­len (§ 53 Abs.6 Bun­des­be­sol­dungs­ge­setz - neue Fas­sung). Neu ge­re­gelt wur­den auch Zu­schlä­ge für den Aus­lands­ein­satz im Rah­men hu­ma­ni­tä­rer Maß­nah­men (§ 56 Bun­des­be­sol­dungs­ge­setz - neue Fas­sung).

Für Sol­da­ten mit be­son­de­rer zeit­li­cher Be­las­tung gibt es ei­ne pau­scha­le Zu­satz­zah­lung, wenn ih­nen kei­ne Frei­stel­lung vom Dienst ge­währt wer­den kann (§ 50a Bun­des­be­sol­dungs­ge­setz - neue Fas­sung). In be­son­de­ren Fäl­len kön­nen Be­am­te und Sol­da­ten Prä­mi­en für be­son­de­re Ein­satz­be­reit­schaft er­hal­ten (§ 42b Bun­des­be­sol­dungs­ge­setz - neue Fas­sung).

Um den öf­fent­li­chen Dienst für jun­ge Leu­te at­trak­ti­ver zu ma­chen, wer­den die Be­zü­ge für be­stimm­te An­wär­ter­grup­pen und für Ein­stei­ger er­höht (§§ 62, 63 Bun­des­be­sol­dungs­ge­setz - neue Fas­sung).

Schließ­lich wird auch das Recht der Be­am­ten­ver­sor­gung ge­än­dert. Hier gel­ten künf­tig die ren­ten­recht­li­chen Vor­schrif­ten über die An­er­ken­nung von Kin­der­er­zie­hungs­zei­ten für Kin­der, die vor 1992 ge­bo­ren wur­den.

Die zu er­war­ten­den Mehr­aus­ga­ben be­tra­gen laut Ge­setz­ent­wurf (S.2) im Zeit­raum von 2020 bis 2022 auf 410,9 Mio. EUR. Ab dem 2023 ent­ste­hen vor­aus­sicht­lich Mehr­aus­ga­ben von 149,7 Mio. EUR pro Jahr.

An­lass für das Re­form­pa­kets ist laut Bun­des­re­gie­rung der de­mo­gra­fi­sche Wan­del und die Di­gi­ta­li­sie­rung. Fol­gen die­ser Pro­zes­se sind ein spür­ba­rer Fach­kräf­te­man­gel, zu­neh­mend vie­le Aus­lands­ein­sät­ze der Bun­des­wehr und der Bun­des­po­li­zei so­wie die Not­wen­dig­keit, für IT-Si­cher­heit zu sor­gen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. Juli 2020

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