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Arbeitsrecht aktuell: 09/064: Das Arbeitnehmerdatenschutzgesetz kommt (nicht):
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Planungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)
von Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Berlin
20.04.2009. Wie die in den letzten Monaten bekannt gewordenen Fälle einer zum großen Teil rechtswidrigen Überwachung von Arbeitnehmern zeigt, bestehen auf dem Gebiet des Datenschutzes zugunsten von Arbeitnehmern anscheinend Schutzlücken. Für besonders heftige Aufregung sorgten die weitgehenden Maßnahmen der Durchleuchtung und Kontrolle von Mitarbeitern der Deutschen Bahn AG bzw. ihrer Tochtergesellschaften (wir berichteten darüber in Arbeitsrecht aktuell: 09/025 Was darf die Bahn?), die zuletzt den Vorstandschef Mehdorn zur Aufgabe zwangen.
Fraglich ist allerdings, wo diese Schutzlücken liegen – im Bereich des Rechts bzw. der gesetzlichen Regelungen oder im Bereich der Durchsetzung der (möglicherweise ausreichenden) Datenschutzbestimmungen. Diese gelten ja bereits nach derzeit geltender Rechtslage auch zugunsten von Arbeitnehmern.
Eine Antwort auf diese Frage findet sich in einer aktuellen Stellungnahme des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), in der bekannt gegeben wird, der Minister plane ein eigenständiges Arbeitnehmerdatenschutzgesetz, d.h. ein „Gesetzeswerk aus einem Guss“.
Zur Begründung dieser Planungen wird auf die „Datenschutzskandale in der Wirtschaft“ verwiesen. Sie hätten die Herausforderungen der modernen Informations- und Kommunikationsgesellschaft „auch im Arbeitsleben“ deutlich gemacht.
Der verantwortungsbewusste Umgang mit sensiblen Arbeitnehmerdaten müsse sichergestellt werden. Es müssten klare Grenzen für die betriebliche Praxis gezogen werden. Eine Totalüberwachung von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz dürfe es genauso wenig geben wie die Durchleuchtung und Selektion von Mitarbeitern. Hier gebe es Regelungslücken, z.B. bei der Videoüberwachung, der Überwachung von E-mails, der Kontrolle der Internetnutzung am Arbeitsplatz, beim Einsatz von Detektiven gegenüber Mitarbeitern und beim Informantenschutz (Whistleblower).
Ob es in den hier angesprochenen Bereichen wirklich erhebliche Regelungslücken gibt, wird man letztlich nur beurteilen können, wenn die Überlegungen des BMAS im Detail bekannt sind. Was als rechtliche „Lücke“ empfunden wird, zeigt sich im Einzelnen erst dann, wenn der Gesetzgeber oder ein Gericht den Versuch unternimmt, sie zu schließen.
Richtig ist, dass die bestehenden rechtlichen Regeln zum Schutz der Persönlichkeit und der Daten von Arbeitnehmern oft sehr vage sind und bei der Rechtsanwendung eine Abwägung zwischen den Interessen des Arbeitgebers und der betroffenen Arbeitnehmer verlangen. Ob man aber gerade auf diesem Rechtsgebiet „knackig-klare“ Gesetzesvorschriften überhaupt erwarten bzw. schaffen kann?
Jedenfalls sind die Planungen des BMAS nicht darauf angelegt, kurzfristig in die Tat umgesetzt zu werden. „Da ein umfassender Gesetzentwurf Zeit beansprucht“, so das BMAS, sei es „hilfreich, wenn in aktuellen Gesetzesvorhaben der Datenschutz besonders berücksichtigt wird.“ Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Bundestagswahl liest sich das so, als wäre mit einem Gesetzentwurf vor der Wahl nicht zu rechnen.
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Letzte Überarbeitung: 31. Dezember 2011
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Berlin, 19.05.2012 Teilzeitanspruch:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14.03.2012, 15 SaGa 2286/11
Berlin, 17.05.2012 Outsourcing:
Bundesarbeitsgericht, Urteile vom 16.05.2012, 4 AZR 320/10 und 321/10
Berlin, 17.05.2012 Öffentlicher Dienst:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 16.05.2012, 10 AZR 202/11
München, 16.05.2012 Altersversorgung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.05.2012, 3 AZR 128/11
Hannover, 15.05.2012 Urlaub und Krankheit:
Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 23.02.2012, 5 Sa 1370/11
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Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 23.04.2012, L 1 KR 95/12 B ER
Berlin, 12.05.2012 Betriebsübergang:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 10.05.2012, 8 AZR 639/10
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Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 02.02.2012, 6 Sa 304/11
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Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 12.10.2011, 9 Sa 156/11
München, 07.05.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 13.10.2011, 3 Sa 1187/10
Frankfurt, 04.05.2012 Urlaub und Krankheit:
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Köln, 03.05.2012 Korruption:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 23.01.2012, 5 Sa 371/11
Köln, 02.05.2012 Kündigung und Krankheit:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 08.12.2011, 3 Ca 936/11
Köln, 30.04.2012 Fristlose Kündigung:
Landesarbeitsgericht Köln, Beschluss vom 27.07.2011, 9 TaBVGa 2/11
Frankfurt, 25.04.2012 Urlaubsabgeltung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 13.12.2011, 9 AZR 399/10
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Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.04.2012, II ZR 163/10
Frankfurt, 23.04.2012 Fristlose Kündigung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19.04.2012, 2 AZR 258/11
Hamburg, 20.04.2012 Lohnuntergrenzen:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.04.2012, 4 AZR 139/10, Beschluss vom 18.04.2012, 4 AZR 168/10
Hamburg, 20.04.2012 Diskriminierung:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 19.04.2012, C-415/10 (Meister)
Hannover, 18.04.2012 Gleichbehandlung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.04.2012, 3 AZR 280/10
Hamburg, 13.04.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 27.09.2011, 1 Sa 538 e/10
Stuttgart, 12.04.2012 Änderungskündigung:
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Köln, 28.03.2012 Ermahnung:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 20.12.2011, 3 Ca 1013/11
Frankfurt, 26.03.2012 Mitarbeitergespräche:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 06.02.2012, 16 Sa 1134/11
Berlin, 22.03.2012 Massenentlassungsanzeige
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.03.2012, 6 AZR 596/10
Berlin, 21.03.2012 Gleicher Urlaub:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20.03.2012, 9 AZR 529/10
Berlin, 18.03.2012 Änderungskündigung:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.12.2011, 15 Sa 1264/11, 15 Sa 1461/11
Berlin, 16.03.2012 Bewerberdiskriminierung
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.03.2012, 8 AZR 160/11
Berlin, 15.03.2012 Urlaubsrecht:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.10.2011, 9 AZR 303/10
Berlin, 14.03.2012 Wettbewerbsverbot:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.09.2011, 10 AZR 198/10
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