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ARBEITSRECHT AKTUELL // 07/75

So­zi­al­ver­si­che­rungs-Re­chen­grö­ßen­ver­ord­nung 2008

Ver­ord­nung über maß­ge­ben­de Re­chen­grö­ßen der So­zi­al­ver­si­che­rung für 2008 (So­zi­al­ver­si­che­rungs-Re­chen­grö­ßen­ver­ord­nung 2008): Am 17.10.2007 hat das Bun­des­ka­bi­nett die Re­chen­grö­ßen für das kom­men­de Jahr 2008 be­schlos­sen
Chipkarten von Krankenversicherungen Wer­den jähr­lich an­ge­passt: Re­chen­grö­ßen der So­zi­al­ver­si­che­rung

14.11.2007. Das Bun­des­ka­bi­nett hat auf ge­setz­li­cher Grund­la­ge ein­mal im Jahr die sog. Re­chen­grö­ßen der So­zi­al­ver­si­che­rung für das Fol­ge­jahr durch Rechts­ver­ord­nung zu be­schlie­ßen bzw. fest­zu­set­zen.

Zu die­sen Re­chen­grö­ßen ge­hö­ren die Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze in der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung, die Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen ver­schie­de­ner ge­setz­li­cher Ver­si­che­run­gen und die „Be­zugs­grö­ße“ im Sin­ne von § 18 Vier­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB IV), die als Aus­gangs­wert für die Be­rech­nung von Leis­tun­gen und Ein­kom­mens­gren­zen in der So­zi­al­ver­si­che­rung dient. Die Be­zugs­grö­ße ist das durch­schnitt­li­che Ar­beits­ent­gelt der in der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung ver­si­cher­ten Per­so­nen im vor­ver­gan­ge­nen Ka­len­der­jahr, auf­ge­run­det auf den nächst hö­he­ren durch 420 teil­ba­ren Be­trag.

Am 17.10.2007 hat das Bun­des­ka­bi­nett die So­zi­al­ver­si­che­rungs-Re­chen­grö­ßen­ver­ord­nung für das kom­men­de Jahr 2008 be­schlos­sen.

Da­nach gilt für 2008 fol­gen­des:

Die Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen so­wohl in der Ren­ten- als auch in der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung be­tra­gen 2008 jähr­lich 63.600,00 EUR (al­te Bun­des­län­der) bzw. 54.000,00 EUR (neue Bun­des­län­der). Auf den Mo­nat um­ge­rech­net be­deu­tet dies ei­ne Ver­än­de­rung von der­zeit 5.250,00 EUR auf 5.300,00 EUR (al­te Bun­des­län­der) bzw. von 4.550,00 EUR auf 4.500,00 EUR (neue Bun­des­län­der).

Die Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze in der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) ent­schei­det dar­über, ob Ver­si­che­rungs­pflicht oder Ver­si­che­rungs­frei­heit be­steht. Die Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze wird mitt­ler­wei­le bun­des­ein­heit­lich fest­ge­setzt, doch ist hier­bei auf­grund des ge­setz­li­chen Ver­trau­ens­schut­zes zwi­schen der (hö­he­ren) all­ge­mei­nen Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze und der (nied­ri­ge­ren) Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze ge­mäß § 6 Abs.7 Fünf­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB V) zu un­ter­schei­den. Die­se nied­ri­ge­re Gren­ze gilt für Ar­beit­neh­mer, die auf­grund des Über­schrei­tens der da­ma­li­gen Ent­gelt­gren­ze am 31.12.2002 pri­vat ver­si­chert wa­ren. Im Jah­re 2008 be­trägt die all­ge­mei­ne Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze in der GKV 48.150 EUR und die nied­ri­ge­re Gren­ze (§ 6 Abs.7 SGB V) 43.200 EUR.

Die Be­zugs­grö­ße ge­mäß § 18 SGB IV be­trägt im Jah­re 2008 in den al­ten Bun­des­län­dern 29.820 EUR pro Jahr (2.485 EUR mo­nat­lich) und in den neu­en Bun­des­län­dern 25.200 EUR pro Jahr (2.100 EUR mo­nat­lich).

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 30. Dezember 2013

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Christoph Hildebrandt
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht

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