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Gesetze zum Arbeitsrecht: Versicherungstechnische Rückstellungen
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Art. 15 Versicherungstechnische Rückstellungen
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Der Herkunftsmitgliedstaat stellt sicher, dass
die Einrichtungen, die betriebliche Altersversorgungssysteme betreiben,
jederzeit für alle von ihnen verwalteten Versorgungssysteme versicherungstechnische
Rückstellungen in angemessener Höhe entsprechend den sich aus ihrem Rentenvertragsbestand
ergebenden finanziellen Verpflichtungen bilden.
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| (2) |
Der Herkunftsmitgliedstaat stellt sicher, dass
die Einrichtungen, die betriebliche Altersversorgungssysteme betreiben,
bei denen die Einrichtung biometrische Risiken abdeckt und/oder entweder
die Anlageergebnisse oder eine bestimmte Höhe der Leistungen garantiert,
ausreichende versicherungstechnische Rückstellungen für alle von ihr betriebenen
Systeme bilden.
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| (3) |
Die versicherungstechnischen Rückstellungen
werden jedes Jahr neu berechnet. Der Herkunftsmitgliedstaat kann jedoch
eine Berechnung nur einmal alle drei Jahre zulassen, wenn die Einrichtung
den Versorgungsanwärtern und/oder der zuständigen Behörde eine Bescheinigung
oder einen Bericht über die Anpassungen für die dazwischen liegenden Jahre
vorlegt. Aus der Bescheinigung oder dem Bericht müssen die angepasste Entwicklung
der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Änderungen in der Risikodeckung
hervorgehen.
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| (4) |
Die Berechnung der versicherungstechnischen
Rückstellungen wird entsprechend den innerstaatlichen Rechtsvorschriften
von einem Versicherungsmathematiker oder, wenn dies nicht der Fall ist,
von einem sonstigen Fachmann auf diesem Gebiet, beispielsweise von einem
Wirtschaftsprüfer, auf der Grundlage versicherungsmathematischer Verfahren,
die von den zuständigen Behörden des Herkunftsmitgliedstaats anerkannt sind,
ausgeführt und testiert. Dabei sind folgende Grundsätze zu beachten:
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a) |
Der Mindestbetrag der versicherungstechnischen
Rückstellungen wird nach einem hinreichend vorsichtigen versicherungsmathematischen
Verfahren berechnet, das alle Verpflichtungen hinsichtlich der Leistungen
und der Beiträge gemäß dem Altersversorgungssystem der Einrichtung berücksichtigt.
Er muss so hoch sein, dass sowohl die Zahlung der bereits laufenden Renten
und die sonstigen Leistungen an die Leistungsempfänger fortgesetzt werden
können als auch die Verpflichtungen in Bezug auf die von den Versorgungsanwärtern
erworbenen Rentenanwartschaften abgedeckt werden. Die wirtschaftlichen und
versicherungstechnischen Annahmen für die Bewertung der Verbindlichkeiten
sind ebenfalls mit der gebotenen Vorsicht zu wählen, wobei gegebenenfalls
eine angemessene Marge für negative Abweichungen vorzusehen ist.
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b) |
Die Hoechstzinssätze sind mit der gebotenen Vorsicht
und in Übereinstimmung mit den einschlägigen Vorschriften des Herkunftsmitgliedstaats
festzusetzen. Bei der Festlegung dieser mit der gebotenen Vorsicht zu wählenden
Zinssätze werden
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die Rendite vergleichbarer Anlagen, die von der Einrichtung
gehalten werden, unter Berücksichtigung der künftigen Anlageerträge und/oder
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die Marktrenditen hochwertiger oder öffentlicher Schuldverschreibungen
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berücksichtigt.
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c) |
Den zur Berechnung der versicherungstechnischen
Rückstellungen verwendeten biometrischen Tafeln ist das Vorsichtsprinzip
zugrunde zu legen, wobei die wichtigsten Merkmale der Versorgungsanwärter
und der Altersversorgungssysteme und insbesondere die zu erwartenden Änderungen
der relevanten Risiken zu beachten sind.
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d) |
Die Methode zur Berechnung der versicherungstechnischen
Rückstellungen und die Bemessungsgrundlage dürfen sich nicht von Geschäftsjahr
zu Geschäftsjahr ändern. Abweichungen können allerdings bei einer Änderung
der den Annahmen zugrunde liegenden rechtlichen, demografischen oder wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen zulässig sein.
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| (5) |
Der Herkunftsmitgliedstaat kann zusätzliche
und detailliertere Regeln für die Berechnung der versicherungstechnischen
Rückstellungen aufstellen, sofern sie dem Schutz der Interessen der Versorgungsanwärter
und Leistungsempfänger dienen.
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| (6) |
Im Hinblick auf eine weitere vertretbare Harmonisierung
der Vorschriften für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen
- insbesondere der Zinssätze und der anderen Annahmen mit Auswirkungen auf
die Höhe der versicherungstechnischen Rückstellungen - legt die Kommission
alle zwei Jahre oder auf Antrag eines Mitgliedstaats einen Bericht über
die Lage hinsichtlich der Entwicklung von grenzüberschreitenden Tätigkeiten
vor.
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Die Kommission schlägt die Maßnahmen vor, die
zur Vermeidung etwaiger Verzerrungen durch unterschiedliche Zinssätze und
zum Schutz der Interessen der Versorgungsanwärter und der Leistungsempfänger
aller Systeme erforderlich sind.
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Letzte Überarbeitung: 10. April 2008
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Arbeitsrecht aktuell: |
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Hannover, 08.02.2012 Chefarzt
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.09.2011, 8 AZR 846/09
Frankfurt, 07.02.2012 Fristlose Kündigung
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 29.08.2011, 7 Sa 248/11
Berlin, 03.02.2012 Kündigungsschutz:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 07.07.2011, 2 AZR 12/10
München, 02.02.2012 Altersdiskriminierung:
Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 01.02.2012, 8 C 24.11
Berlin, 31.01.2012 Betriebsrat:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 04.11.2011, 13 Sa 1549/11
Berlin, 27.01.2012 Befristung:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 26.01.2012, Rs. C-586/10 (Kücük)
Berlin, 25.01.2012 Europarecht:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 24.01.2012, C-282/10 (Dominguez)
Frankfurt, 23.01.2012 Mobbingklage:
Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 19.01.2012, 11 Sa 722/10
Berlin, 20.01.2012 Geschäftsführer:
Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 08.12.2011, 11 Ta 230/11
Hannover, 19.01.2012 Weihnachtsgeld
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.01.2012, 10 AZR 667/10
Berlin, 17.01.2012 Bewerberdiskriminierung
Schlussanträge des Generalanwalts Paolo Mengozzi vom 12.01.2012, Rs. C-415/10 - Meister
Berlin, 13.01.2012 Betriebsratswahl:
Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 27.07.2011, 7 ABR 61/10
Berlin, 11.01.2012 BAT Altersstufen:
Bundesarbeitsgericht, Urteile vom 10.11.2011, 6 AZR 148/09 und 6 AZR 481/09
Berlin, 10.01.2012 CGZP-Tarifverträge:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 09.01.2012, 24 TaBV 1285/11
München, 05.01.2012 Aufhebungsvertrag:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.06.2011, 9 AZR 203/10
Berlin, 03.01.2012 Urlaub und Krankheit:
Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 21.12.2011, 10 Sa 19/11
Berlin, 20.12.2011 Sozialauswahl:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.12.2011, 2 AZR 42/10
Stuttgart, 05.12.2011 Kündigung:
Arbeitsgericht Stuttgart, Urteil vom 16.03.2011, 30 Ca 1772/10
Berlin, 23.11.2011 Urlaub und Krankheit:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 22.11.2011, C-214/10 - KHS gg. Schulte
Berlin, 05.11.2011 Kündigungsschutzklage:
Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 12.08.2011, 28 Ca 9265/11
München, 02.11.2011 Fristlose Kündigung:
Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 03.03.2011, 3 Sa 641/10
Frankfurt, 26.10.2011 Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 01.07.2011, 10 Sa 245/11
Frankfurt, 21.10.2011 Fristlose Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 25.07.2011, 17 Sa 1739/10
Hamburg, 23.09.2011 Kündigung:
Landesarbeitsgericht Hamburg, Urteil vom 11.05.2011, 5 Sa 1/11
Berlin, 14.09.2011 BAT-TVöD:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 08.09.2011, C-297/10 und C-298/10 (Hennings und Mai)
Frankfurt, 13.09.2011 Altersgrenzen:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 13.09.2011, C-447/09 (Prigge u.a.)
Berlin, 12.09.2011 Chefarzt:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 08.09.2011, 2 AZR 543/10
Hannover, 09.09.2011 Arbeitszeitbetrug:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 09.06.2011, 2 AZR 381/10
Berlin, 08.09.2011 Whistleblowing:
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Urteil vom 21.07.2011, 28274/08 (Heinisch)
Berlin, 06.09.2011 Bonus - Kündigung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 12.04.2011, 1 AZR 412/09
Frankfurt, 05.09.2011 Betriebsübergang:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.08.2011, 8 AZR 230/10
Berlin, 02.09.2011 GlobeGround Berlin:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 25.08.2011, 25 TaBV 529/11
Frankfurt, 31.08.2011 Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 18.01.2011, 12 Sa 522/10
Hamburg, 25.08.2011 Probezeitkündigung:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 22.06.2011, 3 Sa 95/11
Frankfurt, 23.08.2011 Kündigung und Vollmacht:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.04.2011, 6 AZR 727/09
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