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Arbeitsrecht aktuell: 10/067 Arbeitsgerichtsgesetz - Basiskommentar
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von Thomas Lakies
Bund-Verlag
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08.04.2010. Das Arbeitsgerichtsgesetz regelt das Verfahrensrecht bei der Arbeitsgerichtsbarkeit. Hierzu zählt insbesondere das Verfahren vor den Arbeitsgerichten, Landesarbeitsgerichten und dem Bundesarbeitsgericht sowie das Einigungsstellenverfahren.
Richter am Arbeitsgericht Thomas Lakies hat hierzu einen Basiskommentar verfasst, der im Folgenden vorgestellt wird.
Thomas Lakies: Arbeitsgerichtsgesetz - Basiskommentar Bund-Verlag, 1.Auflage (27.10.2009) 454 Seiten; 39,90 Euro
Besprechung von: Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Fachanwalt für Arbeitsrecht, und Rechtsanwalt Sebastian W. Kreuziger, Berlin
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Ende 2009 erschien ein neuer "Basiskommentar" im Bund-Verlag, und zwar zum Arbeitsgerichtsgesetz (ArbGG). Verfasser ist ein Berliner Richter am Arbeitsgericht, Thomas Lakies. Für rund 40 Euro möchte der Autor auf knapp 450 Seiten dem Leser die wesentlichen verfahrensrechtlichen Probleme der Arbeitsgerichtsbarkeit kompakt und eingängig näher bringen.
Das Werk folgt dem üblichen Aufbau: Dem Inhaltsverzeichnis, das sowohl einen Überblick über den Inhalt des Kommentars als auch des Arbeitsgerichtsgesetzes liefert, folgt ein Abkürzungsverzeichnis, ein auf die wesentliche Kommentarliteratur beschränktes Literaturverzeichnis, die Kommentierung des ArbGG sowie abschließend ein ausführliches Stichwortverzeichnis.
Zu Recht legt der Autor den Schwerpunkt seiner Kommentierung auf die Darstellung des praktisch bedeutsamen Urteils- und Beschlussverfahrens in erster Instanz sowie auf das Einigungsstellenverfahren ohne Einschaltung des Gerichts.
Die Kommentierung besticht durch klare, präzise Formulierungen und eine sehr gut lesbare Gestaltung. Die jeweilige Fachterminologie und die wesentlichen Stichworte sind fett hervorgehoben und erlauben damit eine schnelle Orientierung. Ganz im Sinne des Konzeptes eines Basiskommentars beschränkt sich der Autor bei der Kommentierung der jeweiligen Paragrafen auf die Darstellung ihrer wesentlichen Grundzüge, Bezüge zu anderen Normen sowie die überwiegende Rechtsprechung.
Da das ArbGG oft auf Regelungen der Zivilprozessordnung verweist, erscheint es auf den ersten Blick als Nachteil, dass die in Bezug genommenen Normen nicht mit abgedruckt wurden. Lakies kompensiert dies jedoch durch Inbezugnahmen im Fließtext und hält damit den Umfang des Buches in sinnvollen Grenzen.
Vorbildlich ist die Zitierung der Rechtsprechung. Stets ist das jeweilige Aktenzeichen angegeben, was die weitere Recherche in Datenbank enorm erleichtert. Hier haben einige der bereits etablierten Standardwerke noch Nachholbedarf.
Die angenehm knappe Darstellung darf den Leser im Übrigen nicht dazu verführen, die Ausführungen als abschließende Information zu verstehen. Da allein die "überwiegende" Rechtsprechung in Bezug genommen wird, kann es im Einzelfall durchaus sein, dass der in einem konkreten Fall zuständige Instanzenzug einer anderen Auffassung folgt.
Vereinzelt führt die Vereinfachung der Darstellung dazu, dass umstrittene Fragen nicht als solche dargestellt werden. Als Beispiel hierfür mag die taktisch bedeutsame Frage dienen, ob das Gericht im Einigungsstellenbesetzungsverfahren nach § 98 ArbGG an den vom Antragsteller vorgeschlagenen Vorsitzenden der vom Gericht zu besetzenden Einigungsstelle gebunden ist. Das ist zwischen den letztinstanzlich zuständigen Landesarbeitsgerichten umstritten (siehe hierzu unseren Beitrag Arbeitsrecht aktuell 10/059 Vorsitzender der Einigungsstelle), wird im Kommentar aber als unstreitig dargestellt (§ 98 Rn. 40). Pikanterweise steht die im Kommentar vertretene Rechtsauffassung unter anderem im Widerspruch zur jüngsten Rechtsprechung einiger Kammern des Arbeitsgerichtes Berlin bzw. des Landesarbeitsgerichtes Berlin-Brandenburg.
Dieses Detail kann den insgesamt sehr guten Gesamteindruck des Basiskommentars Arbeitsgerichtsgesetz jedoch nicht beeinträchtigen. Das Werk richtet sich in erster Linie an Arbeitnehmer, Betriebsräte und an ehrenamtliche Richter, d.h. an juristische Laien, die mit arbeitsgerichtlichen Prozessen in Berührung gekommen sind. Der Kommentar wird seinem Ziel, solchen Lesern einen Einstieg und eine Orientierungshilfe für Verfahren vor den Arbeitsgerichten zu geben, voll gerecht.
Darüber hinaus eignet sich der Basiskommentar auch für Angehörige der rechtsberatenden Berufe, soweit ihr Schwerpunkt nicht ohnehin auf dem Arbeitsrecht liegt. Für diese bietet das Buch einen nützlichen Überblick über die wesentlichen Besonderheiten des arbeitsrechtlichen Prozessrechtes. Insbesondere die Lektüre der Kommentierung zu §§ 12 und 12a ArbGG (Kosten und Kostentragungspflicht) ist hier zu empfehlen, um Problembewusstsein zu erhalten bzw. zu vertiefen.
Im Ergebnis hält der Basiskommentar Arbeitsgerichtsgesetz, was er verspricht. Die präzise, kompakte Darstellung der wesentlichen Grundzüge des ArbGG ist als überschaubare, klar verständliche Orientierungshilfe uneingeschränkt zu empfehlen.
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Letzte Überarbeitung: 9. August 2010
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München, 16.05.2012 Altersversorgung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.05.2012, 3 AZR 128/11
Hannover, 15.05.2012 Urlaub und Krankheit:
Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 23.02.2012, 5 Sa 1370/11
Frankfurt, 14.05.2012 Leiharbeit:
Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 23.04.2012, L 1 KR 95/12 B ER
Berlin, 12.05.2012 Betriebsübergang:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 10.05.2012, 8 AZR 639/10
Köln, 09.05.2012 Whistleblowing:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 02.02.2012, 6 Sa 304/11
Köln, 08.05.2012 Lohnrückzahlung:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 12.10.2011, 9 Sa 156/11
München, 07.05.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 13.10.2011, 3 Sa 1187/10
Frankfurt, 04.05.2012 Urlaub und Krankheit:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 03.05.2012, Rs. C-337/10 - Neidel
Köln, 03.05.2012 Korruption:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 23.01.2012, 5 Sa 371/11
Köln, 02.05.2012 Kündigung und Krankheit:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 08.12.2011, 3 Ca 936/11
Köln, 30.04.2012 Fristlose Kündigung:
Landesarbeitsgericht Köln, Beschluss vom 27.07.2011, 9 TaBVGa 2/11
Frankfurt, 25.04.2012 Urlaubsabgeltung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 13.12.2011, 9 AZR 399/10
Köln, 24.04.2012 Diskriminierungsschutz:
Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.04.2012, II ZR 163/10
Frankfurt, 23.04.2012 Fristlose Kündigung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19.04.2012, 2 AZR 258/11
Hamburg, 20.04.2012 Lohnuntergrenzen:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.04.2012, 4 AZR 139/10, Beschluss vom 18.04.2012, 4 AZR 168/10
Hamburg, 20.04.2012 Diskriminierung:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 19.04.2012, C-415/10 (Meister)
Hannover, 18.04.2012 Gleichbehandlung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.04.2012, 3 AZR 280/10
Hamburg, 13.04.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 27.09.2011, 1 Sa 538 e/10
Stuttgart, 12.04.2012 Änderungskündigung:
Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 10.11.2011, 10 Sa 329/11
Berlin, 05.04.2012 Unkündbarkeit:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 07.02.2012, 7 Sa 2164/11
Köln, 28.03.2012 Ermahnung:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 20.12.2011, 3 Ca 1013/11
Frankfurt, 26.03.2012 Mitarbeitergespräche:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 06.02.2012, 16 Sa 1134/11
Berlin, 22.03.2012 Massenentlassungsanzeige
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.03.2012, 6 AZR 596/10
Berlin, 21.03.2012 Gleicher Urlaub:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20.03.2012, 9 AZR 529/10
Berlin, 18.03.2012 Änderungskündigung:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.12.2011, 15 Sa 1264/11, 15 Sa 1461/11
Berlin, 16.03.2012 Bewerberdiskriminierung
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.03.2012, 8 AZR 160/11
Berlin, 15.03.2012 Urlaubsrecht:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.10.2011, 9 AZR 303/10
Berlin, 14.03.2012 Wettbewerbsverbot:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.09.2011, 10 AZR 198/10
Hamburg, 12.03.2012 Provision:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 06.12.2011, 1 Sa 13 a/11
Hannover, 11.03.2012 Befristung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 29.06.2011, 7 AZR 6/10
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