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ARBEITSRECHT AKTUELL // 07/32

Bun­des­tag be­schließt Ar­beits­markt­för­de­rung für ju­gend­li­che Ar­beits­lo­se

Ar­beits­lo­se un­ter 25 Jah­ren oh­ne Be­rufs­ab­schluss sol­len künf­tig ge­zielt ge­för­dert wer­den: Vier­tes Ge­setz zur Än­de­rung des Drit­ten Bu­ches So­zi­al­ge­setz­buch – Ver­bes­se­rung der Qua­li­fi­zie­rung und Be­schäf­ti­gungs­chan­cen von jün­ge­ren Men­schen mit Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen
Logo der Bundesagentur für Arbeit, weißes Dreieck auf rotem Hintergrund Künf­tig soll es mehr Hil­fe für ju­gend­li­che Ar­beits­lo­se oh­ne Be­rufs­ab­schluss ge­ben

14.08.2007. Die Frak­tio­nen der CDU/CSU und der SPD ha­ben ih­ren Ge­setz­ent­wurf zur För­de­rung von jün­ge­ren Ar­beits­lo­sen vom 19.06.2007 nur ein­ein­halb Mo­na­te spä­ter, näm­lich am 06.07.2007, na­he­zu un­ver­än­dert im Bun­des­tag an­ge­nom­men.

Der Ge­setz­ent­wurf, über den wir be­rich­te­ten (Ar­beits­recht ak­tu­ell: 07/24b Ent­wurf ei­nes Zwei­ten Ge­set­zes zur Än­de­rung des Zwei­ten Bu­ches So­zi­al­ge­setz­buch), wur­de nur in ei­nem eher un­be­deu­ten­den Punkt ab­ge­än­dert:

Wäh­rend der Qua­li­fi­zie­rungs­zu­schuss, der höchs­tens 50 Pro­zent des be­zu­schuss­ten Ar­beits­lohns be­trägt, nach dem Ent­wurf sche­ma­tisch in 15 Pro­zent für Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men und in 35 Pro­zent Lohn­zu­schuss auf­ge­glie­dert war, ist nun­mehr vor­ge­schrie­ben, dass der Qua­li­fi­zie­rungs­an­teil „min­des­tens“ 15 Pro­zent be­trägt, d.h. auch hö­her als 15 Pro­zent sein kann.

Da das Ge­setz ent­spre­chend dem Ent­wurf be­schlos­sen wur­de, tritt es zum 01.10.2007 in Kraft. Ab die­sem Zeit­punkt kön­nen da­her Qua­li­fi­zie­rungs­zu­schüs­se für bis zu 25 Jah­re al­te Ar­beits­lo­se oh­ne Be­rufs­ab­schluss ge­währt wer­den.

Au­ßer­dem kön­nen Ein­glie­de­rungs­zu­schüs­se für Ar­beits­lo­se ge­währt wer­den, die bis zu 25 Jah­re alt sind und zwar ei­nen Be­rufs­ab­schluss ha­ben, den­noch aber schwer ver­mit­tel­bar sind.

An­ders als die eben­falls zum 01.10.2007 ein­set­zen­de För­de­rung von schwer ver­mit­tel­ba­ren er­werbs­fä­hi­gen Hilfs­be­dürf­ti­gen („HARTZ IV–Emp­fän­ger“) sind Qua­li­fi­zie­rungs­zu­schuss und Ein­glie­de­rungs­zu­schuss

  • auf höchs­tens 500,00 EUR pro Mo­nat be­grenzt (d.h. ein über 1.000,00 EUR lie­gen­der Lohn wird nicht durch Ge­wäh­rung ei­nes Qua­li­fi­zie­rungs- oder Ein­glie­de­rungs­zu­schus­ses ge­för­dert),
  • höchs­tens auf zwölf Mo­na­te För­de­rungs­dau­er be­grenzt,
  • und vom Ar­beit­ge­ber hälf­tig zu­rück­zu­zah­len, wenn das ge­för­der­te Ar­beits­ver­hält­nis vor Ab­lauf des Be­schäf­ti­gungs­zeit­raums aus Grün­den, die in sei­nem Ver­ant­wor­tungs­be­reich lie­gen, vor­zei­tig be­en­det wird.

Ver­gleicht man die För­de­rung von Lang­zeit­ar­beits­lo­sen nach dem SGB II (Be­schäf­ti­gungs­zu­schuss) mit der För­de­rung von jun­gen Ar­beits­lo­sen nach dem SGB III (Qua­li­fi­zie­rungs­zu­schuss und Ein­glie­de­rungs­zu­schuss), so fällt auf, dass Qua­li­fi­zie­rungs­zu­schuss und Ein­glie­de­rungs­zu­schuss deut­lich nied­ri­ger sind, deut­lich we­ni­ger lang ge­währt wer­den und – das gilt je­den­falls für den Qua­li­fi­zie­rungs­zu­schuss – stär­ker ziel­ge­rich­tet im Sin­ne ei­ner Ver­bes­se­rung von Ar­beits­mark­chan­cen sind.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 13. September 2016

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