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ARBEITSRECHT AKTUELL // 07/59

Ge­setz­li­che Neu­re­ge­lun­gen

Zum 01.10.2007 sind zwei ge­setz­li­che Neu­re­ge­lun­gen zur Ar­beits­markt­för­de­rung in Kraft ge­tre­ten: Fi­nan­zi­el­le Leis­tun­gen für ju­gend­li­che Ar­beits­lo­se mit Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen und für Lang­zeit­ar­beits­lo­se mit be­son­de­ren Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen
Logo der Bundesagentur für Arbeit, weißes Dreieck auf rotem Hintergrund Ab Ok­to­ber sol­len Ar­beits­lo­se mit be­son­de­ren Pro­ble­men stär­ker ge­för­dert wer­den

02.10.2007. Ges­tern sind zwei ar­beits­markt­po­li­ti­sche Be­schäf­ti­gungs­pro­gram­me in Kraft ge­tre­ten.

Sie er­lau­ben es der Ar­beits­ver­wal­tung, ju­gend­li­che Ar­beits­lo­se mit Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen und Lang­zeit­ar­beits­lo­se mit be­son­de­ren Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen durch neue fi­nan­zi­el­le Leis­tun­gen ziel­ge­rich­tet zu för­dern.

Die fi­nan­zi­el­len Leis­tun­gen kön­nen ei­nen ge­wis­sen Aus­gleich für die mas­si­ven Kür­zun­gen der Ar­beits­lo­sen­un­ter­stüt­zung im Rah­men der Hartz-Re­for­men ge­währ­leis­ten.

Ju­gend­li­che Ar­beits­lo­se mit Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen, d.h. Ar­beits­lo­se un­ter 25 Jah­ren oh­ne Be­rufs­ab­schluss, kön­nen ab Ok­to­ber Qua­li­fi­zie­rungs­zu­schüs­se er­hal­ten. Dar­über hin­aus kann die Ar­beits­agen­tur Ein­glie­de­rungs­zu­schüs­se für Ar­beits­lo­se un­ter 25 Jah­ren alt leis­ten, wenn die­se zwar ei­nen Be­rufs­ab­schluss ha­ben, aber den­noch schwer ver­mit­tel­bar sind.

Qua­li­fi­zie­rungs­zu­schuss und Ein­glie­de­rungs­zu­schuss

  • sind auf höchs­tens 500,00 EUR pro Mo­nat be­grenzt,
  • kön­nen für ma­xi­mal zwölf Mo­na­te lang ge­leis­tet wer­den,
  • und sind vom Ar­beit­ge­ber hälf­tig zu­rück­zu­zah­len, wenn das ge­för­der­te Ar­beits­ver­hält­nis vor Ab­lauf des Be­schäf­ti­gungs­zeit­raums aus Grün­den, die in sei­nem Ver­ant­wor­tungs­be­reich lie­gen, vor­zei­tig be­en­det wird.

Lang­zeit­ar­beits­lo­se mit be­son­de­ren Ver­mitt­lungs­hemm­nis­sen kön­nen ei­nen Be­schäf­ti­gungs­zu­schuss von ma­xi­mal 75 Pro­zent des üb­li­chen Ar­beits­ent­gelts in­klu­si­ve des Ar­beit­ge­ber­an­teils am So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trag er­hal­ten.

Der Be­schäf­ti­gungs­zu­schuss setzt vor­aus, dass der ge­för­der­te Ar­beits­lo­se

  • lang­zeit­ar­beits­los im Sin­ne von § 18 Drit­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB III), d.h. län­ger als ein Jahr ar­beits­los ist,
  • er in sei­nen Er­werbs­mög­lich­kei­ten durch min­des­tens zwei wei­te­re in sei­ner Per­son lie­gen­de "Ver­mitt­lungs­hemm­nis­se" be­son­ders schwer be­ein­träch­tigt ist,
  • er auf der Grund­la­ge ei­ner Ein­glie­de­rungs­ver­ein­ba­rung für min­des­tens sechs Mo­na­te be­treut wor­den ist und Ein­glie­de­rungs­hil­fe er­hal­ten hat,
  • auf dem all­ge­mei­nen Ar­beits­markt in­ner­halb der nächs­ten 24 Mo­na­te oh­ne die För­de­rung vor­aus­sicht­lich kei­ne Er­werbs­mög­lich­keit hat, und
  • mit dem Ar­beit­ge­ber ein re­gu­lä­res Voll­zeit­ar­beits­ver­hält­nis ver­ein­bart hat, d.h. die ver­ein­bar­te Ar­beits­zeit darf die Hälf­te der re­gu­lä­ren bzw. vol­len Ar­beits­zeit nicht un­ter­schrei­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 30. Dezember 2013

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