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Arbeitsrecht aktuell: 07/87 Grünbuch Arbeitsrecht
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EU-Pläne zum Arbeitsrecht vorerst auf Eis gelegt
von Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Berlin
Als die Europäische Kommission vor etwa einem Jahr ihr Grünbuch „Ein modernes Arbeitsrecht für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“ vorlegte, waren die Reaktionen von der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite erwartungsgemäß kontrovers: Während die Arbeitgeber zu weitreichende Regulierungen des europäischen Arbeitsmarktes befürchteten und damit den Verlust von Wettbewerbsfähigkeit, hofften die Gewerkschaften auf einen Ausbau von Arbeitnehmerrechten auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Auf die mit dem Grünbuch ausgesprochene Einladung an alle „am Arbeitsrecht Interessierten“ zur Diskussion der aufgeworfenen Fragen erhielt die Kommission mehr als 450 Rückmeldungen von nationalen und regionalen Regierungen, von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern, von Sozialverbänden, von sog. Nicht-Regierungs-Organisationen sowie von Rechtsexperten und Privatpersonen.
Als Resultat dieser Rückmeldungen verkündete die Kommission nunmehr am 24.10.2007 die Beendigung des Diskussionsprozesses: Brüsseler Vorgaben für eine breit angelegte Harmonisierung der nationalen Arbeitsrechtsregelungen wird es vorerst nicht geben.
Wie schon das „Grünbuch“ selbst und die mit ihm angestoßene Diskussion, so wurde auch der Stopp der Grünbuch-Debatte von den sozialen Gegenspielern kontrovers aufgenommen. Die Arbeitgeberseite zeigte sich erleichtert, die Gewerkschaften enttäuscht, wie die FAZ am 13.11.2007 zu berichten wusste. Während die Leiterin des Bereichs Arbeits- und Sozialrecht beim Deutschen Gewerkschaftsbund, Helga Nielebock, die Beendigung des Diskussionsprozesses bedauerte, polemisierte Renate Hornung-Draus von der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände, das Grünbuch sei ein „konfuses Dokument“ gewesen, das zu einer „konfusen Debatte“ geführt habe.
Die Kommission hatte mit ihrem Grünbuch in der Tat ein großes Rad drehen wollen: So ging es um nichts weniger als die Frage, wie der europäische Arbeitsmarkt durch europaweit geltende rechtliche Standards gleichermaßen flexibel und sozial sicher gestaltet werden könnte. Im einzelnen war damit die Frage nach dem Umgang mit befristeten und unbefristeten Arbeitsverhältnissen sowie mit Leiharbeit aufgeworfen, was die Diskussion um den Kündigungsschutz mit gewohnter Rollenverteilung auf den Plan rief. Außerdem ging es um die Haftung des Hauptauftraggebers beim Einsatz arbeitsrechtlich nicht ganz „stubenreiner“ Subunternehmen sowie um das Dauerthema der Bekämpfung von Schwarzarbeit.
Auch wenn die Kommission derzeit einen Rückzieher gemacht hat, sieht sie weiterhin europarechtlichen „Handlungsbedarf“ in vielen der oben genannten Bereiche des Arbeitsrechts.
Einzelheiten zu dem Vorgang finden Sie hier:

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Letzte Überarbeitung: 9. März 2012
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Berlin, 19.05.2012 Teilzeitanspruch:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14.03.2012, 15 SaGa 2286/11
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Bundesarbeitsgericht, Urteile vom 16.05.2012, 4 AZR 320/10 und 321/10
Berlin, 17.05.2012 Öffentlicher Dienst:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 16.05.2012, 10 AZR 202/11
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Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.05.2012, 3 AZR 128/11
Hannover, 15.05.2012 Urlaub und Krankheit:
Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 23.02.2012, 5 Sa 1370/11
Frankfurt, 14.05.2012 Leiharbeit:
Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 23.04.2012, L 1 KR 95/12 B ER
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Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 02.02.2012, 6 Sa 304/11
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München, 07.05.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 13.10.2011, 3 Sa 1187/10
Frankfurt, 04.05.2012 Urlaub und Krankheit:
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Köln, 03.05.2012 Korruption:
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Köln, 02.05.2012 Kündigung und Krankheit:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 08.12.2011, 3 Ca 936/11
Köln, 30.04.2012 Fristlose Kündigung:
Landesarbeitsgericht Köln, Beschluss vom 27.07.2011, 9 TaBVGa 2/11
Frankfurt, 25.04.2012 Urlaubsabgeltung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 13.12.2011, 9 AZR 399/10
Köln, 24.04.2012 Diskriminierungsschutz:
Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.04.2012, II ZR 163/10
Frankfurt, 23.04.2012 Fristlose Kündigung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19.04.2012, 2 AZR 258/11
Hamburg, 20.04.2012 Lohnuntergrenzen:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.04.2012, 4 AZR 139/10, Beschluss vom 18.04.2012, 4 AZR 168/10
Hamburg, 20.04.2012 Diskriminierung:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 19.04.2012, C-415/10 (Meister)
Hannover, 18.04.2012 Gleichbehandlung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.04.2012, 3 AZR 280/10
Hamburg, 13.04.2012 Kündigungsschutzklage:
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Frankfurt, 26.03.2012 Mitarbeitergespräche:
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Berlin, 22.03.2012 Massenentlassungsanzeige
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Berlin, 21.03.2012 Gleicher Urlaub:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20.03.2012, 9 AZR 529/10
Berlin, 18.03.2012 Änderungskündigung:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.12.2011, 15 Sa 1264/11, 15 Sa 1461/11
Berlin, 16.03.2012 Bewerberdiskriminierung
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.03.2012, 8 AZR 160/11
Berlin, 15.03.2012 Urlaubsrecht:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.10.2011, 9 AZR 303/10
Berlin, 14.03.2012 Wettbewerbsverbot:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.09.2011, 10 AZR 198/10
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