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ARBEITSRECHT AKTUELL // 22/040

Be­triebs­rä­te: kei­ne Mit­be­stim­mungs­rech­te bei der Ar­beits­zeit­er­fas­sung

Be­triebs­rä­te ha­ben bei der Ein­füh­rung ei­ner elek­tro­ni­schen Ar­beits­zeit­er­fas­sung kein Mit­be­stim­mungs­recht ge­mäß § 87 Abs.1 Nr.6 Be­trVG: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21
Wanduhr

23.09.2022. Be­triebs­rä­te ha­ben nach § 87 Abs.1 Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (Be­trVG) zahl­rei­che Mit­be­stim­mungs­rech­te, un­ter an­de­rem nach § 87 Abs.1 Nr.6 Be­trVG auch bei der "Ein­füh­rung und An­wen­dung von tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen, die da­zu be­stimmt sind, das Ver­hal­ten oder die Leis­tung der Ar­beit­neh­mer zu über­wa­chen". Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Hamm hat­te da­her im ver­gan­ge­nen Jahr ent­schie­den, dass Be­triebs­rä­te ein Initia­tiv- und Mit­be­stim­mungs­recht bei der Ein­füh­rung ei­nes elek­tro­ni­schen Zeit­er­fas­sungs­sys­tems ha­ben (Lan­des­ar­beits­ge­richt Hamm, Be­schluss vom 27.07.2021, 7 TaBV 79/20). 

Der Fall hat nun aber das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) er­reicht, das in ei­nem ak­tu­el­len Be­schluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21, ent­ge­gen der Auf­fas­sung des LAG fest­ge­stellt hat, dass der Be­triebs­rat kein Initia­tiv­recht für die Ein­füh­rung ei­nes di­gi­ta­len Sys­tems der Ar­beits­zeit­er­fas­sung hat. Der Ar­beit­ge­ber ist näm­lich be­reits nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 Ar­bSchG zur Ar­beits­zeit­er­fas­sung ver­pflich­tet.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 19|2022 BAG: Ge­setz­li­che Pflicht des Ar­beit­ge­bers zur Ar­beits­zeit­er­fas­sung
 

Letzte Überarbeitung: 23. September 2022

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