HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/099

Hin­weis­ge­ber darf sich für Mel­dun­gen an­walt­lich be­ra­ten las­sen

Ar­beit­ge­ber dür­fen Hin­weis­ge­ber nicht dar­an hin­dern, für not­wen­di­ge recht­li­che Be­ra­tung In­for­ma­tio­nen mit ih­rem Rechts­an­walt zu er­ör­tern: Hes­si­sches Lan­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 30.05.2025, 10 GLa 337/25
Anwältin mit Mandant

11.09.2025 Ei­ne Mit­ar­bei­te­rin ei­nes In­vest­ment­un­ter­neh­mens hat­te als Hin­weis­ge­be­rin mit Be­hör­den ko­ope­riert und sich da­bei an­walt­lich un­ter­stüt­zen las­sen. Ihr Vor­ge­setz­ter un­ter­sag­te ihr, ih­ren Rechts­an­walt bei fach­li­chen The­men des Ta­ges­ge­schäfts ein­zu­be­zie­hen. Da­ge­gen be­an­trag­te sie im Eil­ver­fah­ren die Auf­he­bung des Ver­bots.

Das Hes­si­sche LAG wies die Be­schwer­de zu­rück. Zwar kann ei­ne Be­schrän­kung des Aus­tauschs mit dem ei­ge­nen Rechts­an­walt ei­ne Be­nach­tei­li­gung nach § 36 Abs. 1 HinSchG dar­stel­len, so­weit die Kom­mu­ni­ka­ti­on für die recht­li­che Be­ra­tung im Zu­sam­men­hang mit Hin­weis­ge­ber­mel­dun­gen er­for­der­lich ist. Im kon­kre­ten Fall hat­te der Ar­beit­ge­ber sei­ne zu­nächst zu weit ge­fass­te Wei­sung je­doch ent­spre­chend ein­ge­schränkt, so­dass kei­ne Wie­der­ho­lungs­ge­fahr mehr be­stand.

Ein Un­ter­las­sungs­an­spruch der Hin­weis­ge­be­rin be­stand da­her nicht: Hes­si­sches LAG, Ur­teil vom 30.05.2025, 10 GLa 337/25

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen: Up­date Ar­beits­recht 08|2025 Hes­si­sches LAG: Ab­wehr­rech­te des Hin­weis­ge­bers ge­gen­über dem Ar­beit­ge­ber

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Ab­mah­nung und Rechts­schutz

Hand­buch Ar­beits­recht: Ar­beits­ver­trag

Hand­buch Ar­beits­recht: Haf­tung des Ar­beit­ge­bers

Letzte Überarbeitung: 26. August 2026

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