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ARBEITSRECHT AKTUELL // 26/003

Feh­ler­haf­te Mas­sen­ent­las­sungs­an­zei­ge nicht kor­ri­giert wer­den

Ei­ne feh­ler­haf­te Mas­sen­ent­las­sungs­an­zei­ge hin­dert die Ar­beits­ver­wal­tung dar­an, ih­re Auf­ga­ben nach der Mas­sen­ent­las­sungs­richt­li­nie (MERL) zu er­fül­len.: EuGH, Ur­teil vom 30.10.2025, C-402/24
Massenentlassung, Ansprache

13.01.2026. In die­sem Fall klag­te ei­ne Pi­lo­tin ge­gen ih­re Kün­di­gung, nach­dem der In­sol­venz­ver­wal­ter ih­rer Flug­ge­sell­schaft die An­zei­ge der ge­plan­ten Ent­las­sun­gen un­voll­stän­dig bei der Ar­beits­agen­tur ein­ge­reicht hat­te.

Ar­beits­ge­richt (ArbG) und Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Düs­sel­dorf wie­sen die Kla­ge ab. Der Sechs­te BAG-Se­nat leg­te den Fall dem Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof (EuGH) vor.

Die­ser ent­schied, dass sich die Ar­beits­ver­wal­tung - bei Feh­lern der An­zei­ge - nicht ein­fach „als aus­rei­chend in­for­miert“ be­trach­ten darf, und dass ei­ne richter­recht­li­che Ver­län­ge­rung der Kün­di­gungs­frist kei­ne aus­rei­chen­de recht­li­che Re­ak­ti­on ist.

Nach­träg­li­che Kor­rek­tu­ren der An­zei­ge sind nach Aus­spruch der Kün­di­gung wir­kungs­los: EuGH, Ur­teil vom 30.10.2025, C-402/24

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 11|2025 EuGH: Ei­ne richter­recht­li­che Ver­län­ge­rung der Kün­di­gungs­frist wä­re kei­ne aus­rei­chen­de Sank­ti­on für Feh­ler bei der Mas­sen­ent­las­sungs­an­zei­ge

 

Hand­buch Ar­beits­recht: In­sol­venz des Ar­beit­ge­bers

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung - Be­triebs­be­ding­te Kün­di­gung

Hand­buch Ar­beits­recht: Mas­sen­ent­las­sung

Hand­buch Ar­beits­recht: So­zi­al­plan

Letzte Überarbeitung: 11. Februar 2026

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