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ARBEITSRECHT AKTUELL // 26/008

Warn­streiks im öf­fent­li­chen Dienst

Im öf­fent­li­chen Dienst kommt es der­zeit er­neut zu Ta­rif­aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen den zu­stän­di­gen Ge­werk­schaf­ten und den je­wei­li­gen Ar­beit­ge­ber­ver­tre­tun­gen
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Die Ar­beits­be­din­gun­gen der Ta­rif­be­schäf­tig­ten wer­den in Deutsch­land nicht ein­heit­lich, son­dern nach Zu­stän­dig­keits­be­rei­chen ge­re­gelt. Maß­geb­lich sind hier­bei der Ta­rif­ver­trag für den öf­fent­li­chen Dienst (TVöD) für Bund und Kom­mu­nen so­wie der Ta­rif­ver­trag der Län­der (TV-L) für die Be­schäf­tig­ten der Bun­des­län­der. 

Ge­gen­stand der lau­fen­den Ver­hand­lun­gen sind ins­be­son­de­re An­pas­sun­gen der Ent­gelt­ta­bel­len, die Lauf­zeit künf­ti­ger Ta­rif­ver­trä­ge so­wie struk­tu­rel­le Fra­gen der Ar­beits­be­din­gun­gen. Wäh­rend für Bund und Kom­mu­nen be­reits En­de 2025 ein Ta­rif­ab­schluss er­zielt wur­de, dau­ern die Ver­hand­lun­gen mit der Ta­rif­ge­mein­schaft deut­scher Län­der (TdL) wei­ter­hin an.

In die­sem Zu­sam­men­hang kommt es bun­des­weit zu Warn­streiks, die un­ter an­de­rem Schu­len, Hoch­schu­len, Kin­der­ta­ges­stät­ten, Lan­des­ver­wal­tun­gen so­wie teil­wei­se den Jus­tiz- und Po­li­zei­be­reich be­tref­fen.

For­de­run­gen der Ge­werk­schaf­ten

Die Ge­werk­schaf­ten for­dern ei­ne li­nea­re Ent­gel­ter­hö­hung von 7 %, so­wie ei­nen ga­ran­tier­ten Min­dest­be­trag von 300 € pro Mo­nat, um ins­be­son­de­re die un­te­ren und mitt­le­ren Ent­gelt­grup­pen stär­ker zu ent­las­ten. Zu­sätz­lich ver­lan­gen sie ei­ne Er­hö­hung der Ver­gü­tung für Aus­zu­bil­den­de und du­al Stu­die­ren­de um 200 € so­wie ei­ne Ta­rif­ver­trags­lauf­zeit von 12 Mo­na­ten. Mit die­sen Maß­nah­men soll ein in­fla­ti­ons- und leis­tungs­be­zo­ge­ner Ein­kom­mens­zu­wachs si­cher­ge­stellt und die At­trak­ti­vi­tät des öf­fent­li­chen Diens­tes er­hal­ten wer­den.

Po­si­ti­on der Ar­beit­ge­ber

Die Ta­rif­ge­mein­schaft deut­scher Län­der (TdL) hat bis­lang kein An­ge­bot vor­ge­legt, das von den Ge­werk­schaf­ten als aus­rei­chend be­wer­tet wird. Vor­ge­schla­gen wer­den mehr­stu­fi­ge Ent­gel­ter­hö­hun­gen für 2026 bis 2028 mit ei­ner Ge­samt­stei­ge­rung von et­was über 5 %. So­wohl Hö­he als auch Lauf­zeit des An­ge­bots wei­chen da­mit deut­lich von den ge­werk­schaft­li­chen For­de­run­gen ab, wo­bei ins­be­son­de­re die län­ge­re Ver­trags­lauf­zeit strit­tig ist. Die TdL be­grün­det ihr Vor­ge­hen mit der an­ge­spann­ten Haus­halts­la­ge zahl­rei­cher Bun­des­län­der.

Ak­tu­el­ler Stand der Ver­hand­lun­gen 

Nach­dem die ers­ten bei­den Ta­rif­ver­hand­lungs­run­den im Ja­nu­ar oh­ne Ei­ni­gung ge­blie­ben sind, bleibt ab­zu­war­ten, zu wel­chem Er­geb­nis die drit­te Ver­hand­lungs­run­de ab dem 11. Fe­bru­ar 2026 füh­ren wird. So­wohl die Ge­werk­schaf­ten als auch die Ta­rif­ge­mein­schaft deut­scher Län­der (TdL) ha­ben im Vor­feld ih­re grund­sätz­li­che Ver­hand­lungs- und Kom­pro­miss­be­reit­schaft be­tont. Zu­gleich ha­ben die Ge­werk­schaf­ten deut­lich ge­macht, dass bei Aus­blei­ben ei­nes aus ih­rer Sicht ver­bes­ser­ten An­ge­bots wei­te­re Warn­streiks in Be­tracht kom­men.
 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: 

Ar­beit­ge­ber­ver­band for­dert Ein­schrän­kung des Streik­rechts (10. Fe­bru­ar 2026)

Ta­rif­run­de öf­fent­li­cher Dienst Län­der - GEW: „Fast 12.000 Bil­dungs­be­schäf­tig­te strei­ken für mehr Ge­halt“ (29.01.2026)

Zwei­te Ver­hand­lungs­run­de zum TV-L bleibt oh­ne Er­geb­nis (19.01.2026)

 

Letzte Überarbeitung: 11. Februar 2026

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