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Arbeitsrecht aktuell: 10/108 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - Basiskommentar
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Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - Basiskommentar
von Inge Böttcher, 3. Auflage 2009, 189 Seiten, 24,90 EUR: Bund-Verlag
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08.06.2010. Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) regelt den Anspruch von Eltern auf Elternzeit gegenüber dem Arbeitgeber und den sozialrechtlichen Anspruch auf Gewährung von Elterngeld.
Rechtsanwältin Inge Böttcher hat hierzu einen im Bund-Verlag erschienenen Basiskommentar verfasst. Im folgenden wird das Buch kurz besprochen. Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - Basiskommentar, Bund-Verlag, 3. Auflage 2009, 189 Seiten, 24,90 EUR
von Rechtsanwältin Eva Hüttl, Fachanwältin für Arbeitsrecht, Hamburg
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Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) hat 2007 das Bundeserziehungsgeldgesetz abgelöst. Es regelt die Voraussetzungen für den sozialrechtlichen Anspruch auf Elterngeld und den privatrechtlichen Anspruch auf Elternzeit.
Im Vergleich zum Vorgängergesetz wurden die Leistungen und Ansprüche erhöht und so für einen weiteren Personenkreis attraktiv gemacht, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen. Insbesondere, um auch Männern einen Anreiz zu geben, sich verstärkt an der Erziehung zu beteiligen.
Die Verfasserin Inge Böttcher ist Rechtsanwältin in Delmenhorst und als Referentin in der Erwachsenenbildung mit den Schwerpunkten Arbeitsrecht, Betriebsverfassung und Frauen tätig. Sie legt hier die dritte Auflage ihres Basiskommentars vor.
Das einführende Vorwort gibt bereits einen Überblick über dessen Ziele und Instrumente sowie die wesentlichen Änderungen zum Vorgängergesetz. Wie dieses, regelt das BEEG in seinem ersten Teil (§§ 1 – 14 BEEG) die Voraussetzungen für den Bezug von Elterngeld. Der zweite Abschnitt (§§ 15 – 21 BEEG) enthält im Wesentlichen den Anspruch auf Elternzeit, ein bis zu 14-monatiger „unbezahlter Urlaub“ zur Erziehung der Kinder und diesen ausgestaltende Vorschriften, beispielsweise einen Sonderkündigungsschutz und spezielle Reglungen zu befristeten Arbeitsverhältnissen.
Der Kommentar richtet sich in erster Linie an Praktiker und Arbeitnehmer und will eine Auseinandersetzung mit allen praxisrelevanten Frage des Elternrechts in verständlicher Sprache und Aufbereitung geben. Das Konzept geht auf. Die Einzelnen Vorschriften werden entlang der Rechtsprechung sowie der überwiegenden Meinung der Literatur dargestellt. Da es sich um ein sehr junges Gesetz handelt, fehlen allerdings in weiten Teilen noch höchstricherliche Judikate, so dass weitgehend auf die zum Bundeserziehungsgeldgesetz (BErzGG) ergangene Rechtsprechung und auf die Gesetzgebungsmaterialien zurückgegriffen wird.
Auf eine allzu „juristische“ Sprache verzichtet die Verfasserin dankenswerterweise.
Durch Hervorhebungen im Text und viele Zwischenüberschriften lassen sich spezielle Sachfragen auch beim Durchblättern schnell auffinden. In die Kommentierung eingefügte Beispiele machen das Erläuterte anschaulich.
Dem Konzept eines Basiskommentars entsprechend, unterlässt es die Autorin weitgehend, Streitigkeiten in aller Breite auszuführen, sondern konzentriert sich auf die wesentliche Systematik des Gesetzes und auf eine verständliche greifbare Darstellung. So legt sie besonderen Wert auf die Berechnung des individuellen Elterngeldes nach § 2 BEEG. Bei der Erörterung der persönlichen Voraussetzungen des Elterngeldanspruches nach § 1 BEEG geht bei diesem Konzept leider die schon zum BErzGG umstrittene Frage etwas unter, inwieweit es zulässig ist, dass Nicht-EU Ausländer abhängig von ihrem Aufenthaltsstatus unterschiedlich behandelt werden, die zur Zeit auch dem Bundesverfassungsgericht vorliegt.
In der Kommentierung des zweiten Teils des Gesetzes, das den privatrechtlichen Elternzeitanspruch und seine Folgen regelt, steht ebenfalls die „Alltagstauglichkeit“ im Vordergrund. Insbesondere überzeugt, dass die Auswirkungen von Elternzeit auf andere für Arbeitnehmer relevante Rechtsgebiete (Krankenversicherung, Urlaubsrecht, Gratifikationen) ausführlich dargestellt werden. Auch hier bewährt sich die Beispielstechnik der Autorin, die etwa Formulierungsvorschläge für Anträge zur Arbeitszeitreduzierung anbietet.
Im Anhang sind Landesgesetze über Erziehungsgeldansprüche und Gesetze zu Elternzeitansprüchen für Staatsbedienstete abgedruckt, so dass der Kommentar insoweit die im Zusammenhang mit Elterngeld und Erziehungszeit relevante Vorschriften vollständig abdeckt.
Als Hilfe für die Betriebsratsarbeit und für den interessierten Laien ist auch die dritte Auflage des Basiskommentars uneingeschränkt ans Herz zu legen. Aber auch für Angehörige der rechtsberatenden Berufe, zumal wenn deren Tätigkeitsschwerpunkt nicht ohnehin im Sozial- und Arbeitsrecht liegt, lohnt sich ein Blick allemal. Zumal gerade zum BEEG keine unbeschränkte Vielfalt an Kommentierungen vorliegt.
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Letzte Überarbeitung: 9. Januar 2011
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München, 16.05.2012 Altersversorgung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.05.2012, 3 AZR 128/11
Hannover, 15.05.2012 Urlaub und Krankheit:
Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 23.02.2012, 5 Sa 1370/11
Frankfurt, 14.05.2012 Leiharbeit:
Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 23.04.2012, L 1 KR 95/12 B ER
Berlin, 12.05.2012 Betriebsübergang:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 10.05.2012, 8 AZR 639/10
Köln, 09.05.2012 Whistleblowing:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 02.02.2012, 6 Sa 304/11
Köln, 08.05.2012 Lohnrückzahlung:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 12.10.2011, 9 Sa 156/11
München, 07.05.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 13.10.2011, 3 Sa 1187/10
Frankfurt, 04.05.2012 Urlaub und Krankheit:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 03.05.2012, Rs. C-337/10 - Neidel
Köln, 03.05.2012 Korruption:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 23.01.2012, 5 Sa 371/11
Köln, 02.05.2012 Kündigung und Krankheit:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 08.12.2011, 3 Ca 936/11
Köln, 30.04.2012 Fristlose Kündigung:
Landesarbeitsgericht Köln, Beschluss vom 27.07.2011, 9 TaBVGa 2/11
Frankfurt, 25.04.2012 Urlaubsabgeltung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 13.12.2011, 9 AZR 399/10
Köln, 24.04.2012 Diskriminierungsschutz:
Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.04.2012, II ZR 163/10
Frankfurt, 23.04.2012 Fristlose Kündigung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19.04.2012, 2 AZR 258/11
Hamburg, 20.04.2012 Lohnuntergrenzen:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.04.2012, 4 AZR 139/10, Beschluss vom 18.04.2012, 4 AZR 168/10
Hamburg, 20.04.2012 Diskriminierung:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 19.04.2012, C-415/10 (Meister)
Hannover, 18.04.2012 Gleichbehandlung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.04.2012, 3 AZR 280/10
Hamburg, 13.04.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 27.09.2011, 1 Sa 538 e/10
Stuttgart, 12.04.2012 Änderungskündigung:
Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 10.11.2011, 10 Sa 329/11
Berlin, 05.04.2012 Unkündbarkeit:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 07.02.2012, 7 Sa 2164/11
Köln, 28.03.2012 Ermahnung:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 20.12.2011, 3 Ca 1013/11
Frankfurt, 26.03.2012 Mitarbeitergespräche:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 06.02.2012, 16 Sa 1134/11
Berlin, 22.03.2012 Massenentlassungsanzeige
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.03.2012, 6 AZR 596/10
Berlin, 21.03.2012 Gleicher Urlaub:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20.03.2012, 9 AZR 529/10
Berlin, 18.03.2012 Änderungskündigung:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.12.2011, 15 Sa 1264/11, 15 Sa 1461/11
Berlin, 16.03.2012 Bewerberdiskriminierung
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.03.2012, 8 AZR 160/11
Berlin, 15.03.2012 Urlaubsrecht:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.10.2011, 9 AZR 303/10
Berlin, 14.03.2012 Wettbewerbsverbot:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.09.2011, 10 AZR 198/10
Hamburg, 12.03.2012 Provision:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 06.12.2011, 1 Sa 13 a/11
Hannover, 11.03.2012 Befristung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 29.06.2011, 7 AZR 6/10
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