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Gesetze zum Arbeitsrecht: Arbeitnehmer an Bord von seegehenden Fischereifahrzeugen
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Art. 21 Arbeitnehmer an Bord von seegehenden Fischereifahrzeugen
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Arbeitnehmer an Bord von seegehenden Fischereifahrzeugen
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| (1) |
Die Artikel 3 bis 6 und 8 gelten nicht für Arbeitnehmer
an Bord von seegehenden Fischereifahrzeugen, die unter der Flagge eines
Mitgliedstaats fahren. |
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Die Mitgliedstaaten treffen jedoch die erforderlichen
Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass jeder Arbeitnehmer an Bord von seegehenden
Fischereifahrzeugen, die unter der Flagge eines Mitgliedstaats fahren, Anspruch
auf eine ausreichende Ruhezeit hat, und um die Wochenarbeitszeit auf 48
Stunden im Durchschnitt während eines Bezugszeitraums von höchstens zwölf
Monaten zu begrenzen. |
| (2) |
Innerhalb der in Absatz 1 Unterabsatz 2 sowie
den Absätzen 3 und 4 angegebenen Grenzen treffen die Mitgliedstaaten die
erforderlichen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass unter Berücksichtigung
der Notwendigkeit der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der betroffenen
Arbeitnehmer |
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a) |
die Arbeitsstunden auf eine Hoechstarbeitszeit
beschränkt werden, die in einem gegebenen Zeitraum nicht überschritten werden
darf, oder |
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b) |
eine Mindestruhezeit in einem gegebenen Zeitraum
gewährleistet ist. |
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Die Hoechstarbeits- oder Mindestruhezeit wird
durch Rechts- und Verwaltungsvorschriften, durch Tarifverträge oder durch
Vereinbarungen zwischen den Sozialpartnern festgelegt. |
| (3) |
Für die Arbeits- oder Ruhezeiten
gelten folgende Beschränkungen: |
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a) |
die Hoechstarbeitszeit darf nicht überschreiten: |
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i) |
14 Stunden in jedem Zeitraum von 24 Stunden und |
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ii) |
72 Stunden in jedem Zeitraum von sieben Tagen, |
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oder |
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b) |
die Mindestruhezeit darf nicht unterschreiten: |
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i) |
zehn Stunden in jedem Zeitraum von 24 Stunden und |
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ii) |
77 Stunden in jedem Zeitraum von sieben Tagen. |
| (4) |
Die Ruhezeit kann in höchstens zwei Zeiträume
aufgeteilt werden, von denen einer eine Mindestdauer von sechs Stunden haben
muss; der Zeitraum zwischen zwei aufeinander folgenden Ruhezeiten darf 14
Stunden nicht überschreiten. |
| (5) |
In Übereinstimmung mit den allgemeinen Grundsätzen
für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer und aus objektiven,
technischen oder arbeitsorganisatorischen Gründen können die Mitgliedstaaten,
auch bei der Festlegung von Bezugszeiträumen, Ausnahmen von den in Absatz
1 Unterabsatz 2 sowie den Absätzen 3 und 4 festgelegten Beschränkungen gestatten.
Diese Ausnahmen haben so weit wie möglich den festgelegten Normen zu folgen,
können aber häufigeren oder längeren Urlaubszeiten oder der Gewährung von
Ausgleichsurlaub für die Arbeitnehmer Rechnung tragen. Diese Ausnahmen können
festgelegt werden |
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a) |
durch Rechts- oder Verwaltungsvorschriften, vorausgesetzt,
dass - soweit dies möglich ist - die Vertreter der betroffenen Arbeitgeber
und Arbeitnehmer konsultiert und Anstrengungen zur Förderung aller einschlägigen
Formen des sozialen Dialogs unternommen werden, oder |
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b) |
durch Tarifverträge oder Vereinbarungen zwischen
den Sozialpartnern. |
| (6) |
Der Kapitän eines seegehenden Fischereifahrzeugs
hat das Recht, von Arbeitnehmern an Bord die Ableistung jeglicher Anzahl
von Arbeitsstunden zu verlangen, wenn diese Arbeit für die unmittelbare
Sicherheit des Schiffes, von Personen an Bord oder der Ladung oder zum Zweck
der Hilfeleistung für andere Schiffe oder Personen in Seenot erforderlich
ist. |
| (7) |
Die Mitgliedstaaten können vorsehen, dass Arbeitnehmer
an Bord von seegehenden Fischereifahrzeugen, bei denen einzelstaatliches
Recht oder einzelstaatliche Praxis während eines bestimmten, einen Monat
überschreitenden Zeitraums des Kalenderjahres den Betrieb nicht erlauben,
ihren Jahresurlaub gemäß Artikel 7 während dieses Zeitraums nehmen. |
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Letzte Überarbeitung: 23. April 2007
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Arbeitsrecht aktuell: |
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Hannover, 08.02.2012 Chefarzt
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.09.2011, 8 AZR 846/09
Frankfurt, 07.02.2012 Fristlose Kündigung
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 29.08.2011, 7 Sa 248/11
Berlin, 03.02.2012 Kündigungsschutz:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 07.07.2011, 2 AZR 12/10
München, 02.02.2012 Altersdiskriminierung:
Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 01.02.2012, 8 C 24.11
Berlin, 31.01.2012 Betriebsrat:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 04.11.2011, 13 Sa 1549/11
Berlin, 27.01.2012 Befristung:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 26.01.2012, Rs. C-586/10 (Kücük)
Berlin, 25.01.2012 Europarecht:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 24.01.2012, C-282/10 (Dominguez)
Frankfurt, 23.01.2012 Mobbingklage:
Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 19.01.2012, 11 Sa 722/10
Berlin, 20.01.2012 Geschäftsführer:
Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 08.12.2011, 11 Ta 230/11
Hannover, 19.01.2012 Weihnachtsgeld
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.01.2012, 10 AZR 667/10
Berlin, 17.01.2012 Bewerberdiskriminierung
Schlussanträge des Generalanwalts Paolo Mengozzi vom 12.01.2012, Rs. C-415/10 - Meister
Berlin, 13.01.2012 Betriebsratswahl:
Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 27.07.2011, 7 ABR 61/10
Berlin, 11.01.2012 BAT Altersstufen:
Bundesarbeitsgericht, Urteile vom 10.11.2011, 6 AZR 148/09 und 6 AZR 481/09
Berlin, 10.01.2012 CGZP-Tarifverträge:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 09.01.2012, 24 TaBV 1285/11
München, 05.01.2012 Aufhebungsvertrag:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.06.2011, 9 AZR 203/10
Berlin, 03.01.2012 Urlaub und Krankheit:
Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 21.12.2011, 10 Sa 19/11
Berlin, 20.12.2011 Sozialauswahl:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.12.2011, 2 AZR 42/10
Stuttgart, 05.12.2011 Kündigung:
Arbeitsgericht Stuttgart, Urteil vom 16.03.2011, 30 Ca 1772/10
Berlin, 23.11.2011 Urlaub und Krankheit:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 22.11.2011, C-214/10 - KHS gg. Schulte
Berlin, 05.11.2011 Kündigungsschutzklage:
Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 12.08.2011, 28 Ca 9265/11
München, 02.11.2011 Fristlose Kündigung:
Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 03.03.2011, 3 Sa 641/10
Frankfurt, 26.10.2011 Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 01.07.2011, 10 Sa 245/11
Frankfurt, 21.10.2011 Fristlose Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 25.07.2011, 17 Sa 1739/10
Hamburg, 23.09.2011 Kündigung:
Landesarbeitsgericht Hamburg, Urteil vom 11.05.2011, 5 Sa 1/11
Berlin, 14.09.2011 BAT-TVöD:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 08.09.2011, C-297/10 und C-298/10 (Hennings und Mai)
Frankfurt, 13.09.2011 Altersgrenzen:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 13.09.2011, C-447/09 (Prigge u.a.)
Berlin, 12.09.2011 Chefarzt:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 08.09.2011, 2 AZR 543/10
Hannover, 09.09.2011 Arbeitszeitbetrug:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 09.06.2011, 2 AZR 381/10
Berlin, 08.09.2011 Whistleblowing:
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Urteil vom 21.07.2011, 28274/08 (Heinisch)
Berlin, 06.09.2011 Bonus - Kündigung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 12.04.2011, 1 AZR 412/09
Frankfurt, 05.09.2011 Betriebsübergang:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.08.2011, 8 AZR 230/10
Berlin, 02.09.2011 GlobeGround Berlin:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 25.08.2011, 25 TaBV 529/11
Frankfurt, 31.08.2011 Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 18.01.2011, 12 Sa 522/10
Hamburg, 25.08.2011 Probezeitkündigung:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 22.06.2011, 3 Sa 95/11
Frankfurt, 23.08.2011 Kündigung und Vollmacht:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.04.2011, 6 AZR 727/09
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