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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/091

Ei­gen­kün­di­gung ver­hin­dert An­nah­me­ver­zug oh­ne Ar­beits­an­ge­bot

Kün­digt ein Ar­beit­neh­mer selbst mit zu kur­zer Frist, ge­rät der Ar­beit­ge­ber für die ver­blei­ben­de Zeit nicht au­to­ma­tisch in An­nah­me­ver­zug: Lan­des­ar­beits­ge­richt Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 24.01.2025, 7 SLa 418-24
Pappkarton mit Thermosflasche, Schreibtischbild, Büropflanze und Aktenordner

14.08.2025 Ein In­ge­nieur kün­dig­te sein Ar­beits­ver­hält­nis fälsch­lich zum 26.01.2024 statt zum 31.01.2024. Der Ar­beit­ge­ber stell­te ihn bis zum 26.01.2024 frei. Für die fol­gen­den fünf Ta­ge ver­lang­te der Ar­beit­neh­mer Ver­gü­tung.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Düs­sel­dorf wies die Kla­ge ab. Nach ei­ner vor­fris­ti­gen Ei­gen­kün­di­gung muss der Ar­beit­neh­mer sei­ne Ar­beits­leis­tung tat­säch­lich oder zu­min­dest wört­lich an­bie­ten, um An­nah­me­ver­zug des Ar­beit­ge­bers zu be­grün­den. Da der In­ge­nieur ab dem 27.01.2024 nicht zur Ar­beit er­schie­nen war, be­stand kein An­spruch auf Ver­zugs­lohn.

Auch die Ur­laubs­ta­ge muss­ten nicht ab­ge­gol­ten wer­den, da die zu­vor er­klär­te Frei­stel­lung ver­bind­lich und da­mit wirk­sam als Ur­laubser­tei­lung an­zu­se­hen war: LAG Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 24.01.2025, 7 SLa 418-24
 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen: Up­date Ar­beits­recht 07|2025 LAG Düs­sel­dorf: Kein An­nah­me­ver­zug nach vor­fris­ti­ger Ei­gen­kün­di­gung

 

Hand­buch Ar­beits­recht: An­nah­me­ver­zug des Ar­beit­ge­bers 

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung des Ar­beits­ver­trags (Über­blick)

Hand­buch Ar­beits­recht: Ur­laub

Letzte Überarbeitung: 26. August 2026

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