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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/106

Ur­laubs­ab­gel­tung nach hy­po­the­ti­schem Ver­dienst be­rech­nen

Bei län­ger er­krank­ten Ar­beit­neh­mern ist für die Be­rech­nung der Ur­laubs­ab­gel­tung der hy­po­the­ti­sche Ver­dienst in den letz­ten 13 Wo­chen vor dem Aus­schei­den maß­geb­lich: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 03.06.2025, 9 AZR 137/24
Urlaubsgeld, Liegestuhl mit Geldschein

30.09.2025 Ei­ne Ar­beit­neh­me­rin war über meh­re­re Jah­re er­krankt und schied an­schlie­ßend aus dem Ar­beits­ver­hält­nis aus. Für nicht ge­nom­me­nen Ur­laub ver­lang­te sie Ur­laubs­ab­gel­tung. Streit be­stand dar­über, ob der frü­he­re Ver­dienst vor Be­ginn ih­rer Er­kran­kung oder der hö­he­re Min­dest­lohn zum Zeit­punkt des Aus­schei­dens maß­geb­lich war.

Das BAG ent­schied zu­guns­ten der Ar­beit­neh­me­rin. Nach § 11 BUrlG ist auch bei län­ger er­krank­ten Ar­beit­neh­mern auf die Ver­gü­tung ab­zu­stel­len, die in den letz­ten 13 Wo­chen vor dem Aus­schei­den hy­po­the­tisch er­zielt wor­den wä­re. Maß­geb­lich ist da­her die zum Aus­schei­dens­zeit­punkt ge­schul­de­te Ver­gü­tung und nicht der zu­letzt vor der Er­kran­kung ge­zahl­te Lohn.Die Ur­laubs­ab­gel­tung war da­her auf Grund­la­ge des zum Aus­schei­dens­zeit­punkt gel­ten­den Min­dest­lohns zu be­rech­nen: BAG, Ur­teil vom 03.06.2025, 9 AZR 137/24

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen: Up­date Ar­beits­recht 08|2025 BAG: Be­rech­nung der Ur­laubs­ab­gel­tung

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Ur­laub, Ur­laubs­an­spruch

Hand­buch Ar­beits­recht: Ur­laubs­ab­gel­tung

Hand­buch Ar­beits­recht: Ver­gü­tung bei Ar­beits­aus­fall

Letzte Überarbeitung: 26. August 2026

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