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GESETZE ZUM ARBEITSRECHT

Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)

Fünf Arbeitnehmer

Das Ar­beit­neh­mer­über­las­sungs­ge­setz (kurz: „AÜG“) re­gelt die sog. Ar­beit­neh­mer­über­las­sung, d.h. das - in der Re­gel zeit­lich be­grenz­te -Aus­lei­hen ei­nes Ar­beit­neh­mers zur Ar­beit in dem Be­trieb ei­nes Drit­ten, des "Ent­lei­hers". Statt von Ar­beit­neh­mer­über­las­sung spricht man auch von Zeit­ar­beit oder von Leih­ar­beit. Bei Ar­beit­neh­mer­über­las­sung fal­len Ar­beits­ver­trag und Ar­beits­leis­tung aus­ein­an­der: Der Ar­beits­ver­trag des Leih­ar­beit­neh­mers be­steht mit dem Ver­lei­her, die Ar­beits­leis­tung er­folgt bei dem Ent­lei­her.

Das AÜG schreibt vor, dass Zeit­ar­beits­fir­men, die als Ver­lei­her ge­werbs­mä­ßig Ar­beit­neh­mer Drit­ten zur Ar­beits­leis­tung über­las­sen wol­len, da­zu ei­ne be­hörd­li­che Er­laub­nis be­nö­ti­gen (§ 1 Abs.1 Satz 1 AÜG). Wer das nicht be­ach­tet, wird durch die Un­wirk­sam­keit der Ver­trä­ge zwi­schen Ver­lei­her und Ent­lei­her so­wie zwi­schen Ver­lei­her und Leih­ar­beit­neh­mer be­straft (§ 9 Nr.1 AÜG).

Die Un­wirk­sam­keit die­ser Ver­trä­ge hat zur Fol­ge, dass das Ge­setz das Be­ste­hen ei­nes Ar­beits­ver­hält­nis­ses zwi­schen dem Ent­lei­her und dem Leih­ar­beit­neh­mer an­ord­net (§ 10 Abs.1 Satz 1 AÜG). Wer sich da­her als Ent­lei­her mit un­se­riö­sen Zeit­ar­beits­fir­men ein­läßt, ris­kiert da­her, dass die ver­meint­li­chen Zeit­ar­beits­kräf­te zur ei­ge­nen Be­leg­schaft ge­hö­ren.

Das AÜG ent­hält auch den Grund­satz der Lohn­gleich­heit („equal pay“) im Ver­hält­nis von Leih­ar­beit­neh­mer und ver­gleich­ba­ren Ar­beits­kräf­ten im Ent­lei­her-Be­trieb (§ 9 Nr.2 AÜG). Da­von kann aber ab­ge­wi­chen wer­den, wenn die Be­zah­lung des Leih­ar­beit­neh­mers durch An­wen­dung ei­nes Ta­rif­ver­trags er­folgt (§ 9 Nr.2, 3. Halb­satz AÜG). Die zur Aus­he­be­lung des Equal-Pay-Grund­sat­zes ver­ein­bar­ten Leih­ar­beits-Ta­rif­ver­trä­ge der Ta­rif­ge­mein­schaft Christ­li­cher Ge­werk­schaf­ten für Zeit­ar­beit und Per­so­nalSer­vice-Agen­tu­ren (CG­ZP) sind al­ler­dings un­wirk­sam und kön­nen die An­sprü­che von Leih­ar­beit­neh­mern auf glei­che Be­zah­lung wie die Stamm­be­leg­schaft nicht be­sei­ti­gen, wie das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) En­de 2010 ent­schie­den hat.

In­for­ma­tio­nen zum The­ma Leih­ar­beit fin­den Sie in un­se­rem On­line-Hand­buch Ar­beits­recht un­ter dem Stich­wort "Ar­beit­neh­mer­über­las­sung (Leih­ar­beit, Zeit­ar­beit)" so­wie un­ter "CG­ZP".

Da­mit Sie mög­lichst rasch zu je­dem Pa­ra­gra­phen die pas­sen­den Rechts­in­for­ma­tio­nen fin­den, ha­ben wir den Ge­set­zes­text mit Links zu den ein­schlä­gi­gen Hand­buch­ar­ti­keln un­se­res On­line-Hand­buchs zum Ar­beits­recht ver­se­hen. Bit­te be­ach­ten Sie, dass dies ei­ne Ge­set­zes­be­ar­bei­tung durch uns dar­stellt. Der recht­lich ver­bind­li­che ("amt­li­che") Ge­set­zes­text ist nur im Bun­des­ge­setz­blatt (BGBl) ent­hal­ten, und zwar in des­sen ge­druck­ter Fas­sung. Ak­tu­el­le und ver­läss­li­che Fas­sun­gen des AÜG und an­de­rer Ge­set­ze fin­den Sie im In­ter­net z.B. un­ter http://de­ju­re.org/ oder un­ter www.ge­set­ze-im-in­ter­net.de.



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