HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

 

LAG Mün­chen, Ur­teil vom 08.05.2007, 11 Sa 720/06

   
Schlagworte: Mitbestimmung in sozialen Angelegenheiten, Betriebliche Altersversorgung
   
Gericht: Landesarbeitsgericht München
Aktenzeichen: 11 Sa 720/06
Typ: Urteil
Entscheidungsdatum: 08.05.2007
   
Leitsätze: Einzelfallentscheidung zur Frage der Nachwirkung einer teilmitbestimmten Regelung der betrieblichen Altersversorgung
Vorinstanzen: Arbeitsgericht München
   

Ori­en­tie­rungs­satz

  1. Ei­ne Un­terstützungs­kas­se, die Ar­beit­neh­mern Leis­tun­gen der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung zu­sagt, ist ei­ne So­zi­al­ein­rich­tung i.S.d. § 87 Abs 1 Nr 8 Be­trVG, bei de­ren Aus­ge­stal­tung, d.h. der Auf­stel­lung von Grundsätzen, nach de­nen die von den Träger­un­ter­neh­men zur Verfügung ge­stell­ten Mit­tel an die begüns­tig­ten Ar­beit­neh­mer ver­teilt wer­den, der Be­triebs­rat mit­zu­be­stim­men hat. (Rn.47)
  2. Ver­ein­ba­ren die Be­triebs­par­tei­en in ei­ner Ge­samt­be­triebs­ver­ein­ba­rung zur be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung, dass die­se Ver­ein­ba­rung bis zum Ab­schluss ei­ner neu­en Be­triebs­ver­ein­ba­rung ih­re Gültig­keit behält, so han­delt es sich nicht le­dig­lich um ei­ne schuld­recht­li­che Ver­ein­ba­rung zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Ge­samt­be­triebs­rat, son­dern um das Set­zen ei­ner An­spruchs­norm für die begüns­tig­ten Ar­beit­neh­mer. (Rn.49)
  3. Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen über die be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung wir­ken nicht gem. § 77 Abs 6 Be­trVG nach, denn sie be­tref­fen nicht die er­zwing­ba­re Mit­be­stim­mung, son­dern sind le­dig­lich teil­mit­be­stimmt. (Rn.57)

    (Re­vi­si­on ein­ge­legt un­ter dem Ak­ten­zei­chen 3 AZR 384/07)

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 


zum ganzen Urteil 11 Sa 720/06