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ARBEITSRECHT AKTUELL

21/015a Un­ter­schrift des Zeug­nis durch aus­ge­schie­de­nen Vor­ge­setz­ten

Die Ver­pflich­tung, das Ar­beits­zeug­nis von ei­nem be­stimm­ten Vor­ge­setz­ten un­ter­schrei­ben zu las­sen, wird sub­jek­tiv un­mög­lich, wenn die­ser in­zwi­schen aus dem Be­trieb aus­ge­schie­den ist: Hes­si­sches Lan­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 16.02.2021, 10 Ta 350/20
Arbeitszeugnis

10.03.2021. Nach der Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses hat der Ar­beit­neh­mer ei­nen An­spruch auf Aus­stel­lung ei­nes Ar­beits­zeug­nis­ses. Oft ei­ni­gen sich Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­ge­ber wäh­rend ei­nes Kün­di­gungs­schutz­pro­zes­ses durch Ver­gleich auf die Er­tei­lung ei­nes be­stimm­ten Zeug­nis­ses mit Vor­schla­ge­recht des Ar­beit­neh­mers.

In ei­nem ak­tu­el­len Pro­zess das Hes­si­sche LAG über ei­nen Fall ent­schei­den, in dem sich der Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet hat­te, der Ar­beit­neh­me­rin ein Zeug­nis zu er­tei­len, wel­ches von ei­nem be­stimm­ten Vor­ge­setz­ten un­ter­schrie­ben ist. Die­ser Mit­ar­bei­ter war je­doch vor Zeug­nis­er­tei­lung aus dem Un­ter­neh­men aus­ge­schie­den, so­dass der Ar­beit­ge­ber das Zeug­nis oh­ne sei­ne Un­ter­schrift er­teil­te.

Die Ar­beit­neh­me­rin ver­klag­te des­halb den Ar­beit­ge­ber und das Ar­beits­ge­richt Frank­furt ver­häng­te ein Zwangs­geld ge­gen die­sen.

Das Zwangs­geld hob je­doch das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt wie­der auf. Da der Vor­ge­setz­te in­zwi­schen aus­ge­schie­den ist, war es dem Ar­beit­ge­ber un­mög­lich, das Zeug­nis wie ge­wünscht un­ter­schrei­ben zu las­sen:

Hes­si­sches Lan­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 16.02.2021, 10 Ta 350/20

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 05|2021 Hes­si­sches LAG: Voll­stre­ckung ei­nes Zeug­nis­ti­tels mit Vor­schlags­recht des Ar­beit­neh­mers.

Letzte Überarbeitung: 20. Juli 2021

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