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ARBEITSRECHT AKTUELL // 26/012

Ar­beits­ge­richt Ko­blenz, Ur­teil vom 08.10.2025, 4 Ca 740/25

Ei­ne or­dent­li­che Ver­dachts­kün­di­gung setzt den drin­gen­den Ver­dacht ei­ner schwer­wie­gen­den Pflicht­ver­let­zung vor­aus. Al­lein be­strit­te­ne Zeu­gen­aus­sa­gen rei­chen da­für in der Re­gel nicht aus: Ar­beits­ge­richt Ko­blenz, Ur­teil vom 08.10.2025, 4 Ca 740/25
Fingerzeigen auf Außenseiter

29.01.2026 Ein beim Land Rhein­land-Pfalz be­schäf­tig­ter Mit­ar­bei­ter soll­te ar­chäo­lo­gi­sche Fund­stü­cke un­recht­mä­ßig wei­ter­ge­ge­ben und Fin­der über Ei­gen­tums­ver­hält­nis­se ge­täuscht ha­ben. Der Ar­beit­ge­ber stütz­te die Vor­wür­fe im We­sent­li­chen auf Zeu­gen­aus­sa­gen, die der Ar­beit­neh­mer bei sei­ner An­hö­rung be­stritt.

Das Ar­beits­ge­richt hielt die Ver­dachts­mo­men­te für nicht aus­rei­chend. Es fehl­ten ob­jek­ti­ve An­halts­punk­te für schwer­wie­gen­de Pflicht­ver­let­zun­gen. Auch ei­ne or­dent­li­che Ver­dachts­kün­di­gung ist nur bei ei­nem drin­gen­den Ver­dacht ei­nes so er­heb­li­chen Fehl­ver­hal­tens zu­läs­sig, dass die­ses bei Nach­weis ei­ne au­ßer­or­dent­li­che Kün­di­gung recht­fer­ti­gen könn­te. Die Kün­di­gung war da­her un­wirk­sam: Ar­beits­ge­richt Ko­blenz, Ur­teil vom 08.10.2025, 4 Ca 740/25.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie un­ter: Up­date Ar­beits­recht 12|2025 Ar­beits­ge­richt Ko­blenz: Or­dent­li­che frist­ge­mä­ße Ver­dachts­kün­di­gung

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung - Au­ßer­or­dent­li­che Kün­di­gung

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung - Frist­lo­se Kün­di­gung

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung - Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung

Letzte Überarbeitung: 30. Oktober 2026

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