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Gesetze zum Arbeitsrecht: Insolvenzordnung
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Insolvenzordnung (InsO)
Insolvenzordnung (InsO) vom 05.10.1994 (BGBl. I S. 2866), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 09.12.2010 (BGBl. I S. 1885)
Die Insolvenzordnung (InsO) vom 05.10.1994 löste zum 01.01.1999 die bis dahin geltende Konkursordnung (KO) aus dem Jahre 1877 sowie zwei später hinzugekommene konkursrechtliche Gesetze, nämlich die Vergleichsordnung (VglO) aus dem Jahre 1935 und die Gesamtvollstreckungsordnung (GesO) aus dem Jahre 1991 ab. Das heute in der InsO und früher in der KO und den o.g. beiden ergänzenden Gesezten geregelte Insolvenzrecht dient einer möglichst gerechten und transparenten Verteilung der Haftungsmasse überschuldeter natürlicher oder juristischer Personen, d.h. das Insolvenzrecht möchte eine gleichmäßige und vom "Wettlauf der Gläubiger" unabhängige Masseverteilung erreichen.
Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist auf Antrag des Insolvenzschuldners oder eines seiner Gläubiger vom Insolvenzgericht zu beschließen, falls ein Insolvenzgrund vorliegt. Dies ist im Regelfall die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners, d.h. eine offensichtliche und ausweglose finanzielle Notlage, aufgrund deren der Schuldner seine fälligen Verbindlichkeiten nicht erfüllen kann, ausnahmsweise auch einmal die bloße Überschuldung. Zugleich mit der Verfahrenseröffnung wird ein Insolvenzverwalter mit der Sicherung der Masse und ihrer Verteilung beauftragt. Der Verwalter wird vom Insolvenzgericht, das auch die Verfahrenseröffnung beschließt, bestellt und beaufsichtigt.
Arbeitsrechtlich relevant sind vor allem die Vorschriften, die die Abwicklung von Arbeitsverhältnissen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens regeln, d.h. die §§ 113 bis 128 InsO. Grundprinzip dieser Regelungen ist, dass Arbeitsverhältnisse über den Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung hinaus fortbestehen und nicht etwa automatisch beendet werden. Dadurch kommt es zu einer Zweiteilung der Ansprüche auf Lohn und Gehalt:
Alle Ansprüche, die bereits vor Verfahrenseröffnung begründet waren, sind Insolvenzforderungen und müssen daher beim Verwalter angemeldet und von diesem geprüft werden. Bestätigt der Verwalter ihren rechtlichen Bestand, stellt er diese Forderungen zur Insolvenztabelle fest. Ist dies geschen, wreden die Arbeitnehmer mit diesen ("vorinsolvenzlichen") Forderungen ebenso behandelt wie alle anderen Insolvenzgläubiger, d.h. sie erhalten einen mehr oder weniger kleinen, für jeden Gläubiger gleich großen Anteil des nominellen Wertes ihrer Forderung, in der Praxis zumeist deutlich unter zehn Prozent des Forderungswertes (falls überhaupt Geld vorhanden ist). Als Ausgleich für diese insolvenzrechtlich bedingten Forderungsausfälle springt die Agentur für Arbeit ein, indem sie den betroffenen Arbeitnehmern für maximal drei Monate vorinsolvenzlichen Lohnverlust Insolvenzgeld gewährt.
Alle Ansprüche auf Lohn und Gehalt hingegen, die nach der Verfahrenseröffnung begründet werden, d.h. die sich aus dem Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses über die Insolvenzeröffnung hinaus verdanken, sind Masseforderungen. Masseforderungen sind gegenüber Insolvenzforderungen bevorrechtigt, d.h. Massegläubiger stehen mit ihren Forderungen besser da als Insolvenzgläubiger. Ihre Forderungen sind nämlich in vollem Umfang (!) vorab aus der Masse zu erfüllen. Erst wenn die Massgläubiger ihr Geld vollumfänglich erhalten haben, ist eine (anteilige) Berichtigung der Insolvenzforderungen vorzunehmen.
Da die Arbeitsverhältnisse über den Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung hinaus fortbestehen und nicht "einfach so" beendet werden, muss der Verwalter sie kündigen, wenn er sie beenden möchte. Dabei ist er im Grundsatz an die Arbeitsverträge und die allgemein geltenden arbeitsrechtlichen Gesetze gebunden, d.h. er hat keine Sonderkündigungsrechte. Allerdings enthält die InsO bestimmte Sondervorschriften, die die Beendigung von Arbeitsverhältnissen erleichtern, so zum Beispiel eine Abkürzung der Kündigungsfristen auf maximal drei Monate oder die Möglichkeit, bei geplanten Betriebsänderungen schneller als gewöhnlich zu die gebotenen Interessenausgleichsverhandlungen in rechtsverbindlicher Weise abzuschließen.
Zweiter Teil
Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Erfaßtes Vermögen und Verfahrensbeteiligte
Erster Abschnitt
Eröffnungsvoraussetzungen und Eröffnungsverfahren
Zweiter Abschnitt
Insolvenzmasse. Einteilung der Gläubiger
Dritter Abschnitt Insolvenzverwalter. Organe der Gläubiger
Dritter Teil Wirkungen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens
Erster Abschnitt Allgemeine Wirkungen
Zweiter Abschnitt Erfüllung der Rechtsgeschäfte. Mitwirkung des Betriebsrats
Dritte Abschnitt
Einstellung des Verfahrens
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Letzte Überarbeitung: 13. März 2011
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Arbeitsrecht aktuell: |
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Hannover, 08.02.2012 Chefarzt
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.09.2011, 8 AZR 846/09
Frankfurt, 07.02.2012 Fristlose Kündigung
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 29.08.2011, 7 Sa 248/11
Berlin, 03.02.2012 Kündigungsschutz:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 07.07.2011, 2 AZR 12/10
München, 02.02.2012 Altersdiskriminierung:
Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 01.02.2012, 8 C 24.11
Berlin, 31.01.2012 Betriebsrat:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 04.11.2011, 13 Sa 1549/11
Berlin, 27.01.2012 Befristung:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 26.01.2012, Rs. C-586/10 (Kücük)
Berlin, 25.01.2012 Europarecht:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 24.01.2012, C-282/10 (Dominguez)
Frankfurt, 23.01.2012 Mobbingklage:
Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 19.01.2012, 11 Sa 722/10
Berlin, 20.01.2012 Geschäftsführer:
Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 08.12.2011, 11 Ta 230/11
Hannover, 19.01.2012 Weihnachtsgeld
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.01.2012, 10 AZR 667/10
Berlin, 17.01.2012 Bewerberdiskriminierung
Schlussanträge des Generalanwalts Paolo Mengozzi vom 12.01.2012, Rs. C-415/10 - Meister
Berlin, 13.01.2012 Betriebsratswahl:
Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 27.07.2011, 7 ABR 61/10
Berlin, 11.01.2012 BAT Altersstufen:
Bundesarbeitsgericht, Urteile vom 10.11.2011, 6 AZR 148/09 und 6 AZR 481/09
Berlin, 10.01.2012 CGZP-Tarifverträge:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 09.01.2012, 24 TaBV 1285/11
München, 05.01.2012 Aufhebungsvertrag:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.06.2011, 9 AZR 203/10
Berlin, 03.01.2012 Urlaub und Krankheit:
Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 21.12.2011, 10 Sa 19/11
Berlin, 20.12.2011 Sozialauswahl:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.12.2011, 2 AZR 42/10
Stuttgart, 05.12.2011 Kündigung:
Arbeitsgericht Stuttgart, Urteil vom 16.03.2011, 30 Ca 1772/10
Berlin, 23.11.2011 Urlaub und Krankheit:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 22.11.2011, C-214/10 - KHS gg. Schulte
Berlin, 05.11.2011 Kündigungsschutzklage:
Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 12.08.2011, 28 Ca 9265/11
München, 02.11.2011 Fristlose Kündigung:
Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 03.03.2011, 3 Sa 641/10
Frankfurt, 26.10.2011 Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 01.07.2011, 10 Sa 245/11
Frankfurt, 21.10.2011 Fristlose Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 25.07.2011, 17 Sa 1739/10
Hamburg, 23.09.2011 Kündigung:
Landesarbeitsgericht Hamburg, Urteil vom 11.05.2011, 5 Sa 1/11
Berlin, 14.09.2011 BAT-TVöD:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 08.09.2011, C-297/10 und C-298/10 (Hennings und Mai)
Frankfurt, 13.09.2011 Altersgrenzen:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 13.09.2011, C-447/09 (Prigge u.a.)
Berlin, 12.09.2011 Chefarzt:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 08.09.2011, 2 AZR 543/10
Hannover, 09.09.2011 Arbeitszeitbetrug:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 09.06.2011, 2 AZR 381/10
Berlin, 08.09.2011 Whistleblowing:
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Urteil vom 21.07.2011, 28274/08 (Heinisch)
Berlin, 06.09.2011 Bonus - Kündigung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 12.04.2011, 1 AZR 412/09
Frankfurt, 05.09.2011 Betriebsübergang:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.08.2011, 8 AZR 230/10
Berlin, 02.09.2011 GlobeGround Berlin:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 25.08.2011, 25 TaBV 529/11
Frankfurt, 31.08.2011 Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 18.01.2011, 12 Sa 522/10
Hamburg, 25.08.2011 Probezeitkündigung:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 22.06.2011, 3 Sa 95/11
Frankfurt, 23.08.2011 Kündigung und Vollmacht:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.04.2011, 6 AZR 727/09
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