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LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 06.09.2010, 4 Sa 18/10

   
Schlagworte: Diskriminierung: Behinderung, Schwerbehinderung
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg
Aktenzeichen: 4 Sa 18/10
Typ: Urteil
Entscheidungsdatum: 06.09.2010
   
Leitsätze:

1. Die Pflicht zur Einladung zu einem Vorstellungsgespräch entfällt nicht deswegen, weil die ausgeschriebene Stelle als Mutterschaftsvertretung neu zu besetzen ist (§ 82 Satz 1 iVm § 72 Abs. 2 Nr. 7 SGB IX).

2. Macht ein schwerbehinderter Bewerber im Bewerbungsschreiben unklare Angaben über den Grad und die Art seiner Behinderung, so trifft den Arbeitgeber keine Pflicht, sich im Hinblick auf § 1 AGG über den Grad und die Art der Behinderung zu erkundigen.

Vorinstanzen: Arbeitsgericht Pforzheim, Urteil vom 9.03.2010, 1 Ca 584/09
Nachgehend Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 13.10.2011, 8 AZR 608/10
   

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