HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

KontaktKONTAKT
NEWSLETTER
Anrede
Vorname
Nachname
Email*
Abmelden
*Pflichtangabe
MITGLIEDSCHAFTEN
  • m_dav
  • logo_vdj


ARBEITSRECHT MUSTER

Mus­ter­schrei­ben: An­hö­rung des Be­triebs­rats zu ei­ner frist­lo­sen Kün­di­gung

Be­triebs­rats­an­hö­rung frist­lo­se Kün­di­gung - Kos­ten­lo­ses Mus­ter­schrei­ben „An­hö­rung des Be­triebs­rats zu ei­ner frist­lo­sen Kün­di­gung“: Hen­sche Rechts­an­wäl­te, Kanz­lei für Ar­beits­recht

Stich­wor­te: An­hö­rung des Be­triebs­rats, Kün­di­gung - Frist­lo­se Kün­di­gung

Wei­ter­füh­ren­de Stich­wor­te: Kün­di­gung - Au­ßer­or­dent­li­che Kün­di­gung, Kün­di­gung - Ver­dachts­kün­di­gung, Kün­di­gung - Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung, Ab­mah­nung, Kün­di­gung - Frist­lo­se Kün­di­gung - Kün­di­gungs­grün­de

Im Fol­gen­den fin­den Sie ein Mus­ter­schrei­ben „An­hö­rung des Be­triebs­rats zu ei­ner frist­lo­sen ver­hal­tens­be­ding­ten Kün­di­gung“.

Wenn Sie sich an die­sem Mus­ter­schrei­ben „An­hö­rung des Be­triebs­rats zu ei­ner frist­lo­sen ver­hal­tens­be­ding­ten Kün­di­gung“ ori­en­tie­ren möch­ten oder die­ses über­neh­men wol­len, soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass Ih­nen sei­ne Be­deu­tung als Bei­spiels­text in al­len Ein­zel­hei­ten wirk­lich klar ist. Be­den­ken Sie bit­te, dass Sie mit der Ent­schei­dung für ei­nen be­stimm­ten Text der An­hö­rung recht­li­che Fest­le­gun­gen her­bei­füh­ren, die in Ih­rem Fall aber viel­leicht nicht die rich­ti­gen sind. Soll­te Ih­nen da­her ir­gend­et­was un­klar sein, las­sen Sie sich bes­ser an­walt­lich be­ra­ten.

Bit­te be­ach­ten Sie, dass die hier ge­ge­be­nen For­mu­lie­rungs­vor­schlä­ge un­ver­bind­lich sind, d.h. kei­ne Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar­stel­len. Wir über­neh­men da­her kei­ne Ge­währ für Rich­tig­keit oder Voll­stän­dig­keit.

_________________________________________

An den Be­triebs­rat
zu Hän­den des / der Be­triebs­rats­vor­sit­zen­den
- im Hau­se -

Mus­ter­stadt, XX.XX.20XX

An­hö­rung ge­mäß § 102 Be­trVG


Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren,

wir be­ab­sich­ti­gen, Herrn Max Mus­ter­mann aus wich­ti­gem Grun­de frist­los we­gen ei­ner von ihm be­gan­ge­nen schwe­ren Pflicht­ver­let­zung als Au­ßen­dienst­mit­ar­bei­ter zu kün­di­gen und zu­gleich we­gen des drin­gen­den Ver­dachts ei­ner schwe­ren Pflicht­ver­let­zung.

Hilfs­wei­se be­ab­sich­ti­gen wir, Herrn Mus­ter­mann or­dent­lich un­ter Wah­rung der ge­setz­li­chen / ta­rif­ver­trag­li­chen / ar­beits­ver­trag­li­chen Kün­di­gungs­frist von XX Mo­na­ten zum Mo­nats­en­de und so­mit zum XX.XX.20XX zu kün­di­gen. Die­se Kün­di­gung stüt­zen wir auf von ihm be­gan­ge­ne schwe­re Pflicht­ver­let­zung und zu­gleich auf den drin­gen­den Ver­dacht ei­ner sol­chen Pflicht­ver­let­zung.

  • Die So­zi­al­da­ten von Herrn Mus­ter­mann sind:
  • Ge­burts­da­tum: XX.XX.19XX
  • Al­ter zum Zeit­punkt des Aus­schei­dens: XX Jah­re und XX Mo­na­te
  • Ein­tritts­da­tum: XX.XX.19XX
  • Dau­er der Be­triebs­zu­ge­hö­rig­keit zum Zeit­punkt des Aus­schei­dens: XX Jah­re und X Mo­na­te
  • Ge­setz­li­che Un­ter­halts­pflich­ten: X min­der­jäh­ri­ge/s Kind/er
  • Schwer­be­hin­de­rung: Nicht be­kannt / Grad der Be­hin­de­rung (GdB) von XX

Be­reits mit Schrei­ben vom XX.XX.20XX und so­mit vor et­wa zehn Mo­na­ten hat­ten wir Herrn Mus­ter­mann ei­ne Ab­mah­nung er­teilt we­gen un­rich­ti­ger Ar­beits­zeit­do­ku­men­ta­tio­nen. Kon­kret hat­te er in sei­ne täg­lich zu füh­ren­den Ar­beits­zeit­auf­zeich­nun­gen für den Mo­nat XYZ 20XX drei Kun­den­be­su­che ein­ge­tra­gen, die er nach­weis­lich an den an­ge­ge­be­nen Ta­gen bzw. Zei­ten nicht vor­ge­nom­men hat­te.

Die von Herrn Mus­ter­mann er­stell­te Ar­beits­zeit­do­ku­men­ta­ti­on für den ver­gan­ge­nen Ab­rech­nungs­mo­nat ent­hielt er­neut zwei an­geb­li­che Kun­den­be­su­che, die er tat­säch­lich an den an­ge­ge­be­nen Ta­gen bzw. Zei­ten nicht vor­ge­nom­men hat­te, wie ent­spre­chen­de Rück­fra­gen bei den Kun­den er­ga­ben.

Zu die­sem er­neu­ten Vor­fall ha­ben wir Herrn Mus­ter­mann schrift­lich un­ter Mit­tei­lung der ge­gen ihn vor­lie­gen­den Ver­dachts­mo­men­te an­ge­hört und um ein per­sön­li­ches Ge­spräch ge­be­ten. Statt ei­ner per­sön­li­chen Stel­lung­nah­me gab Herr Mus­ter­mann ei­ne schrift­li­che Er­klä­rung ab, in der er die un­rich­ti­gen Ar­beits­zeit­do­ku­men­ta­ti­on ein­räumt, aber da­mit zu recht­fer­ti­gen ver­sucht, dass er ent­spre­chen­de Be­su­che bei den frag­li­chen zwei Kun­den be­reits im vor­an­ge­gan­ge­nen Mo­nat un­ter­nom­men ha­be, in der be­tref­fen­den Ar­beits­zeit­do­ku­men­ta­ti­on für den vor­an­ge­gan­ge­nen Mo­nat aber nicht ein­ge­tra­gen ha­be.

Wir über­rei­chen Ih­nen an­bei je­weils in Ko­pie die ge­nann­te Ab­mah­nung vom XX.XX.20XX, un­ser An­hö­rungs­schrei­ben vom XX.XX.20XX so­wie die schrift­li­che Er­klä­rung Herrn Mus­ter­mann vom XX.XX.20XX.

Die Aus­füh­run­gen in schrift­li­chen Er­klä­rung Herrn Mus­ter­mann vom XX.XX.20XX be­wer­ten wir als blo­ße Schutz­be­haup­tun­gen, denn die bei­den frag­li­chen Kun­den be­stä­tig­ten uns so­wohl te­le­fo­nisch als auch schrift­lich, mit Herrn Mus­ter­mann seit über ei­nem Jahr kei­nen per­sön­li­chen Kon­takt mehr ge­habt zu ha­ben. Die schrift­li­chen Stel­lung­nah­men der bei­den Kun­den fü­gen wir eben­falls in Ko­pie an­bei.

Da Herr Mus­ter­mann sein pflicht­wid­ri­ges Ver­hal­ten trotz der ein­schlä­gi­gen Ab­mah­nung vom XX.XX.20XX fort­ge­setzt hat, ist un­ser Ver­trau­en in ein kor­rek­tes dienst­li­ches Ver­hal­ten Herrn Mus­ter­manns un­wie­der­bring­lich zer­stört. Auf­grund der be­reits (oh­ne Er­folg) aus­ge­spro­che­nen Ab­mah­nung hal­ten wir ei­ne er­neu­te Ab­mah­nung für un­ge­eig­net, die ein­ge­tre­te­ne Stö­rung des Ver­trags­ver­hält­nis­ses zu be­sei­ti­gen. Die Mög­lich­keit ei­ner Be­schäf­ti­gung mit an­de­ren Auf­ga­ben, bei de­nen das zer­stör­te Ver­trau­en in ein kor­rek­tes dienst­li­ches Ver­hal­ten, ins­be­son­de­re in fi­nan­zi­el­len Din­gen, nicht zum Tra­gen kä­me, ist nicht ge­ge­ben.

Vor die­sem Hin­ter­grund bit­ten wir Sie um Zu­stim­mung bzw. Stel­lung­nah­me zu den oben ge­nann­ten vier Kün­di­gun­gen, d.h. zu ei­ner frist­lo­sen Tat­kün­di­gung, zu ei­ner frist­lo­sen Ver­dachts­kün­di­gung, zu ei­ner hilfs­wei­sen or­dent­li­chen ver­hal­tens­be­ding­ten Tat­kün­di­gung so­wie zu ei­ner wei­te­ren hilfs­wei­sen or­dent­li­chen Ver­dachts­kün­di­gung.

Mit freund­li­chen Grü­ßen,

_____________________
(Un­ter­schrift Ar­beit­ge­ber)

 

 

Letzte Überarbeitung: 9. Februar 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de