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Kein Schadensersatz allein wegen verspäteter Auskunft nach DSGVO
30.10.2025. Das Hessische Landesarbeitsgericht hat entschieden, dass eine verspätete Auskunft über personenbezogene Daten allein keinen Anspruch auf Ersatz eines immateriellen Schadens nach Art. 82 Abs. 1 DS-GVO begründet.
Im Streitfall hatte sich ein erfolgloser Stellenbewerber im August 2023 auf sein Auskunftsrecht nach Art. 15 DS-GVO berufen. Der Arbeitgeber erteilte die Auskunft erst Mitte November und damit verspätet. Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte dem Bewerber deshalb 100,00 EUR Schadensersatz zugesprochen.
Das Hessische LAG hob diese Entscheidung auf und wies die Klage ab. Es folgte damit der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, wonach allein die verspätete Auskunftserteilung noch keinen immateriellen Schaden im Sinne von Art. 82 Abs. 1 DS-GVO darstellt: Hessisches LAG, Urteil vom 10.04.2025, 3 SLa 623/24
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Update Arbeitsrecht 10|2025 Hessisches LAG: Kein immaterieller Schaden gemäß Art.82 Abs.1 DS-GVO allein wegen verspäteter Auskunftserteilung
Handbuch Arbeitsrecht: Auskunftspflicht des Stellenbewerbers
Handbuch Arbeitsrecht: Datenschutz im Arbeitsrecht
Handbuch Arbeitsrecht: Diskriminierung – Allgemein
Letzte Überarbeitung: 29. September 2026
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