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20/105c Ver­fall von ta­rif­li­chen Zu­satz­ur­laub bei feh­len­der Son­der­re­ge­lung

Ar­beit­ge­ber müs­sen auf die In­an­spruch­nah­me von ta­rif­li­chen Zu­satz­ur­laub hin­wir­ken, an­sons­ten ver­fällt die­ser nicht: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 26.05.2020, 9 AZR 129/19
Urlaub am Meer, Palme, Luftmatratze, Sonnenhut und Badestrand

28.10.2020. Ei­ni­ge Ta­rif­ver­trä­ge ge­wäh­ren den Ar­beit­neh­mern mehr Ur­laubs­ta­ge, als nach dem Bun­des­ur­laubs­ge­setz (BUrlG) ge­setz­lich not­wen­dig wä­re. Die­sen ta­rif­li­che Son­der­ur­laub kön­nen die Ta­rif­par­tei­en dann selbst re­geln, tref­fen sie je­doch kei­ne Son­der­re­ge­lun­gen, gel­ten die Vor­schrif­ten des BUrlG auch für den Son­der­ur­laub.

Da­her müs­sen Ar­beit­ge­ber in ei­nem sol­chen Fall dar­auf hin­wir­ken, dass die Ar­beit­neh­mer ih­ren ta­rif­li­chen Zu­satz­ur­laub in An­spruch neh­men. Ver­let­zen Ar­beit­ge­ber die­se Mit­wir­kungs­ob­lie­gen­heit, ver­fällt der Zu­satz­ur­laub nicht zum Jah­res­en­de, so das Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 26.05.2020, 9 AZR 129/19.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 22|2020 vom 28.10.2020 Ent­schei­dungs­be­spre­chun­gen BAG: Ar­beit­ge­ber müs­sen dar­auf hin­wir­ken, dass Ar­beit­neh­mer ih­ren ta­rif­li­chen Zu­satz­ur­laub in An­spruch neh­men.

Letzte Überarbeitung: 14. Dezember 2021

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