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Arbeitsrecht aktuell: 11/081 Zuweisung von Haushaltsmitteln als Befristungsgrund?
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EuGH-Vorlage des BAG zur Haushaltsbefristung bleibt unbeantwortet
Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 10.03.2011, 7 AZR 485/09
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27.04.2011. Gibt es einen Sachgrund für die Befristung eines Arbeitsvertrags, kann dieser immer erneut verlängert werden. Ein vom Gesetz anerkannter Sachgrund liegt vor, wenn der Arbeitnehmer aus Haushaltsmitteln vergütet wird, die haushaltsrechtlich für eine befristete Beschäftigung bestimmt sind, und er entsprechend beschäftigt wird (§ 14 Abs.1 Satz 2 Nr.7 Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG).
Öffentliche Arbeitgeber können dadurch - anders als private - mit Haushaltsentscheidungen endlose "Kettenbefristungen" ermöglichen. Werden Arbeitsverhältnisse auf diese Weise jahrelang immer erneut befristet, besteht die Gefahr eines Missbrauchs dieser rechtlichen Gestaltungsmöglichkeit, weil ja letztlich ein Dauerbedarf für die Arbeit des befristet beschäftigten Arbeitnehmers vorliegt. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) legte daher vor kurzem dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Frage vor, ob die Haushaltsbefristung mit Europarecht vereinbar ist (Vorlage vom 27.10.2010, 7 AZR 485/09 (A)).
Der Fall betraf eine über zehn Jahre in der Kette befristet tätige Justizfachangestellte des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie hatte Befristungskontrollklage erhoben, ihr Fall landete beim BAG. Nach der EuGH-Vorlage des BAG vom Oktober 2010 erklärten die Parteien den Prozess jetzt für erledigt, offenbar infolge einer gütlichen Einigung. Das BAG entschied daher nicht mehr in der Sache, sondern nur über die Kosten, und machte dabei deutlich, dass der Verfahrensausgang offen war.
Fazit: Der EuGH wird über die Frage des BAG nicht mehr entscheiden, aber immerhin ist noch eine Vorlage des LAG Köln anhängig (Beschluss vom 13.04.2010, 7 Sa 1224/09). Klar ist schon jetzt, dass auch das höchste deutsche Arbeitsgericht langjährige Haushaltsbefristungen für bedenklich hält. Öffentliche Arbeitgeber können auf die Wirksamkeit dieses Befristungsgrundes nicht mehr vertrauen. Wer aus Haushaltsgründen befristet angestellt ist, sollte daher eine Befristungskontrollklage erwägen.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Hinweis: In der Zwischenzeit, d.h. nach Erstellung dieses Artikels, hat das Gericht seine Entscheidungsgründe schriftlich abgefasst und veröffentlicht. Die Entscheidungsgründe im Volltext finden Sie hier:
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Letzte Überarbeitung: 2. März 2012
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Berlin, 22.05.2012 Konkurrentenklage:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14.03.2012, 15 SaGa 2383/11
Berlin, 19.05.2012 Teilzeitanspruch:
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Berlin, 17.05.2012 Outsourcing:
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Berlin, 17.05.2012 Öffentlicher Dienst:
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München, 16.05.2012 Altersversorgung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.05.2012, 3 AZR 128/11
Hannover, 15.05.2012 Urlaub und Krankheit:
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Frankfurt, 14.05.2012 Leiharbeit:
Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 23.04.2012, L 1 KR 95/12 B ER
Berlin, 12.05.2012 Betriebsübergang:
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Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 12.10.2011, 9 Sa 156/11
München, 07.05.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 13.10.2011, 3 Sa 1187/10
Frankfurt, 04.05.2012 Urlaub und Krankheit:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 03.05.2012, Rs. C-337/10 - Neidel
Köln, 03.05.2012 Korruption:
Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 23.01.2012, 5 Sa 371/11
Köln, 02.05.2012 Kündigung und Krankheit:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 08.12.2011, 3 Ca 936/11
Köln, 30.04.2012 Fristlose Kündigung:
Landesarbeitsgericht Köln, Beschluss vom 27.07.2011, 9 TaBVGa 2/11
Frankfurt, 25.04.2012 Urlaubsabgeltung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 13.12.2011, 9 AZR 399/10
Köln, 24.04.2012 Diskriminierungsschutz:
Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.04.2012, II ZR 163/10
Frankfurt, 23.04.2012 Fristlose Kündigung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19.04.2012, 2 AZR 258/11
Hamburg, 20.04.2012 Lohnuntergrenzen:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.04.2012, 4 AZR 139/10, Beschluss vom 18.04.2012, 4 AZR 168/10
Hamburg, 20.04.2012 Diskriminierung:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 19.04.2012, C-415/10 (Meister)
Hannover, 18.04.2012 Gleichbehandlung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.04.2012, 3 AZR 280/10
Hamburg, 13.04.2012 Kündigungsschutzklage:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 27.09.2011, 1 Sa 538 e/10
Stuttgart, 12.04.2012 Änderungskündigung:
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Köln, 28.03.2012 Ermahnung:
Arbeitsgericht Trier, Urteil vom 20.12.2011, 3 Ca 1013/11
Frankfurt, 26.03.2012 Mitarbeitergespräche:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 06.02.2012, 16 Sa 1134/11
Berlin, 22.03.2012 Massenentlassungsanzeige
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.03.2012, 6 AZR 596/10
Berlin, 21.03.2012 Gleicher Urlaub:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20.03.2012, 9 AZR 529/10
Berlin, 18.03.2012 Änderungskündigung:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.12.2011, 15 Sa 1264/11, 15 Sa 1461/11
Berlin, 16.03.2012 Bewerberdiskriminierung
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.03.2012, 8 AZR 160/11
Berlin, 15.03.2012 Urlaubsrecht:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.10.2011, 9 AZR 303/10
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