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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/024

Di­gi­ta­le Lohn­ab­rech­nung ge­nügt der ge­setz­li­chen Ab­rech­nungs­pflicht

Die Be­reit­stel­lung von Lohn­ab­rech­nun­gen in ei­nem pass­wort­ge­schütz­ten di­gi­ta­len Mit­ar­bei­ter­post­fach er­füllt die ge­setz­li­che Pflicht zur Er­tei­lung ei­ner Ent­gel­tab­rech­nung in Text­form: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 28.01.2025, 9 AZR 48/24
EDV-erzeugte Lohnabrechnung, Ausschnitt

19.03.2025 Ei­ne Ver­käu­fe­rin ver­lang­te wei­ter­hin Lohn­ab­rech­nun­gen in Pa­pier­form, nach­dem ihr Ar­beit­ge­ber die Ab­rech­nun­gen nur noch über ein di­gi­ta­les Mit­ar­bei­ter­post­fach zur Ver­fü­gung stell­te. Grund­la­ge hier­für war ei­ne Kon­zern­be­triebs­ver­ein­ba­rung über die Ein­füh­rung ei­nes di­gi­ta­len Mit­ar­bei­ter­post­fachs. Wäh­rend das Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen der Kla­ge statt­ge­ge­ben hat­te, ent­schied das Bun­des­ar­beits­ge­richt zu­guns­ten des Ar­beit­ge­bers.

Nach Auf­fas­sung des BAG ge­nügt die Be­reit­stel­lung der Ab­rech­nun­gen als elek­tro­ni­sche Do­ku­men­te in ei­nem pass­wort­ge­schütz­ten Mit­ar­bei­ter­post­fach den An­for­de­run­gen des § 108 Ge­wO. Der An­spruch auf ei­ne Lohn­ab­rech­nung sei ei­ne Hol­schuld, so­dass der Ar­beit­ge­ber die Ab­rech­nung nicht ak­tiv an die Ar­beit­neh­mer über­mit­teln müs­se. Vor­aus­set­zung ist al­ler­dings, dass Be­schäf­tig­te oh­ne pri­va­te Zu­griffs­mög­lich­keit die Un­ter­la­gen im Be­trieb ein­se­hen und aus­dru­cken kön­nen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 28.01.2025, 9 AZR 48/24.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier:

Up­date Ar­beits­recht 02|2025 BAG: Be­reit­stel­lung di­gi­ta­ler Lohn­ab­rech­nun­gen er­füllt Ab­rech­nungs­pflicht ge­mäß § 108 Ge­wO


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Letzte Überarbeitung: 1. Juli 2026

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