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ARBEITSRECHT AKTUELL

20/016a Feh­len­de An­hö­rung des Be­triebs­rats bei Mas­sen­kün­di­gun­gen

Er­kennt ein Be­triebs­rat nicht, dass der Ar­beit­ge­ber ein An­hö­rungs­ver­fah­ren ein­lei­ten will, ist dies man­gel­haft und et­wai­ge Kün­di­gun­gen un­wirk­sam: Lan­des­ar­beits­ge­richt Hamm, 21.01.2020, 3 Sa 1194/19
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19.02.2020. Be­ab­sich­tigt der Ar­beit­ge­ber, ei­ne grö­ße­re Wel­le be­triebs­be­ding­ter Kün­di­gun­gen vor­zu­neh­men, muss der Be­triebs­rat ge­mäß § 102 Abs. 1 Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (Be­trVG) im Vor­aus an­ge­hört wer­den. In die­sem Zu­sam­men­hang ist der Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet, dem Be­triebs­rat die Grün­de für die ge­plan­ten Kün­di­gun­gen mit­zu­tei­len, da­mit die­ser ge­ge­be­nen­falls in­ner­halb der ge­setz­li­chen Wo­chen­frist den Kün­di­gun­gen wi­der­spre­chen kann.  Da­mit die­se Frist ge­wahrt bleibt, muss al­ler­dings für den Be­triebs­rat klar er­kenn­bar sein, wann und mit wel­chen kon­kre­ten An­ga­ben die An­hö­rung ein­ge­lei­tet wer­den soll. Geht al­so aus den vom Ar­beit­ge­ber vor­ge­leg­ten Un­ter­la­gen nicht ein­deu­tig her­vor, dass ein An­hö­rungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet wer­den soll, sind die aus­ge­spro­che­nen Kün­di­gun­gen we­gen feh­ler­haf­ter Be­triebs­rats­an­hö­rung un­wirk­sam. Dies hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Hamm in ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil vom 21. Ja­nu­ar 2020, 3 Sa 1194/19, be­stä­tigt. 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 04/2020 LAG Hamm: Be­triebs­be­ding­te Mas­sen­kün­di­gun­gen beim Ha­ge­ner Au­to­zu­lie­fe­rer TWB we­gen Män­geln der Be­triebs­rats­an­hö­rung un­wirk­sam. 
 

Letzte Überarbeitung: 18. November 2022

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