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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/124

Kein An­scheins­be­weis für Zu­gang bei Ein­wur­fein­schrei­ben

Scan des Strich­codes reicht nicht als Nach­weis für den Zu­gang ei­nes Ein­wur­fein­schrei­bens: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ham­burg, Ur­teil vom 14.07.2025, 4 SLa 26/24
Deutsche Post, Postbote, Briefträger

06.11.2025. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Ham­burg hat ent­schie­den, dass bei ei­nem Ein­wur­fein­schrei­ben nicht al­lein auf­grund des Ein­lie­fe­rungs- und Aus­lie­fe­rungs­be­legs von ei­nem Zu­gang des Schrei­bens beim Emp­fän­ger aus­ge­gan­gen wer­den kann (Ur­teil vom 14.07.2025, 4 SLa 26/24).

Im Streit­fall hat­te ein Ar­beit­ge­ber ei­nem krank­heits­be­dingt ge­kün­dig­ten Ar­beit­neh­mer ei­ne Ein­la­dung zu ei­nem be­trieb­li­chen Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment (BEM) per Ein­wur­fein­schrei­ben über­sandt. Der Ar­beit­ge­ber konn­te den Zu­gang des Schrei­bens je­doch nicht nach­wei­sen. Der Post­mit­ar­bei­ter hat­te bei der Zu­stel­lung le­dig­lich den Strich­code des Auf­kle­bers auf dem Brief ge­scannt.

Das LAG sah dar­in kei­nen aus­rei­chen­den Nach­weis für den Zu­gang. Ein Be­weis des ers­ten An­scheins grei­fe nicht ein, da aus den vor­ge­leg­ten Zu­stell­un­ter­la­gen nicht mit hin­rei­chen­der Si­cher­heit auf den Ein­wurf des kon­kre­ten Schrei­bens in den Brief­kas­ten des Ar­beit­neh­mers ge­schlos­sen wer­den kön­ne. Das LAG ließ die Re­vi­si­on zum Bun­des­ar­beits­ge­richt zu: LAG Ham­burg, Ur­teil vom 14.07.2025, 4 SLa 26/24

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 10|2025 LAG Ham­burg: Kein Be­weis des ers­ten An­scheins für Zu­gang bei Ein­wur­fein­schrei­ben und Scan­nen ei­nes Strich­codes bei Ab­lie­fe­rung

 

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Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung – Kün­di­gung we­gen Krank­heit 

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gungs­schutz

Letzte Überarbeitung: 29. September 2026

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