HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/046

Kein Ten­denz­schutz trotz Ge­mein­nüt­zig­keit

Die An­er­ken­nung der Ge­mein­nüt­zig­keit al­lein ge­nügt nicht, um den Ten­denz­schutz nach § 118 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Be­trVG zu be­grün­den. Dies hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Nie­der­sach­sen ent­schie­den: Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen, Be­schluss vom 04.03.2025, 10 TaBV 56/24
Betriebsratsbüro Betriebsratsbeschluss

03.05.2025 Ein zum Deut­schen Ro­ten Kreuz ge­hö­ren­des Un­ter­neh­men be­trieb Ret­tungs­wa­chen und wur­de steu­er­recht­lich als ge­mein­nüt­zig an­er­kannt. Der Ge­samt­be­triebs­rat hat­te ei­nen Wirt­schafts­aus­schuss ge­bil­det, wo­ge­gen sich das Un­ter­neh­men mit der Be­grün­dung wand­te, es sei als ka­ri­ta­ti­ves Un­ter­neh­men vom An­wen­dungs­be­reich der Vor­schrif­ten über den Wirt­schafts­aus­schuss aus­ge­nom­men. Das Ar­beits­ge­richt gab dem Un­ter­neh­men zu­nächst Recht.

Das LAG Nie­der­sach­sen ent­schied da­ge­gen, dass sich das Un­ter­neh­men nicht auf den Ten­denz­schutz be­ru­fen kann. Maß­geb­lich sei, dass nach der Sat­zung die Mit­tel­be­schaf­fung für den Ge­sell­schaf­ter im Vor­der­grund stand und die un­mit­tel­ba­re ka­ri­ta­ti­ve Tä­tig­keit le­dig­lich da­ne­ben ver­folgt wur­de. Zu­dem schließt die blo­ße Ge­mein­nüt­zig­keit die An­wen­dung des Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes nicht aus. Ent­schei­dend ist, ob das Un­ter­neh­men selbst un­mit­tel­bar ka­ri­ta­ti­ven Zwe­cken dient: LAG Nie­der­sach­sen, Be­schluss vom 04.03.2025, 10 TaBV 56/24.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 04|2025 LAG Nie­der­sach­sen: Ten­denz­schutz für ka­ri­ta­tiv tä­ti­ge Un­ter­neh­men und Be­trie­be in der Be­triebs­ver­fas­sung

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Be­trieb­s­än­de­rung

Hand­buch Ar­beits­recht: Be­triebs­rat

Hand­buch Ar­beits­recht: Be­triebs­ver­ein­ba­rung

Hand­buch Ar­beits­recht: Mit­be­stim­mung in per­so­nel­len An­ge­le­gen­hei­ten

Hand­buch Ar­beits­recht: Mit­be­stim­mung in wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten

Letzte Überarbeitung: 21. Juli 2026

Weitere Auskünfte erteilen Ihnen gern:

Dr. Martin Hensche
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Kontakt:
030 / 26 39 620
hensche@hensche.de
Christoph Hildebrandt
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Kontakt:
030 / 26 39 620
hildebrandt@hensche.de
Nina Wesemann
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Kontakt:
040 / 69 20 68 04
wesemann@hensche.de

Bewertung:

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Kurfürstendamm 194, 10707 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2026:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Kurfürstendamm 194, 10707 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de