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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/087

Kei­ne Ent­gelt­fort­zah­lung nach ent­zün­de­ter Tä­to­wie­rung

Ver­ur­sacht ei­ne ent­zün­de­te Tä­to­wie­rung ei­ne Ar­beits­un­fä­hig­keit, kann der An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung ent­fal­len. So das: Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 22.05.2025, 5 Sa 284a/24
Geld schenken, Geldscheine übergeben

07.08.2025 Ei­ne Pfle­ge­kraft ließ sich am Un­ter­arm tä­to­wie­ren. Nach­dem sich die tä­to­wier­te Stel­le ent­zün­det hat­te und sie des­halb ar­beits­un­fä­hig war, ver­lang­te sie Ent­gelt­fort­zah­lung vom Ar­beit­ge­ber. Das Ar­beits­ge­richt und das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Schles­wig-Hol­stein wie­sen die Kla­ge ab.

Nach Auf­fas­sung des LAG trifft die Ar­beit­neh­me­rin ein Ver­schul­den an der Ar­beits­un­fä­hig­keit, da Ent­zün­dun­gen nach Tä­to­wie­run­gen vor­her­seh­ba­re Kom­pli­ka­tio­nen dar­stel­len. Die Tä­to­wie­rung sei zu­dem me­di­zi­nisch nicht er­for­der­lich ge­we­sen. Ein An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung nach § 3 Abs. 1 Satz 1 EFZG be­stand da­her nicht. Das LAG be­rück­sich­tig­te er­gän­zend die Wer­tung des § 52 Abs. 2 SGB V. Die Klä­ge­rin hat ge­gen die Nicht­zu­las­sung der Re­vi­si­on Be­schwer­de beim Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) ein­ge­legt: LAG Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 22.05.2025, 5 Sa 284a/24.
 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen: Up­date Ar­beits­recht 07|2025 LAG Schles­wig-Hol­stein: Kei­ne Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fall nach ent­zün­de­ter Tä­to­wie­rung

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Krank­heit

Hand­buch Ar­beits­recht: Lohn und Ge­halt

Hand­buch Ar­beits­recht: Ver­gü­tung bei Ar­beits­aus­fall 
 

 

Letzte Überarbeitung: 12. August 2026

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