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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/129

Kei­ne fes­te Gren­ze für Pro­be­zeit bei Be­fris­tun­gen

ei be­fris­te­ten Ar­beits­ver­hält­nis­sen gibt es kei­nen fes­ten Re­gel­wert für die zu­läs­si­ge Dau­er ei­ner Pro­be­zeit. Maß­geb­lich sind viel­mehr die Dau­er der Be­fris­tung und die Art der Tä­tig­keit: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 30.10.2025, 2 AZR 160/24
Sanduhr mit rotem Sand

19.11.2025 Ei­ne Ar­beit­neh­me­rin war für zwölf Mo­na­te be­fris­tet be­schäf­tigt und hat­te ei­ne vier­mo­na­ti­ge Pro­be­zeit ver­ein­bart. Nach ei­ner Kün­di­gung in­ner­halb der Pro­be­zeit klag­te sie ge­gen die Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses. Das LAG Ber­lin-Bran­den­burg hielt die Pro­be­zeit für zu lang, da sie mehr als 25 % der Be­fris­tungs­dau­er aus­mach­te.

Das BAG hob die­se Ent­schei­dung auf. Ei­ne fes­te Gren­ze von 25 % be­steht nicht. Ob die Pro­be­zeit an­ge­mes­sen ist, muss viel­mehr an­hand der kon­kre­ten Be­fris­tungs­dau­er und der Art der Tä­tig­keit be­ur­teilt wer­den. Im Streit­fall wa­ren vier Mo­na­te we­gen der um­fang­rei­chen, 16 Wo­chen dau­ern­den Ein­ar­bei­tung an­ge­mes­sen.

Die Kün­di­gung wäh­rend der Pro­be­zeit war da­her mit der ver­kürz­ten Frist von zwei Wo­chen wirk­sam: BAG, Ur­teil vom 30.10.2025, 2 AZR 160/24

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen: Up­date Ar­beits­recht 10|2025 BAG: An­ge­mes­se­ne Dau­er ei­ner Pro­be­zeit im be­fris­te­ten Ar­beits­ver­hält­nis

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Be­fris­tung des Ar­beits­ver­trags

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gungs­fris­ten

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gungs­schutz

Hand­buch Ar­beits­recht: Pro­be­zeit

Letzte Überarbeitung: 29. September 2026

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