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Gesetze zum Arbeitsrecht: Arbeitszeitgesetz
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Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
Arbeitszeitgesetz (ArbZG), vom 06.06.1994 (BGBl. I S. 1170, 1171), zuletzt geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom 15.07.2009 (BGBl. I S. 1939)
Mit dem Arbeitszeitgesetz (kurz: "ArbZG") vom 06.06.1994 wollte der Gesetzgeber die kurz zuvor erlassene Richtlinie 93/104/EG über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung vom 23.11.21.1993 (kurz: "Arbeitszeitrichtlinie") in das deutsche Recht umsetzen.
Die Arbeitszeitrichtlinie schreibt den Mitgliedstaaten der EU vor, eine Reihe von zwingenden Mindestschutzbestimmungen zugunsten der Arbeitnehmer in nationales Recht umzusetzen. Dazu gehören insbesondere die 48-Stundenwoche, eine Mindestruhezeit von 11 Stunden pro 24-Stundenzeitraum sowie bestimmte Pausenregelungen. Ab dem 02.08.2004 gilt die Arbeitszeitrichtlinie in Gestalt einer redaktionellen Überarbeitung, nämlich als Richtlinie 2003/88/EG vom 04.09.2003. Inhaltliche Änderungen sind mit dieser Überarbeitung, jedenfalls für den politisch besonders umstrittenen Bereich der Krankenhäuser, nicht verbunden. Eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte der Arbeitszeitrichtlinie finden Sie hier.
Aufgrund der Tatsache, daß das ArbZG 1994 mit den Anforderungen der Arbeitszeitrichtlinie nicht vereinbar war, mußte es zum 01.01.2004 geändert werden. Die Änderungen des ArbZG 2004 gegenüber der Fassung des Gesetzes von 1994 bestehen vor allem in folgenden Punkten:
- Bereitschaftsdienste sind künftig in vollem Umfang bei der Berechnung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit (48 Stunden) und der täglichen Höchstarbeitszeit (8 bzw. - bei Zeitausgleich - 10 Stunden) zu berücksichtigen.
- Durch Tarifvertrag (oder aufgrund eines Tarifvertrages durch Betriebs- oder Dienstvereinbarung) ist es auch künftig möglich, die Arbeitszeit auf über zehn Stunden pro Tag zu verlängern, wenn in die Arbeitszeit regelmäßig und in erheblichem Umfang Arbeitsbereitschaft oder Bereitschaftsdienst fällt. Hierbei darf die Arbeitszeit allerdings wöchentlich im Durchschnitt von 12 Monaten 48 Stunden nicht überschreiten.
- Durch eine vollkommen neue Regelung ist es erstmals möglich, in Tarifverträgen (oder aufgrund eines Tarifvertrages in Betriebs- oder Dienstvereinbarung) eine rechtliche Erlaubnis dafür zu schaffen, daß Arbeitnehmer sich durch schriftliche Erklärung zu einer im Prinzip unbegrenzten (!) Verlängerung ihrer täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit ohne Zeitausgleich (!) verpflichten. Eine solche Erklärung kann der Arbeitnehmer mit einer Frist von sechs Monaten widerrufen. Da eine solche Option für eine verlängerte Arbeitswoche allerdings nur bei Vorliegen eines entsprechenden Tarifvertrags möglich ist (was durch die Arbeitszeitrichtlinie übrigens nicht vorgeschrieben ist), und da sich auf absehbare Zeit kaum eine Gewerkschaft zum Abschluß eines solchen Tarifvertrags bereit finden wird, dürfte dieses "Optionsmodell" toter Buchstabe bleiben.
- Allgemein muß bei einer Verlängerung der täglichen Arbeitszeit über zwölf Stunden hinaus im unmittelbaren Anschluß an die Beendigung der Arbeitszeit eine Ruhezeit von elf Stunden gewährt werden.
- Tarifverträge und darauf beruhende Betriebsvereinbarungen sowie Allgemeine Vertragsbedingungen im kirchlichen Bereich, die Bereitschaftsdienste regeln, bleiben auch dann, wenn sie die neuen gesetzlichen Höchstgrenzen überschreiten, bis zum 31.12.2005 in Kraft.
Einen Überblick über das politische und rechtliche Hin und Her im Arbeitszeitrecht finden Sie hier.
Erster Abschnitt Allgemeine Vorschriften
Zweiter Abschnitt Werktägliche Arbeitszeit und arbeitsfreie Zeiten
Dritter Abschnitt Sonn- und Feiertagsruhe
Vierter Abschnitt Ausnahmen in besonderen Fällen
Fünfter Abschnitt Durchführung des Gesetzes
Sechster Abschnitt Sonderregelungen
Siebter Abschnitt Straf- und Bußgeldvorschriften
Achter Abschnitt Schlussvorschriften
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Letzte Überarbeitung: 15. September 2009
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Arbeitsrecht aktuell: |
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Hannover, 08.02.2012 Chefarzt
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.09.2011, 8 AZR 846/09
Frankfurt, 07.02.2012 Fristlose Kündigung
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 29.08.2011, 7 Sa 248/11
Berlin, 03.02.2012 Kündigungsschutz:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 07.07.2011, 2 AZR 12/10
München, 02.02.2012 Altersdiskriminierung:
Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 01.02.2012, 8 C 24.11
Berlin, 31.01.2012 Betriebsrat:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 04.11.2011, 13 Sa 1549/11
Berlin, 27.01.2012 Befristung:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 26.01.2012, Rs. C-586/10 (Kücük)
Berlin, 25.01.2012 Europarecht:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 24.01.2012, C-282/10 (Dominguez)
Frankfurt, 23.01.2012 Mobbingklage:
Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 19.01.2012, 11 Sa 722/10
Berlin, 20.01.2012 Geschäftsführer:
Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 08.12.2011, 11 Ta 230/11
Hannover, 19.01.2012 Weihnachtsgeld
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.01.2012, 10 AZR 667/10
Berlin, 17.01.2012 Bewerberdiskriminierung
Schlussanträge des Generalanwalts Paolo Mengozzi vom 12.01.2012, Rs. C-415/10 - Meister
Berlin, 13.01.2012 Betriebsratswahl:
Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 27.07.2011, 7 ABR 61/10
Berlin, 11.01.2012 BAT Altersstufen:
Bundesarbeitsgericht, Urteile vom 10.11.2011, 6 AZR 148/09 und 6 AZR 481/09
Berlin, 10.01.2012 CGZP-Tarifverträge:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 09.01.2012, 24 TaBV 1285/11
München, 05.01.2012 Aufhebungsvertrag:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.06.2011, 9 AZR 203/10
Berlin, 03.01.2012 Urlaub und Krankheit:
Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 21.12.2011, 10 Sa 19/11
Berlin, 20.12.2011 Sozialauswahl:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.12.2011, 2 AZR 42/10
Stuttgart, 05.12.2011 Kündigung:
Arbeitsgericht Stuttgart, Urteil vom 16.03.2011, 30 Ca 1772/10
Berlin, 23.11.2011 Urlaub und Krankheit:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 22.11.2011, C-214/10 - KHS gg. Schulte
Berlin, 05.11.2011 Kündigungsschutzklage:
Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 12.08.2011, 28 Ca 9265/11
München, 02.11.2011 Fristlose Kündigung:
Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 03.03.2011, 3 Sa 641/10
Frankfurt, 26.10.2011 Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 01.07.2011, 10 Sa 245/11
Frankfurt, 21.10.2011 Fristlose Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 25.07.2011, 17 Sa 1739/10
Hamburg, 23.09.2011 Kündigung:
Landesarbeitsgericht Hamburg, Urteil vom 11.05.2011, 5 Sa 1/11
Berlin, 14.09.2011 BAT-TVöD:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 08.09.2011, C-297/10 und C-298/10 (Hennings und Mai)
Frankfurt, 13.09.2011 Altersgrenzen:
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 13.09.2011, C-447/09 (Prigge u.a.)
Berlin, 12.09.2011 Chefarzt:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 08.09.2011, 2 AZR 543/10
Hannover, 09.09.2011 Arbeitszeitbetrug:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 09.06.2011, 2 AZR 381/10
Berlin, 08.09.2011 Whistleblowing:
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Urteil vom 21.07.2011, 28274/08 (Heinisch)
Berlin, 06.09.2011 Bonus - Kündigung:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 12.04.2011, 1 AZR 412/09
Frankfurt, 05.09.2011 Betriebsübergang:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.08.2011, 8 AZR 230/10
Berlin, 02.09.2011 GlobeGround Berlin:
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 25.08.2011, 25 TaBV 529/11
Frankfurt, 31.08.2011 Kündigung:
Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 18.01.2011, 12 Sa 522/10
Hamburg, 25.08.2011 Probezeitkündigung:
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 22.06.2011, 3 Sa 95/11
Frankfurt, 23.08.2011 Kündigung und Vollmacht:
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.04.2011, 6 AZR 727/09
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