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ARBEITSRECHT MUSTER

Mus­ter­schrei­ben: Ab­leh­nung ei­nes Teil­zeit­an­trags ge­mäß § 8 Tz­B­fG

Kos­ten­lo­ses Mus­ter­schrei­ben „Ab­leh­nung ei­nes Teil­zeit­an­trags ge­mäß § 8 Tz­B­fG“: Hen­sche Rechts­an­wäl­te, Kanz­lei für Ar­beits­recht
Uhr und Kalender, Arbeitszeit und Arbeitszeitrecht

Stich­wor­te: Ar­beits­zeit­ver­rin­ge­rung, Pfle­ge­zeit, Ar­beits­zeit und Ar­beits­zeit­recht

Wei­ter­füh­ren­de Stich­wor­te: Ar­beits­ver­trag, Teil­zeit­be­schäf­ti­gung (Teil­zeit­ar­beit, Teil­zeit), Über­stun­den, Mehr­ar­beit

Im fol­gen­den fin­den Sie ein Mus­ter­schrei­ben „Ab­leh­nung ei­nes An­trags auf Ver­kür­zung der Wo­chen­ar­beits­zeit ge­mäß § 8 Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­setz (Tz­B­fG)“.

Wenn Sie sich an dem Mus­ter­schrei­ben „Ab­leh­nung ei­nes An­trags auf Teil­zeit ge­mäß § 8 Tz­B­fG" bzw. „Ab­leh­nung ei­nes An­trags auf Ver­kür­zung der Ar­beits­zeit ge­mäß § 8 Tz­B­fG“ ori­en­tie­ren möch­ten oder die­ses über­neh­men wol­len, soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass Ih­nen sei­ne Be­deu­tung als Bei­spiels­text in al­len Ein­zel­hei­ten klar ist. Wenn Sie sich da­her nicht ganz si­cher sind, ob Sie sich tat­säch­lich auf ein be­trieb­li­ches Or­ga­ni­sa­ti­ons­kon­zept be­ru­fen kön­nen, das dem Teil­zeit­an­trag ent­ge­gen­steht, soll­ten Sie sich lie­ber vor­her an­walt­lich be­ra­ten las­sen, da Sie an­sons­ten da­mit rech­nen müs­sen, auf Ge­wäh­rung der Ar­beits­zeit­ver­rin­ge­rung mit Er­folg ver­klagt zu wer­den.

Be­den­ken Sie da­her bit­te, dass Sie mit der Ent­schei­dung für ei­nen be­stimm­ten Text Rechts­fol­gen her­bei­füh­ren, die in Ih­rem kon­kre­ten Fall aber viel­leicht nicht die rich­ti­gen sind. Un­ter wel­chen Um­stän­den Ar­beit­neh­mer ei­nen An­spruch auf Teil­zeit ha­ben und wann nicht, kön­nen Sie in un­se­rem Ar­beits­rechts­hand­buch un­ter dem Stich­wort "Ar­beits­zeit­ver­rin­ge­rung" nach­le­sen.

Bit­te be­ach­ten Sie, dass die hier ge­ge­be­nen For­mu­lie­rungs­vor­schlä­ge un­ver­bind­lich sind, d.h. kei­ne Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar­stel­len. Wir über­neh­men da­her kei­ne Ge­währ für Rich­tig­keit oder Voll­stän­dig­keit.

_________________________________________

Durch Bo­ten
Herrn
Mo­ritz Mus­ter­mann
Mus­ter­mann­stra­ße 1
11111 Mus­ter­stadt

Mus­ter­stadt, XX.XX.20XX


Ihr An­trag auf Ver­kür­zung der Ar­beits­zeit vom XX.XX.20XX

Sehr ge­ehr­ter Herr Mus­ter­mann,

am XX.XX.20XX be­an­trag­ten Sie un­ter Be­zug­nah­me auf § 8 Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­setz (Tz­B­fG) ei­ne Ver­rin­ge­rung Ih­rer wö­chent­li­chen Ar­beits­zeit von der­zeit 40 St­un­den auf 20 St­un­den. Da­bei soll sich die ver­kürz­te Ar­beits­zeit ent­spre­chend Ih­rem An­trag so auf Ih­re fünf­tä­gi­ge Ar­beits­wo­che ver­tei­len, dass je­weils vier St­un­den am Vor­mit­tag ab­zu­leis­ten sind und Ih­re täg­li­che Ar­beits­zeit dem­ent­spre­chend spä­tes­tens um XX.XX Uhr en­det.

Be­reits in dem Ge­spräch am XX.XX.20XX hat­ten wir er­läu­tert, dass Ih­rem Wunsch nach ei­ner Ar­beits­zeit­ver­rin­ge­rung be­trieb­li­che Grün­de im Sin­ne von § 8 Abs.4 Tz­B­fG ent­ge­gen­ste­hen.

Wie Ih­nen be­kannt ist, wird in un­se­rem Be­trieb nach ei­nem kla­ren Or­ga­ni­sa­ti­ons­kon­zept ge­ar­bei­tet. Die­ses be­steht im We­sent­li­chen dar­in, dass die tech­ni­schen Ser­vice­kräf­te die über­wie­gend am Vor­mit­tag ein­ge­hen­den Kun­den­auf­trä­ge ent­ge­gen­neh­men, in Form ei­nes Ser­vice-Ti­ckets do­ku­men­tie­ren die­ses Ser­vice-Ti­cket dann am Nach­mit­tag per­sön­lich ab­ar­bei­ten, um un­se­ren Kun­den ei­nen op­ti­ma­len Ser­vice aus ei­ner Hand an­zu­bie­ten ("one face to cust­o­m­er"). Mit die­sem Or­ga­ni­sa­ti­ons­kon­zept bzw. der da­mit ver­bun­de­nen voll­zei­ti­gen Tä­tig­keit der Mit­ar­bei­ter in Ih­rem Ar­beits­be­reich ist Ihr Wunsch nach Ar­beits­zeit­ver­rin­ge­rung nicht ver­ein­bar, da Sie dann weit über­wie­gend nur noch Kun­den­auf­trä­ge te­le­fo­nisch ent­ge­gen­neh­men, die­se aber nicht mehr als Tech­ni­ker ab­ar­bei­ten wür­den. Schließ­lich wür­de die von Ih­nen ge­wünsch­te Ar­beits­zeit­ver­rin­ge­rung das o.g. Or­ga­ni­sa­ti­ons­kon­zept auch we­sent­lich be­ein­träch­ti­gen.

Da­her se­hen wir uns be­dau­er­li­cher­wei­se ge­zwun­gen, Ih­ren An­trag un­ter Wah­rung der ge­setz­li­chen Frist von ei­nem Mo­nat vor dem ge­wünsch­ten Be­ginn der Ar­beits­zeit­ver­rin­ge­rung ab­zu­leh­nen, da über­wie­gen­de be­trieb­li­che Grün­de ge­mäß § 8 Abs.4 Tz­B­fG ent­ge­gen­ste­hen.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

_____________________
(Un­ter­schrift Ar­beit­ge­ber)

Letzte Überarbeitung: 28. Oktober 2018

Bewertung: 5.0 von 5 Sternen (1 Bewertung)

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